Blickdicht

Ich mag es, im Erdgeschoss zu wohnen. Es ist supereinfach, hier die Einkäufe reinzuschleppen und die tolle Terrasse und den Garten haben wir auch nur, weil es die Erdgeschosswohnung ist.

Das was mir hier allerdings oft fehlt ist die Möglichkeit, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Überall, wo ich früher gewohnt habe, hatte ich mindestens ein oder zwei Fenster, von denen aus man in die Weite blicken konnte. Mein Schreibtisch stand immer so, dass ich irgendwo in die grüne Weite schauen konnte. Hier ist das Freundlichste und Schönste, was ich vom Fenster aus sehen kann, die Terrasse und der Garten – da endet der Blick dann aber schon am Gartenzaun. Eine Richtung ist ganz schlimm, da gibt es nur eine große hässliche Halle vorm Fenster. Nirgendwo gibt es Weite und gerade, wenn ich am Schreibtisch sitze, fehlt es mir sehr, hochzuschauen und den Blick mit den Gedanken zusammen (aus-)schweifen zu lassen.

Deswegen mag ich das Foto so gerne, das sich ab jetzt und für den März im Header findet.

Ausblick. Weitblick. Fernblick.

Entstanden ist es im Mai 2012 im Odenwald, der zum Glück dicht genug ist, um gelegentlich dort von den Hügeln aus den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Sollte ich viel häufiger mal tun.

Katja

Tagesaktuell

Ich glaube, in den ganzen Jahren, seit ich blogge und meinen Header regelmäßig wechsle, hatte ich noch keinen Header, den ich direkt am gleichen Tag geknippst hatte, an dem ich ihn eingebaut habe. Daher hier eine Premiere. Das ist heute auf dem Rückweg aus dem Odenwald entstanden, wo wir, auf der Suche nach dem Winter, unterwegs waren.

Und das Bild ist nicht nur Header, weil mir der krass leuchtende Sonnenuntergang so gut gefallen hat, auf den wir während der Fahrt nur einen kurzen Blick erhaschen konnten, der gerade so für dieses eine Foto durch die schmutzige Windschutzscheibe gereicht hat, sondern auch, weil ich inständig hoffe, dass es nicht eines der letzten schönen Fotos war, die ich mit der geliebten Olympus geknipst habe.

Ich bin heute nämlich schon zum zweiten Mal auf die Kamera gefallen… Den ersten Sturz hat sie überlebt, das war im Oktober in Spanien, der hat ihr nur ein paar Kratzer im Gehäuse eingetragen. Aber es sind ja auch unsere die Narben, die uns besonders machen.

Heute war schlimmer. Sie war eingeschaltet, also das Objektiv offen und ich bin gerutscht und im Schnee damit geladet und davon hat sie jede Menge abbekommen. *soifz*

Drückt bitte Daumen, dass da nichts zurückbleibt.

Katja

Neuer Monat, neuer Hut

Die ersten 1,5 Jahre, die ich gebloggt habe, hatte mein Blog immer das gleiche Bild im Header und damals war es mir liebgewordenes und gewohntes Blog-Outfit. Da mir weder Loslassen leicht fällt, noch ich mit (Ver-)Änderungen gut oder einfach klar komme, war es damals für mich in erster Linie eine Übung eben jenes Loslassens, als ich zum ersten Mal ein neues Headerfoto hochgeladen habe. Damals wollte ich ausprobieren, ob es sich dann noch wie mein Blog anfühlen würde und ob ich mich wohl daran gewöhnen könnte, mich an keines der Fotos zu lange zu gewöhnen, sondern sie – egal wie sehr ich sie mag – nach einer gewissen Zeit (fast immer nach einem Monat) wieder auszutauschen/loszulassen. Mittlerweile ist es mir lieb gewordene Gewohnheit, immer irgendwann Anfang eines neuen Monats, in meinem Fotoarchiv zu stöbern und ein Bild für den nächsten Header auszusuchen und ausserdem ist mir mein Headeraustauschprojekt immer wieder eine Erinnerung daran, dass doch alles nur eine Frage der Gewohnheit ist. Auch das (Ver-)Ändern.

Nach 2 Monaten mit spanischen Bloghüten ist jetzt wieder mal ein heimisches Motiv dran. Der neue Header zeigt die Schleife, die der Rhein hier in der Nähe macht, an einem kalten Novembertag vor mittlerweile schon 3 Jahren.

(Alle früheren Headerfotos finden sich auf dem Hutständer.)

Katja

Ganz schön spät dran…

…bin ich (allerdings nicht aus Versäumnis- sondern gesundheitsbedingten Gründen) mit meinem Dezemberheader, denn immerhin ist heute schon der 8.

Das ist übrigens eine Stelle, an der ich immer zögere und zweifle, ob ich nicht einen zweiten Punkt machen müsste, denn der erste steht ja schon, um die schnöde Zahl zur Ordnungszahl zu erheben. Aber ich meine auch, mich zu erinnern, irgendwann gelernt zu haben, dass im Deutschen keine zwei Satzzeichen hintereinander stehen dürfen und das ist der ordnungszahlstiftende Punkt ja ausserdem auch noch, also ein Satzzeichen. Die Spanier sind da übrigens ganz anders, da können Satzzeichen gerne mal zu zweit hintereinander auftauchen, zB wenn mitten im Satz eine Frage beginnt. Dann wird der Rest des Satzes durch ein Komma abgetrennt und dann steht das einleitende umgedrehte Fragezeichen mitten im Satz rum.

Wunderbarerweise liefert mir das Geschwurbel über Satzzeichen jetzt auch direkt eine gute Überleitung zum neuen Headerfoto, denn das ist, wie auch das vorherige, im diesjährigen Spanienurlaub entstanden. Wir waren in Punta Umbria und das ist ganz in der Nähe von Huelva, wo der Rio Tinto in den Rio Odiel fließt, nur um dann, ein kleines Stück weiter, zusammen in den Atlantik zu münden. Das Foto oben ist ganz in der Nähe dieses Zusammenflusses von Rio Tinto und Rio Odiel aufgenommen und kurz nachdem es entstanden ist, hatten wir den ersten größeren verletzungsbedingten Wendepunkt dieser Reise. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, die hier vielleicht ein andermal ihren Platz findet.

(Alle früheren Header finden sich übrigens auf dem Hutständer des Blogs.)

Katja (wieder ab in Richtung Bett, um die Erkältung zu kurieren)

Tinto de verano

Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass ein in Spanien beliebtes Mixgetränk, der Tinto de verano (wobei Tinto die gängige Bezeichnung für Rotwein ist und ‚de verano‘ des Sommers bedeutet) eine Mischung aus Rotwein und Zitronenlimo ist, habe ich ziemlich angewidert geguckt. Als ich dann, in einem Anflug von ‚jetzt biste schon so oft hier gewesen, jetzt probierste das endlich mal‘ im letzten Jahr zum ersten Mal einen Tinto de verano getrunken habe, war ich überaus positiv überrascht, denn das schmeckt viel besser als es zunächst einmal klingt.

Tinto de verano ist leicht und frisch und auf Eiswürfeln, wie er fast immer serviert wird, auch überaus erfrischend. In diesem Jahr hat sich das für mich häufig als Getränk erster Wahl herausgestellt, wenn wir in den Städten unterwegs waren. Für Wein war es mir meist entweder zu früh am Tag oder deutlich zu heiss.

Über meine Begeisterung über das ‚ir de tapas‘ oder auch ‚tapear‘ hatte ich hier schon geschrieben. (Da gibt es auch ein Rezept für eine meiner Lieblingstapas, die Tortillas de Camarones.) Beide Bezeichnungen meinen das gleiche: von Bar zu Bar zu ziehen, überall eine Copa (ein Glas) zu trinken und dazu Tapas zu essen. Der Name dieser oft köstlichen Kleinigkeiten verrät auch ihren Ursprung – oder zumindest eine der Legenden über ihren Ursprung. So soll es in Sevilla (wo die Tapas herkommen) üblich gewesen sein, alkoholische Getränke mit einem Deckel, der mit Oliven beschwert wurde, um das Wegfliegen zu verhindern, vor Fliegen zu schützen. Nach und nach entwickelten sich immer kunstvollere und schmackhaftere Tapas – oder „Deckel“, denn das ist eine weitere Bedeutung des Wortes.

Aber eigentlich erzähle ich das gerade nur, um den Bogen zum neuen Blogheader zu bekommen. Der stammt nämlich vom dritten Abend unserer kürzlichen Spanienreise und wir waren dieses Jahr zum ersten Mal einen ganzen Tag in meiner spanischen Lieblingsstadt und haben auf der Hinreise dort übernachtet, um auch mal abends durch die Straßen schlendern zu können. Die Küste ist doch noch über 100 km entfernt und wenn wir in früheren Jahren ’nur‘ zu Tagesausflügen in Sevilla waren, waren wir abends meist so erledigt, dass wir keine Muße mehr gehabt hätten, noch durch die Kneipen zu ziehen.

Das Foto im Header stammt von diesem Abend, von einer Bar, ganz in der Nähe der Kathedrale, wo wir unsere Tour durch die Bars begonnen haben.

Schön war’s!

Spanien2014

Katja

Noch ist er nicht gülden…

…der Oktober. Dafür zeigte er sich heute nochmal in herrlichstem Sommersonnenschein mit blauem Himmel, über den eine Wolke zog, die genau die Form meines Nilschweins hatte. Die sah ich aber schon während ich noch hinterm Steuer saß und bis ich anhalten konnte, hatte sie sich leider schon wieder verformt. Wenn das mal nicht ein Zeichen war, dass heute der ‚Tollste Oktober aller Zeiten‘ – oder kurz der TOAZ – anfängt, den Silencer vor (ich glaube) 2 Jahren erfunden hat und dessen Beginn er heute Morgen ausgerufen hat, auf dass der Oktober 2014 der tollste aller Zeiten werden möge! Macht alle mit, geht raus und macht den Oktober 2014 nicht nur zu einem der 12. großartigsten Monate des Jahres, sondern auch zum tollsten Oktober aller Zeiten!

Bei mir ging es heute schon gut los. Auf dem Weg zum Einkaufen machte ich einen kleinen Abstecher und dann einen kleinen Spaziergang, der mich zu einem Sonnenblumenfeld führte, das ich vor ein paar Tagen schon entdeckt hatte und wo ich unbedingt nochmal hin wollte.

Hier also nochmal die geballte Ladung Sommer! Und weil das gerade so gut passt am Monatsanfang, gibt es auch direkt aus der Fotobeute von heute den neuen Blogheader für den Oktober. 🙂

(Klick macht groß!)

Katja

You can leave your hat on

Es sei denn, es geht um mein Blog. Das hat nämlich gerade den Augusthut ab- und den Septemberhut aufgesetzt – ganz ausnahmsweise sogar mal wieder pünktlich am 1. eines Monats.

Der neue Header stammt von einem Spaziergang im Februar diesen Jahres und hier gab es damals schon mehr himmelsbunte Bilder zu sehen.

*Edit: Freudiges Quieken hier! Ich kann bei meinem Theme endlich auch die Titelfarbe (also die Farbe, in der oben der Blogname und Untertitel steht) ändern und muss nicht dieses Dunkelgrün und Grau behalten. Juhu! ❤

Katja