Zehn

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Es gibt ein Restaurant, in dem traue ich, als bekennender Rote-Bete-Muffel mich, genau jene ungeliebte Knolle zu bestellen, weil ganz klar ist: wenn irgendwer es schafft, die in lecker zuzubereiten, dann die Küche dort. Exakt so war’s, die Suppe mit dem Vanille-Meerrettich-Schaum war genauso traumhaft wie der Rest.

Heute: Pappsatt. Zufrieden. Müde.

Katja

(Ansonsten gab’s noch Filet vom Odenwälder Rind auf Rotwein-Balsamico-Reduktion mit getrüffelten Bandnudeln und Salat (den ich natürlich erst geknipst habe, als ich seine Schönheit schon zur Hälfte verputzt hatte) und hinterher Kokos-Chili-Parfait auf Mangospiegel für mich, Lachs- und Heilbutt-Tartar auf Rösti, Kaninchenrücken im Mandelmantel mit Buttergemüse und Kräuter-Gnocchi und warmen gedeckten Apfelkuchen mit Waldfrucht-Mascarpone-Eis und Preisselbeeren für den Mitesser.
Man möchte weinend zusammenbrechen und nie wieder selber einen Kochlöffel anfassen. Aber Kräuter-Gnocchi – herrje, die muss ich demnächst unbedingt ausprobieren. :D)

Ismirübel

Es gibt so Dinge, die sagt/macht man und keine 5 Minuten später fragt man sich dann schon, was für ein Teufel einen da geritten hat.

Geht mir gerade wieder mal so. Ich war gestern so leichtsinnig zuzusagen, dass ich heute Spanisch Essen gehe. Mit fast nur wildfremden Menschen, nämlich nicht mit meinem Kurs sondern mit jenem, den meine Spanischlehrerin in einem der Nachbarorte hält. Und ausser mir kommt nur ein weiterer aus meinem Kurs mit.

Es ist schon immer vorher nervenaufreibend genug, mit den Leuten, mit denen ich jede Woche im Klassenzimmer sitze, auf einmal für 2 Stunden um einen Restauranttisch zu sitzen. Mir zieht sich seit gestern Abend der Magen zusammen bei dem Gedanken, das heute mit lauter Fremden zu erleben. Ufff.

Ich hoffe so sehr, mein Kursmitstreiter, mit dem ich gestern Abend quasi einen ‚ichlassdichnichthängenwenndumichnichtalleinedahängenlässt‘-Pakt inclusive Austausch der Handynummern, damit wir uns im Not-, Ernst- oder Nichterscheinensfall via SMS gegenseitig absagen können, kommt auch wirklich.

Ufff. Ufff.

Ich muss gleich los und mirissoübel.

Aber und das ist ein ziemlich großes ABER: Ich hab den ganzen Tag der Versuchung widerstanden, abzusagen. Trotz meines Autos, das seit 2 Tagen zickt und mit dem ich gestern fast nicht nach Spanisch nach Hause gekommen wäre. Trotz der Erkältung, die gerade täglich ein bisschen schlimmer wird als am Vortag. Trotz der Kälte und Unlust und des am liebsten auf dem Sofa gammeln wollens.

Statt dessen OMMMMe ich mir selber die Ohren voll, dass ja eigentlich gar nichts passieren kann. OMMMM.

Also ausser, dass ich zu spät kommen könnte, wenn ich nicht langsam aufhören würde, hier zur Ablenkung zu bloggen und mich stattdessen auf den Weg zu machen.

Prost Mahlzeit!

Katja: 1
Schweinehund: 0