Tageshighlight / 16 to go

„Das gefällt mir wirklich gut, was Sie da machen. Sie haben gerade einen guten Weg eingeschlagen. Das wird noch ein langer Weg, aber ich glaube, das war jetzt eine wirkliche Schlüsselsituation.“

Und ich so:

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(Symbolbild)

 

 

*ächz*

Katja

 

Auf den zweiten Blick

Auf den ersten Blick erscheint mir mein innerer Schweinehund immer fies, gemein und nutzlos, mit seiner doofen Art, mir dauernd im Weg rumzustehen, mich am Hosenbein festzuhalten oder simpel auf mich einzureden und mir damit in manchen Dingen ungeheuere Überwindung abzuverlangen, etwas bestimmtes zu tun.

Vorhin ist mir aufgegangen, dass ich ihm mit dieser Einschätzung vielleicht doch unrecht tue. Wie gut es sich anfühlt – manchmal wirklich bis zum Hochgefühl gesteigert – den Schweinehund wieder mal überwunden zu haben und genau das, was er mit aller Gewalt verhindern wollte, getan zu haben, ist manchmal wirklich unvergleichlich und kann mir gelegentlich selbst an furchtbar trüben Tagen dann doch noch ein Lächeln abringen.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, wie es wohl Menschen gehen mag, die ohne Antriebsprobleme alle Dinge einfach anpacken. (Gibt es die überhaupt?) Hat man dann trotzdem ein Erfolgserlebnis, weil man etwas geschafft hat? Braucht man das überhaupt in der Stärke, wenn es keinen Einfluss darauf hat, wie gut man den Schweinehund beim nächsten Mal überwinden kann? (Das wird ja leichter, wenn man in so ’nem Erfolgserlebnisdingensrun erst mal drin ist.)

Ich denke auf jeden Fall drüber nach, mich mit meinem inneren Schweinehund zu versöhnen. So langsam dämmert mir echt, dass er ja nur in guter Absicht handelt, gar nicht damit ich scheitere, sondern damit ich ihn überwinde. So Sparringspartnermäßig.

Ist es eigentlich sehr beknackt, seine Antriebslosigkeit zu vermenschlichen als wäre sie eine Waschmaschine? 😕

Katja