Falling deeply

Ich kann mich nicht erinnern, auf welchem Weg oder wo in diesem Internet ich vor langer Zeit über diesen Song gestolpert bin. Vor ein paar Tagen habe ich endlich den zugehörigen Film „Once“ gesehen und seitdem Glen Hansards Stimme im Ohr.

Der Film ist wunderbar, unaufgeregt. Im Vordergrund steht die Musik, die beide Protagonisten auf so grandiose herzerwärmende und vor allem glaubwürdige Weise lieben und leben, dass es mich nicht wunderte, hinterher zu lesen, dass die Filmmusik fast vollständig von den beiden (die im Film übrigens keine Namen haben und auch im Abspann nur als ‚the guy‘ und ‚the girl‘ auftauchen) stammt. Und dann bei Wikipedia weiterklickend und -lesend wird mir der Grund für die Glaubwürdigkeit klar. Markéta Irglová macht seit ihrem 7. Lebensjahr Musik, lernte erst Klavier und dann mit 9 Jahren Gitarre spielen. Glen Hansard, der Sänger von ‚The Frames‘ verließ mit 13 die Schule um als Straßenmusiker in Dublin zu arbeiten – einen solchen verkörpert er auch im Film.

Und wenn man die beiden zusammen im Film gesehen hat, ist es irgendwie tröstlich, hinterher zu lesen, dass sie nach den Dreharbeiten (die übrigens nur 17 Tage dauerten) ein Paar waren und auch gemeinsam als ‚The Swell Season‘ Musik machten (noch machen?).

Falls tatsächlich ausser mir noch jemand den Film nicht kennt, hier der Trailer:

Hach und noch eins:

Oh und gerade noch entdeckt: Hier gibt es auch den Trailer, Infos zum Film und man kann den kompletten Soundtrack anhören. 🙂

Katja

 

kurz zitiert #29

Am Ende fließen alle Dinge ineinander
und aus der Mitte entspringt ein Fluss.
Der Fluss wurde bei der großen Überschwemmung der Welt begraben
und fließt aus dem Keller der Zeit über Steine.
Auf einigen der Steine befinden sich zeitlose Regentropfen.
Unter den Steinen sind die Wörter,
doch einige der Wörter wird man nie verstehen.

(Gedicht am Ende des Films ‚Aus der Mitte entspringt ein Fluss‘)

 

Vor Jahren hatte ich den Film schonmal gesehen und konnte mich kaum noch daran erinnern. Jetzt, nachdem ich ihn wiedergesehen habe, ist direkt die Romanvorlage auf meiner langen Wunschliste gelandet. Oft sind es wirklich die Filme und Bücher, in denen vordergründig gar nicht so viel Handlung stattfindet, die so nahe an mich herankommen. Das ist wieder mal einer davon. Ich bin gespannt, ob das Buch bei den wunderbaren Bildern mithalten kann, die den Film ausmachen. Dass der Roman autobiografisch ist, macht mich irgendwie noch neugieriger auf die sicher längere Version der Geschichte.

 

Ich kann mich dem Wasser nicht entziehen…

(Norman Maclean in ‚Aus der Mitte entspringt ein Fluss‘)

 

(Hochwasser im Januar 2011 am Rhein)

Katja

kurz zitiert #28

Jeder Mensch hat das Recht, einen Narren aus sich zu machen. Man darf sich nicht zu sehr nach dem Urteil der anderen richten, weisst du?

(Ruth Gordon als Maude in Harold und Maude)

 

Mit 16 oder 17 sah ich zum ersten und bis heute einzigen Mal diesen Film, der schon so alt ist wie ich. Ich wusste nur noch, dass ich damals sehr davon fasziniert war, nicht mehr weswegen – bis ich ihn heute wieder gesehen habe.  ♥

Und kaum etwas trifft es besser als jener Song von Cat Stevens, der einige Male im Verlauf des Films zu hören ist.

Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
‚Cause there’s a million things to be
You know that there are

And if you want to live high, live high
And if you want to live low, live low
‚Cause there’s a million ways to go
You know that there are

You can do what you want
The opportunity’s on
And if you can find a new way
You can do it today
You can make it all true
And you can make it undo
you see ah ah ah
its easy ah ah ah
You only need to know

Well if you want to say yes, say yes
And if you want to say no, say no
‚Cause there’s a million ways to go
You know that there are

And if you want to be me, be me
And if you want to be you, be you
‚Cause there’s a million things to do
You know that there are

~Cat Stevens, If you want to sing out~

Katja

All you gotto do is

…just have a little faith in me.

Vor etwa einem Jahr habe ich zum ersten Mal Benny und Joon gesehen und gerade festgestellt, dass ich da noch schrieb, dass ich Johnny Depp eigentlich gar nicht so sehr mag, ihn aber in diesem Film zum anbeten und niederknien fand. Erstaunlich, wie sich meine Wahrnehmung von ihm durch diese Rolle gewandelt hat, denn seitdem liebe ich ihn in quasi allen Filmen. In diesem immer noch ganz besonders. Auch wenn er heute nicht mehr neu für mich war, hat er mich gleichermaßen berührt wie beim ersten Anschauen. Hachz. ♥ Have a little faith in me.

Und bei jedem Anschauen schenkt er mir einen großartigen neuen Ohrwurm.

Katja