Mein dunkles Geheimnis und ein grandioses Geschäftsangebot!

Ich habe seit ein paar Wochen ein neues Lieblings-Duschgel und das ist gleichermaßen toll wie es auch deprimierend ist. Letzteres sowohl für mich als auch für alle anderen, die es mögen und unter Umständen auch für die Herstellerfirma.

Warum?

Nun, ich habe ein dunkles Geheimnis, das ich euch bisher nicht verraten habe: Ich bin Produktvergrämerin.

Was das bedeutet?

Sobald mir ein Produkt so dermaßen zusagt, dass mein innerer Hebel auf ‚Lieblings-Dings‘ umspringt, sind die Tage des jeweiligen Dingses gezählt. Habt ihr euch zB gefragt, was vor etwa 8 Jahren mit der Orbit Geschmacksrichtung Grapefruit passiert ist? Vermisst jemand von euch den Erdbeerlabello? Erinnert sich noch jemand an ‚Momente der Versuchung‘ von Meßmer Tee oder ‚Glückszauber‘ Badeschaum von Litamin?
Und das sind nur einige Beispiele einer mittlerweile schier endlos erscheinenden Liste von Produkten, Duft- oder Geschmacksrichtungen, die ich im Laufe der Jahre zu meinen Lieblingsdingsen erkoren hatte und die kurze Zeit später aus den Läden verschwanden. Doch damit noch nicht genug: hat sich mal irgendjemand gefragt, warum Fish 1988 wirklich bei Marillion ausgestiegen ist? Ihr werdet es jetzt vielleicht ahnen… Es war damals meine absolute Lieblingsband.

Nun ist es also an der Zeit die Restbestände des neu gewählten Lieblings-Duschgels in sämtlichen Läden der Umgebung aufzukaufen und dann zum Abschied leise ‚Servus‘ zu sagen…

Aber, um meiner Eigenschaft als Produktvergrämerin endlich auch mal etwas Positives abzugewinnen und nicht nur den vielen verlorenen Lieblingsgeschmäckern hinterherzutrauern, biete ich ab jetzt meine Dienste der Allgemeinheit gegen ein entsprechendes Honorar* an.

Nervt euch schon lange die Lieblingsnagellackfarbe eurer Freundin? Könnt ihr den Duft des After-Shaves eures Freundes nicht mehr ertragen und er will sich einfach kein neues kaufen? Kocht Mutti immer diesen ekelhaften Matschepamp? Kauft der Kollege immer ausgerechnet den Kaffee, von dem ihr Magenschmerzen bekommt oder der Partner das Müsli, in dem nur so wenige Schokostücke sind? Oder sind Sie gar ein Unternehmen und die Konkurrenz ist mit ihrem Produkt auf dem Markt viel erfolgreicher als Sie?

Dann meldet euch bei mir unter Angabe des Dingses, das ihr vom Markt vertreiben wollt und mit einer ausführlichen Begründung, weswegen ihr es loswerden wollt. Scheut euch bitte nicht, eure Anfragen in die Kommentare zu schreiben, ich werde sie mit der größtmöglichen Diskretion behandeln und euch ein individuelles und unverbindliches Angebot erstellen.

Katja

[*Die Höhe des Honorars richtet sich nach dem Maß an Freude/Überwindung, die es mich kostet, jenes Dings zu meinem Lieblingsdings zu machen. Achtung: Ausgenommen von dem Angebot sind ausdrücklich jegliche Nahrungsmittel mit Lakritzgeschmack, Rosinen, Rosenkohl, Rote Bete, süß-schwere Moschusdüfte, Früchtetees mit hohem Hagebuttenanteil und braune Sofakissen. Die kann ich auch bei aller Liebe nicht so sehr mögen, dass sie Lieblingsdingse werden können. Achtung, Achtung: Ich übernehme keinerlei Garantie dafür, dass das Produkt auf diese Weise auch tatsächlich vom Markt verschwindet. In diesem Fall erstatte ich die Hälfte des Honorars nach Abzug meiner Kosten für die Produktproben auf Antrag in 7-facher Ausfertigung zurück. Achtung, Achtung, Achtung: Dieses Angebot ist selbstverständlich vollkommen ernst gemeint. Ich kann das wirklich! Fragt den ursprünglichen Duft, den Palmolive Aroma Therapy Activity Duschgel mal hatte. Der kann das bestätigen. Der war bis vor 2 Jahren mein Lieblingsduschgel.]

Berühmte Irrtümer der Menschheit

Naja gut. Eigentlich ein total unberühmter Irrtum und auch nur von mir. Aber, falls er mal irgendwann zu den berühmten Irrtümern aufsteigt, hat der Blogartikel immerhin schon den richtigen Titel. Man muss ja gelegentlich vorausschauen und das mündet nicht immer in Irrtümern.

Aber der, um den es hier gehen soll, ist immerhin einer meiner Lieblingsirrtümer, an den ich häufig denke. Meist denke ich daran, wenn ich zum 3. oder 4. Mal an einem Tag hintereinander die Spülmaschine ein- oder ausräume. Nicht, weil ich sie so lange nicht benutzt und hier schmutziges Geschirr gestapelt hätte, sondern weil ich während sie lief so viel in der Küche gewurschtelt habe, dass sie direkt wieder voll ist. Und nochmal. Und nochmal.

Das kommt nicht dauernd vor, aber doch immer mal wieder. Häufiger als ich mir hätte vorstellen können und einmal am Tag läuft sie, bis auf wenige Ausnahmen, stets.

Deswegen muss ich immer grinsen, wenn ich daran zurückdenke, wie wir damals die Küche aussuchten und ich im Brustton der Überzeugung von mir gab, dass ich keine Spülmaschine bräuchte. Ich wäre immerhin vorher auch fast ein ganzes Leben lang ohne ausgekommen. Und ich bin ganz schön froh, dass der Mitdings mich überredet hat, dass wir trotzdem unbedingt eine nehmen sollten.

James Spül, zum 96. Mal in Folge Mitarbeiter des Monats im heimischen Haushalt!

Katja

Wirkt schon

Abendlicher Dia… äh Monolog:

Ah, gehst du in die Küche? Kannst du bitte… ääääh… ach, ich geh schon selber.

Katja

(Während die Monologistin vom Arbeitszimmer in die Küche eilt, um ihre leere Wasserflasche wegzubringen, tätschelt sie verstohlen ihr neues Schritte-zählendes-Armband. Mal sehen, wie lange der Effekt vorhält.)

 *Update:

Verdammt! :mrgreen:

Morgendlicher Küchendialog

ich: *reinschlurf*

Kaffeemaschine: *blinkblink* Hier bin ich! Hier!

ich: Kaffeeee! ♥! *anschalt*

Kaffeemaschine: *aufheiz*

ich: *vorfreu*

Kaffeemaschine: *singsang* Entkalk mich!1elf

ich: Gnmpf. Später. Erst KAFFEEEEE! *escape drück*

Kaffeemaschine: *schmollend* Kooomisch! Ich kann die Kaffeebohnen gar nicht finden. *düdelü*

ich: *auf den Bohnenbehälter klopfend* Guck mal da! Noch halb voll!

Kaffeemaschine: *immer noch schmollend* Hab kein Wasser mehr! Hab kein Wasser mehr!

ich: *knirsch* *Wasser auffüll*

Kaffeemaschine: *jammervolles Geräusch* *dann schnippisch* Entlüfte mich!

ich: Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? *leidend guck, Gefäß unterstell, Taste drück* Jetzt Kaffee? Bitte! Ich entkalke dich nachher! Versprochen!

Kaffeemaschine: Naaa gut. *gnädig Tasse Kaffee rausröchel* Obwohl du es ja nicht verdient hast. Jetzt mach wenigstens den Satzbehälter noch leer. Der ist schon wieder voll.

ich: Ach wieso wohl? Der ist wegen deiner ‚Oh, ich finde ja die Bohnen nicht und entlüfte mich‘-Spielchen voll.

Kaffeemaschine: ÄÄH WAS?! Aber in ein paar Minuten wieder in die Küche geschlurft kommen und mehr Kaffee wollen, ja? Das ham wir ja gerne! *schnaub*

ich: *Maschine tätschelnd* Entschuldige Schätzchen! Bist doch die beste! *mit voller Kaffeetasse wegschlurf*

Was man eben so vorm ersten Kaffee zurechtphantasiert, wenn die Maschine wieder mal umfangreich rumzickt…

Möglicherweise sind Kaffeemaschinen die Vorhut, die uns erst mal alle zu abhängigen Sklaven machen, damit hinterher die Maschinen in nullkommanix die Herrschaft übernehmen können.

Katja (kaffeeschlürfend)

Ein bisschen desillusioniert

Immer, wenn hier jemand mit der Suchanfrage ‚wawuschel rezept‘ landet, frage ich mich, ob da vielleicht wirklich jemand nach einem meiner Rezepte sucht oder ob das vielleicht ein kleines bisschen Hannibal-Lecter-mäßig gruselig ist und dann komme ich gerade zum ersten Mal auf die Idee, das selber mal zu googeln und stelle fest – wie enttäuschend – dass es einen Kuchen gibt, der so heisst; eine kroatische Kokosschnitte.

Das verlangt jetzt eigentlich danach, dass ich den mal ausprobiere und das Rezept hier blogge. Vielleicht sucht dann ja irgendwann mal wer nach ‚wawuschels wawuschel rezept‘. :mrgreen:

Katja

 

Sternzeit 23092014

Logbuch des Captains:

Unsere Landung auf dieser seltsamen, von der Welt gänzlich abgeschnittenen Planeten namens DSL-Störung liegt jetzt 3 Tage hinter uns, doch bisher gibt es noch keine Linderung im Reflex, alles googeln zu wollen. Unsere Kräfte sind nahezu aufgebraucht, die linke Schulter schmerzt, ob des ungewohnten dauerhaften Hochhaltens des kleinen mobilen Kommunikationsgerätes. Der Akku ist dauernd erschöpft, unsere Vorräte an mobilem Datenvolumen sind fast vollständig aufgezehrt. Die geistige Kapazität der Crew nähert sich, durch die mangelhafte Versorgung mit Informationen, jener eines 4-jährigen. Wobei auch das nur einer Vermutung unterliegt, da mir der Zugang zu Daten, die eine genauere Einschätzung zuließen, fehlt.

Heute im Morgengrauen erreichen uns Funkzeichen jener fernen Gottheit, die man als Service-Hotline verehrt. Unter Umständen wird uns noch heute ein, mit einem Techniker bemanntes Rettungsshuttle von diesem Höllenplaneten abholen. Die Hoffnung mobilisiert unsere letzten Reserven…

Katja

So oder so ähnlich muss das gewesen sein.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

wir alle bilden ein großes Team, auch wenn das im täglichen Geschäft oftmals ein wenig untergeht. Daher soll unser diesjähriger Firmenausflug explizit der Teambildung dienen.

Einander vertrauen, einander unterstützen – das sind die Themen, an denen wir arbeiten wollen und daher steht auf dem Programm der Besuch eines Kletterwaldes mit Hochseilgarten. Dort werden wir lernen, dass der Erfolg eines jeden einzelnen von uns, von der Gruppe abhängt und dass wir in allen Situationen voneinander lernen und einander helfen können.

Wir treffen uns am Dienstag Morgen am südlichen Rand des Erdbeerfeldes. Von dort ausgehend wandern wir den Tag über einmal quer über den Gartenweg mit Übernachtung am Nordrand der Wiese. Bitte bringen Sie dafür alles Notwendige und vor allem Ihre Behausung mit. Mittwoch in aller Frühe treffen wir auf der Wiese die Kollegen vom Blumenbeet, die bereits montags starten, um rechtzeitig am Treffpunkt zu sein. Nach einem gemeinsamen ausgedehnten Frühstück geht es dann direkt los mit der Kletterpartie!

Wir freuen uns auf Ihre rege Teilnahme und unser gemeinsames ‚Firmenevent‘.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Personalabteilung

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