Und jetzt auch noch Gelee

…aus dem Johannis ihm seine Beeren. Nachdem es letztens Eis aus den sauren Früchtchen gab, habe ich tatsächlich nochmal welche für Gelee ergattert. Und weil ich da ein bisschen rumimprovisiert und experimentiert habe und das Ergebnis wirklich gut geworden ist, halte ich hier mal fest, was alles drin war.

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Johannisbeer-Gelee mit Rotwein

Man braucht dafür:

1 kg Johannisbeeren
ca. 200 ml Wasser
200 ml trockenen Rotwein
knapp 400 g Gelierzucker 1:3

Und so geht’s:

Die Johannisbeeren waschen, von den Rispen zupfen und zusammen mit dem Wasser in einem Topf aufkochen und ca. 5 Min kochen lassen bis die Beeren aufgeplatzt sind. Durch ein feines Sieb passieren und gut abtropfen lassen, um die Kerne rauszubekommen.

Bei mir kamen da ca. 800 ml Saft raus. Den Saft mit Rotwein und dem Gelierzucker vermischen und in einem großen Topf 4 Min (oder was auch immer die Zuckerverpackung vorschreibt) sprudelnd kochen lassen. In sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen. Die Gläser für 5 Min auf den Kopf stellen und dann rumdrehen und abkühlen lassen.

Uns schmeckt das so sehr gut, weil es nicht so arg sauer ist wie aus puren Johannisbeeren. Der Rotwein gibt noch einen Akzent im Hintergrund, der die Säure abmildert, aber ohne dass es süßer wird. Für meinen Geschmack ist das viel runder so als mein letztes Johannisbeergelee nur aus Fruchtsaft.

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Katja

Gestern noch

…in der Sonne geblüht, heute schon auf meinem Brot. 😀

Holunderblütengelee:

ca. 20 Dolden Holunderblüten
1 Liter Orangensaft (frisch gepresst oder Direktsaft)
der Saft aus einer Zitrone
500 Gramm Gelierzucker 1:3

Die Blüten so gut es geht von den Dolden abstreifen und für etwa 24 Stunden im Orangensaft baden. Danach die Blüten absieben (ich hab das sogar mit einem relativ groben Sieb gemacht, wo ein paar Blüten mit durchgeflutscht sind. Leider kann man die nach dem Kochen nicht mehr erkennen, die sollten eigentlich dekorativ im Glas aussehen. :D) und in einem großen (!) Topf mit Zitronensaft und Gelierzucker verrühren. Der Topf darf allerhöchstens zur Hälfte gefüllt sein.
Die sehr sauberen (!) Gläser für’s Gelee auf einem feuchten Geschirrtuch in der Nähe des Herdes bereitstellen. Ich sammle über’s Jahr weg alle möglichen Gläser mit Twist Off Deckeln von Oliven, Sauren Gurken und Co und nutze die dann für Marmelade. Direkt vorm Befüllen spüle ich sie nochmal mit heissem Wasser durch und lege die Deckel auch bis zum Verschließen in ’ne Schüssel mit heissem Wasser.
Topf auf den Herd, Herd auf volle Power und unter Rühren aufkochen. Wenn’s sprudelnd kocht noch so etwa 5 Minuten bei voller Hitze weiterkochen lassen und dabei nicht aufhören zu Rühren. Das Gelee sofort in die Gläser füllen (auf dem feuchten Tuch stehen sie, damit das Glas nicht zerspringt, wenn die heisse Pampe eingefüllt wird), verschließen und für ein paar Minuten auf den Deckel drehen.

Fertsch!

Ich hatte vorher noch nie Holunderblütengelee gegessen, aber genau so muss es schmecken – love at first sight!

Katja