Kochbuchkochen 31/36

Ganz schön lange her, dass das letzte Rezept von meinem Kochbuchkochenprojekt hier seinen Platz gefunden hat, aber irgendwie war da nix dabei, was lohnend genug gewesen wäre, um es hier festzuhalten. Das hat sich gestern geändert, denn da gab es Hühnertopf mit Äpfeln. Das war überraschend und erfreulich anders und gut obendrein, deswegen hier das Rezept, das aus dem Buch ‚Aufläufe & Co.‘ stammt über dessen unsinnigen Namen ich mich hier schon ausgelassen hatte.

Man braucht dafür

Hühnchenteile, pro Person ca. 150 Gramm, mit oder ohne Haut (ich hatte Hühnerbrust)
1 Zwiebel
3 Stangen Sellerie
ca. 2 EL Mehl
300 ml Apfelsaft
150 ml Hühnerbrühe
2-3 Äpfel
2 Lorbeerblätter
1-2 EL flüssiger Honig
2 gelbe Paprika
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen
Olivenöl
Butter
1-2 EL brauner Zucker

Und so geht’s:

Das Fleisch abspülen, trockentupfen. Das Mehl in einen Teller geben und mit Pfeffer und Salz würzen, das Fleisch darin wenden. Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen und das Hühnerfleisch bei mittlerer bis starker Hitze rundum goldgelb anbraten. Das dauert so in etwa 10 Minuten, dann wird das Fleisch aus der Pfanne in einen großen backofenfesten Schmortopf umgebettet.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein schneiden und die Selleriestangen waschen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Wenn das Fleisch fertig ist, kommt beides zusammen in die Pfanne und wird in ca. 5 min weich gedünstet. Dann das restliche Mehl drüberstäuben und ein bisschen anschwitzen lassen. Nach und nach den Apfelsaft und die Hühnerbrühe drüber gießen und unter Rühren zum Kochen bringen.

Einen der Äpfel waschen, vierteln und entkernen. Der kommt in die Pfanne dazu, ebenso die Lorbeerblätter und der Honig. Mit Salz und Pfeffer würzen und über das Fleisch im Topf gießen.

Mit aufgelegtem Deckel für etwa 25 min in den auf 180°C vorgeheizten Backofen stellen. Die Paprika putzen und klein schnippeln und nach den 25 min für weiter 10 – 15 min dazugeben und mitschmoren.

Dann wird eigentlich der Backofengrill auf höchster Gradzahl vorgeheizt und die Äpfel werden dort karamellisiert. Weil sich das Essen aber bis zu diesem Punkt prima vorbereiten ließ, habe ich das nachmittags schon gemacht und wollte dann nicht für 3 min Äpfel karamellisieren den Ofen abends nochmal ’ne Viertelstunde vorheizen. Also habe ich in einer Pfanne Butter geschmolzen und ganz leicht gebräunt, die restlichen Äpfel gewaschen, entkernt und in dünne Spalten geschnitten und in der Butter weich geschmort, dann mit braunem Zucker bestreut und ein bisschen wüst rumgerührt, damit die Karamellschicht möglichst rundum an den Äpfeln klebt. Das funktionierte wunderbar und ich würde das auch beim nächsten Mal wieder so machen, weil ich da ein viel besseres Gefühl dafür habe, wie dunkel das Karamell wird. Im Ofen wäre mir das zu riskant.

Ab auf ’nen Teller mit Huhn und Gemüse, mit den Apfelscheiben garnieren und Mjam!

Macht weniger Arbeit als es sich auf den ersten Blick vielleicht liest und die Kombination passt herrlich zur kalten Jahreszeit.

Katja