I proudly present…

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Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist meine erste Tomatillo – auch und besser bekannt als Grüne Tomate – und auch wenn die Ernte in diesem Jahr vermutlich nur noch 2, 3 weitere Früchte einbringen wird, bin ich doch ganz schön stolz darauf, weil es mir gelungen ist, ganz ohne Wissen und nur mit Liebe und Ambitionen an diese Frucht zu kommen.

Und das ging so:

Anfang letzten Jahres klapperte ich eine ganze Menge Läden, die Sämereien verkaufen, ab auf der Suche nach Tomatillo-Samen. Seit ich irgendwann mal das überaus empfehlenswerte Buch „Grüne Tomaten“ gelesen hatte, in dem diese südamerikanischen Früchte – nicht zu verwechseln mit grünen, da unreifen Tomaten – in gebratenem Zustand eine Rolle spielen und an dessen Ende sich ein Rezept für die Zubereitung ebenjenen Gerichtes fand, wollte ich das mal selber probieren. Da es hierzulande aber schier unmöglich ist, Tomatillos zu kaufen – nicht mal in der Metro, die sonst recht gut sortiert ist bei eher exotischen Gewächsen gibt es sie – dachte ich, ich muss sie vermutlich selber anbauen.

Aber ich fand es ungefähr genauso schwierig, Tomatillo-Samen zu finden. Also im Internet hätte es welche gegeben. Ein halbes Dutzend Samen für ebenso viele Euro plus nochmal der gleiche Betrag an Versandkosten und alleine letzteres schreckte mich ab.

Das muss doch auch anders gehen.

Also fragte ich im letzten Frühjahr meine Spanischlehrerin, die aus Mexiko stammt, ob sie mir vom nächsten Besuch in ihrer alten Heimat, vielleicht Samen für Tomatillos mitbringen könnte. Als ich im Herbst nach unserem Spanienurlaub wieder in den Kurs kam, drückte sie mir, nicht wie erwartet eine Tüte mit Samen, sondern eine halbe Frucht in einem Gefrierbeutel in die Hand. Die hatte ihre Schwester, die auch in Deutschland lebt und kurz vorher in Mexiko war, für mich mitgebracht, nur weil ich dann erst mal nicht da war, lag sie schon einige Wochen in Ms Kühlschrank und sie musste schon die Hälfte der Frucht wegschneiden.

Ich habe gegoogelt und versucht herauszufinden, was ich damit nun anfangen könnte, aber auch nach 2 Tagen habe ich keine sinnvollen Informationen gefunden, ob und wie das jetzt weitergehen könnte. Also eben einfach ausprobieren und gucken was passiert.

Ich habe dann am nächsten Tag in Fisselarbeit die kleinen Kerne (die ähnlich wie bei einer Tomate sind) aus der Frucht rausgepult und für ein paar Tage auf Küchenpapier trocknen lassen. Im Frühjahr habe ich sie ausgesäht und unglaublich viele Pflänzchen sind daraus gewachsen. Davon habe ich, weil ich gar nicht genügend Platz habe, etliche an meine Spanischkurskollegen und auch an die Spanischlehrerin weitergegeben.

Und diese Frucht oben im Bild ist jetzt die erste Tomatillo, die aus diesen selbstgepulten Kernen aus der extra für mich aus Mexiko importierten Frucht geworden ist und ich freue mich irre, dass das überhaupt alles geklappt hat und dass aus den Samen tatsächlich Pflänzchen geworden sind und dass ich tatsächlich ein paar Früchte ernten kann. 🙂

Die Tomatillo gehört übrigens zur gleichen Familie wie die kleinen orangen Physalisfrüchte, die man im Gegensatz zu grünen Tomaten quasi überall kaufen kann. Deswegen sieht die Umhüllung auch ähnlich aus. Sie ist aber viel größer als die lütten Dinger.

Katja

52 Bücher, Teil 2

„Puh, da fällt mir bestimmt gar nichts zu ein.“ war mein erster Gedanke als ich gestern das Motto der zweiten Woche des 52 Bücherprojektes bei Katrin gelesen habe.

Stell dir vor, du könntest dein Frühstück, dein Mittag und dein Abendessen auf verschiedenen Kontinenten einnehmen, wohin würdest du reisen, was würdest du essen und welche Bücher würdest du auf die Reise mitnehmen?

Aber so leicht gebe ich ja nicht auf! Schon gar nicht, wenn es erst die zweite Projektwoche ist. Also einmal auf dem Bürostuhl um 180° gedreht und den Blick über die Bücherregale schweifen lassen und dann war meine Reiseroute innerhalb von 2 Minuten komplett.

Frühstücken würde ich ganz klar im Unkrautland. Das klingt jetzt zwar erst mal ein bisschen unappetitlich, aber dort gibt es die köstlichsten Himbeertörtchen! Das weiss ich so genau, weil Primus die immer aus der Klettenheimer Dorfbäckerei stibitzt, wo es bekanntermaßen die besten Torten gibt. Damit versorgt er nicht nur sich selber, sondern natürlich auch Bucklewhee, den Gockel, der in Primus Uhr wohnt und Snigg, den Kürbis, der auf dem Komposthaufen im Garten von Primus Turm lebt und ständig hungrig ist.

Mitnehmen würde ich natürlich die bisher erschienen 3 Bände des Unkrautlandes von Stefan Seitz und darauf hoffen, dass Miss Plimm auch noch auf ihrem Hexenbesen durch den Finsterwald zu Primus Turm käme, um mitzufrühstücken.

Zum Mittagessen würde ich dann nach Europa reisen, genauer gesagt nach Italien. Dorthin mitnehmen würde ich meine gesammelten Brunetti-Romane von Donna Leon – bisher sind das 18 – und am liebsten würde ich auch bei den Brunettis zu Mittag essen. Die Romanserie mag ich nämlich unter anderem so gerne, weil Paola, Guido Brunettis Gattin, eine begnadete Köchin ist und weil das gemeinsame Essen mit der Familie in jedem der Bände einigen Platz einnimmt. Natürlich müsste ich dann essen, was bei den Brunettis auf den Tisch kommt, aber ich bin ganz sicher, dass es in jedem Fall köstlich wäre.

Irgendwann muss ich mir auch unbedingt noch ‚Bei den Brunettis zu Gast‘ leisten. Ein Buch mit Rezepten (ich hoffe jene zu den Gerichten, die die Brunettis in den Romanen futtern) und kulinarischen Geschichten von Donna Leon.

Abends würde ich dann in die Staaten reisen und noch dazu einen Zeitsprung vollführen. Ich würde nämlich wahnsinnig gerne endlich mal gebratene grüne Tomaten probieren und wo könnte man das besser als bei Idgie und Ruth im Whistle Stop Cafe?

Mitreisen müsste natürlich ‚Grüne Tomaten‘ von Fannie Flagg, das ich sehr liebe und das mMn eines der wenigen Bücher ist, deren Verfilmung sich nicht hinter dem Buch zu verstecken braucht.

Kniffliges Thema hatte der Krötengeneral sich da ausgedacht, aber Spaß hat’s gemacht, mal wieder um die Ecke denken zu müssen. 🙂

Ich bin gespannt, was nächste Woche dran kommt!

Katja

*Edit: Ganz vergessen: Hier gibt es dank Katrins Fleiss wieder alle Beiträge zum Thema in der Übersicht.