Still

Wenn der innere Hamster ohne Unterlass in seinem Rad rumrennt und es dauerhaft im Kopf ratteratteratterattert, hilft es manchmal nur, die Mütze weit über die Ohren zu ziehen und so lange loszulaufen, bis das Gesicht sich halb erfroren anfühlt und mit der Kältelähmung dann auch endlich die Stille im Kopf zurückkehrt.

 

Katja

Round and round

Da ist schon wieder so viel innere Unruhe, so viel Gehetztheit, so viel Überforderung. Heute den ganzen Tag am Tun und Machen und abends dann doch wieder das Gefühl, eigentlich gar nichts geschafft zu haben und dass das Bergmassiv an zu erledigenden Dingen, das vor mir liegt, eher höher geworden ist und man den erledigten Minihügel quasi gar nicht sehen kann. Zum Glück falle ich nicht mehr so leicht darauf rein. Ich kenne das ja nun schon seit Jahren aus immer wiederkehrenden Phasen und weiß, dass es vermutlich auch dieses Mal _eigentlich_ irgendetwas ganz anderes ist, das da noch unter der Oberfläche brodelt und mir die Ruhe stiehlt und dass ich aus diesem gedanklichen Hamsterrad am besten und einfachsten rauskomme, indem ich genau das Gegenteil mache, nämlich anstatt rumzuhetzen, mir bewusst Zeit für Dinge zu nehmen. Und doch, trotzdem ich den Weg kenne, kostet es jedes Mal wieder so dermaßen viel Überwindung, es dann auch so zu machen und ich weiß gar nicht, ob ich dann jetzt besonders streng oder besonders nachsichtig mit mir bin, wenn ich versuche, langsam zu machen, denn es ist immer noch eher die Langsamkeit zu der ich mich bewusst zwingen muss. Also irgendwie mehr Strenge, um nachsichtiger mit mir zu werden und mir mehr Ruhe zuzugestehen. Das klingt schon beim Formulieren kompliziert und so fühlt es sich auch (wieder mal) an.

Katja