Selbsttröstung, dekadente Ausführung

Gestern einen doofen Tag gehabt, danach dann beim Einkaufen mal alle Strenge mir selber gegenüber und die eigenen Prinzipien, nur Erdbeeren zu essen bzw. zu kaufen, die in der Region gewachsen sind, über Bord geworfen, weil mir dringend danach war, irgendwas Tröstendes mit nach Hause zu schleppen. Und was wäre da besser geeignet als frische Erdbeeren?

Heute dann spontan beschlossen, sie nicht einfach nur so wegzunaschen und seit langem mal wieder gebacken. Das lenkt ja auch ab und tut gut und ausserdem lagen die neuen Törtchenförmchen schon seit Monaten im Schrank und ich hatte sie noch nicht mal ausprobiert, weil ich völlig backunlustig war.

Jetzt hocke ich hier mit dem Ergebnis und lasse es mir gut gehen.

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Und ja: ich würde euch unheimlich gerne was abgeben. 🙂

Katja

Strawberry Fields Forever ♥

Und wenn du dann mit einer ganzen Schüssel voller Glück in kleinen roten Bären aus dem Garten kommst, dann weisst du genau, wofür sich die ganze Mühe lohnt.

*

Katja

How to pimp your Keksreste auf

Also nehmen wir mal an, ihr hättet gerade zufällig noch so 10-12 Vollkornbutterkekse und wüsstet nicht so recht, was ihr damit anfangen sollt.

Dann braucht ihr euch ausserdem nur noch

3-4 EL Amaretto
250 Gramm Quark
100 ml Sahne (oder Creme.fin oder sowas)
50 Gramm Zucker
1 TL Vanilleessenz

und 500 Gramm Erdbären zu besorgen und dann könnt ihr das hier draus basteln:

Falls ihr keine Keksreste habt, könnt ihr stattdessen aber auch Amarettini oder sowas besorgen/verwenden.

So geht’s:

  • Erdbären waschen und halbieren
  • Kekse grob zerbröseln und mit Amaretto beträufeln
  • Sahne schlagen
  • Quark mit Zucker und Vanilleessenz verrühren
  • Sahne unter die Quarkmasse rühren
  • möglichst dekorativ in Schälchen oder Gläser schichten – wobei ja alleine die Anwesenheit von Erdbären ohnehin jedes Gericht zu einem ungeheuer attraktiven Gericht macht!
  • losheulen, weil das Ganze erst noch 2-3 Stunden im Kühlschrank verweilen sollte und man sich nicht direkt drauf stürzen darf

Katja (Nachtisch-aus-Resten-Improvisationsfee)

Promise

Und dann denkst du, du hast dich verguckt, weil das doch schlicht gar nicht sein kann. Nicht zu dieser Zeit. Nicht am ersten Mai. Aber auch der zweite und dritte Blick bestätigen, dass das sattes saftiges Rot ist und wenige Augenblicke später, hältst du sie in der Hand, beisst ab und schmeckst die Süße und Fruchtigkeit und denkst so ‚Hell yeah! Wer braucht schon importierte Gewächshauserdbären, wenn man die erste eigene schon am 1. Mai(!!1elf) ernten kann?!‘ Und du liebst deinen Garten, weisst in diesem Moment wofür der ganze Muskelkater und die Schrammen und freust dich auf den Sommer, weil die Süße dieser einen einzigen schon erröteten Beere wie ein Versprechen schmeckt.

Katja

Süchtling

Sommer! Ihr wisst schon: dieses Warme da draussen. Oder noch genauer bzw. besser: Das mit den ERDBÄREN!

Mein Header war mir zu traurig für das Gefühl gerade, also musste der schon wieder weichen und zwar etwas, woran ich mich im Augenblick kaum sattsehen/essen kann.

Seit Jahren habe ich nicht mehr so exzessiv Erdbären gefuttert wie dieses Jahr. Täglich.

Erdbären machen glücklich!

Mich zumindest.

Katja

Erdbärprinzessin

Eigentlich kommt mir Zeit ja (fast) immer rasend schnell vor. Wenn ich aber über vier Wochen lang bei jedem Nachfragen an der Spargelbude auf mein „Wann ist denn mit Erdbären zu rechnen?“ als Antwort „In zwei Wochen“ ernte und diese Frist sich nicht mal um einen lächerlichen Tag verkürzt, kommt es mir fast wie ein Wunder vor, gerade die erste Erdbäre für dieses Jahr in den Mund zu stecken und genüsslich darauf rumzulutschen.

Die 3,80 Euro, die das Pfund kosten sollte, haben mich ordentlich schlucken lassen – Jessas, das sind 15 Mark für’n Kilo Erdbären! In Anbetracht der Tatsache, dass sie mich seit Januar (unfassbar!) im Supermarkt mit den süßen roten Früchtchen foltern und ich beschlossen hatte – und durchgehalten habe!1einself – dieses Jahr erst dann welche zu kaufen, wenn es deutsche gibt, also bestimmt 20, 30 oder mehr Euro eingespart habe, die ich ansonsten schon für importierte Erdbeeren ausgegeben hätte, hab ich sie mir ohne schlechtes Gewissen gegönnt.

Und jetzt hole ich mir noch eine, mache die Augen zu, vergesse, dass ich beim Einkaufen vor der Spargelbude einmal komplett durchgeweicht bin, weil immer noch so Murkswetter ist und genieße den süßen Geschmack von Sommer!

Katja