Ka-putt-tja

Gerade: Tee mit ’nem ordentlichen Schluck Rum, Zucker und Zitrone.

Gleich: Bett in der Hoffnung, dass sich die fiese Erkältung mitsamt dem restlichen Weltschmerz dieses überaus doofen Tages über Nacht verflüchtigt.

Morgen: kann nur besser werden. OMMM. (Immerhin dieser Teil des Optimismus funktioniert gerade wieder. Wenn das kein gutes Zeichen ist!)

Ka-putt-tja

 

Gedankenplätschern zum ersten Kaffee seit langem

Es fühlt sich merkwürdig fremd an, nach einer Woche den ersten Kaffee zu kochen, die Tasse zu schnappen und damit an den Rechner zu gehen, der hier eine Woche lang ausgeschaltet als Deko rumstand.

Der erste Kaffee schmeckt merkwürdig, so wie in der letzten Woche alles merkwürdig oder eigentlich nach gar nichts geschmeckt hat, aber ich kann keinen Tee mehr ertragen. Genausowenig wie Hühnersuppe aus der Dose, die es notgedrungen gab. Und auch am Rechner zu sitzen und hier ins Eingabefeld zu tippen ist irgendwie ungewohnt und fremd.

Jessas, selten hat mich ’ne Erkältung so heftig ins Aus geschossen, dass wirklich so viele Tage lang gar nichts mehr ging – ausser schlafen und gelegentlich, wenn ich wach war, lesen. Auf ’ne Handvoll Mails mit dem Handy hab ich’s wohl gebracht und wenigstens mein tägliches Foto hab ich via Handy geknipst (und dank WP-App gebloggt), fast alle im Liegen, mit Motiven rund um’s Bett. Ansonsten nur Ruhe, Ruhe, Ruhe.

Dazu passte auch die Dumpfheit meiner Sinne. Kein Geschmackssinn, kein Geruchssinn, nur dumpfes Hören. Als wäre ich in eine Schicht Watte gewickelt und auch das Hirn fühlte sich wattig an.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, graut mir davor, heute irgendwann raus in den Schneeregen zu müssen – auch, weil mein Anstrengungspegel gerade schon bei Spülmaschine aus- und einräumen bis in den roten Bereich ausschlägt – aber ich muss dringend einkaufen. Ich lechze nach Vitaminen in ausschweifenderer Form als in eine Multivitaminbrausetablette gepresst.

Vielleicht sollte ich das direkt erledigen, bevor ich in Versuchung gerate, mich im Web festzulesen, immerhin meldet der Feedreader über 600 ungelesene Beiträge. Und in der Wohnung gäbe es eigentlich auch mehr als eine Baustelle und Wäsche müsste ich auc… Halt. Stopp. Vielleicht sollte ich auch einfach langsam anfangen. Das erhöht die Chance deutlich, überhaupt was davon zu schaffen und nicht morgen direkt wieder flachzuliegen. Der Resthusten und Restschnupfen reicht vollauf, das muss nicht nochmal schlimmer werden.

Also jetzt: Liste machen und nach Prioritäten ordnen.

Katja (Hustenfee)