’ne Parkbank bei Planten un Blomen

Ich finde, ein Park könnte kaum einen schöneren Namen als ‚Planten un Blomen‘ haben. Zum ersten Mal bewusst habe ich den Namen wahrgenommen als ich den großartigen Film ‚Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe‚ gesehen habe.

Der Soundtrack des Films stammt von Element of Crime und ‚Ein Hotdog unten am Hafen‚ (Klick für tape.tv. Ich habe leider keine Version gefunden, die sich einbinden lässt.) ist seitdem einer meiner Lieblingssongs von EoC und in eben jenem Song lautet eine der Textzeilen ’ne Parkbank bei Planten un Blomen‘. Und irgendwie hatte ich die Zeile und das Lied dauernd im Ohr während der zwei Besuche dort im Park.

Irgendwie fühlte es sich skurril an, einen Park zum ersten Mal abends im Dunklen zu besuchen und ich war ganz schön erstaunt, wie viele Menschen dort um diese Zeit unterwegs waren. Praktischerweise war es sehr einfach, den See trotz der Dunkelheit zu finden, weil alle, die dort unterwegs waren, scheinbar das gleiche Ziel hatten. Dooferweise war es dann auch ganz schön voll dort. Obwohl wir über eine halbe Stunde vor Beginn am See waren, haben wir gerade noch so ein freies Plätzchen auf der Mauer ergattert.

Das Konzert war wirklich großartig! Klassische Musik (‚Der Karneval der Tiere‚ wurde gespielt.) und die bunt angeleuchteten Wasserfontänen, die sowohl in Farbe als auch in Form die jeweiligen Tiere erkennen ließen, um die es gerade in der Musik ging… ich habe das Gefühl, das nicht sinnvoll beschreiben zu können, alle Worte werden dem nicht gerecht. Wer zwischen Mai und September Hamburg besucht, sollte sich diese Stimmung auf keinen Fall entgehen lassen!

Und es ist grandios, wenn einem bewusst wird, dass es so viel Vergnügen noch dazu kostenlos gibt (es kostet nämlich nicht mal Eintritt) – in einer Zeit, wo man andererseits 5 Euro für ’nen Becher Kaffee ausgeben kann.

(Klick macht groß)

Die Fotos im Hellen stammen vom Sonntag. Da haben wir beim Hamburgabschiedsspaziergang noch einen Schlenker über Planten un Blomen gemacht und das lohnt sich alleine für die Schildkröten auf dem Floß genauso wie der Besuch im Dunklen. 😀

Schön da! Wie ja fast an allen Ecken, die wir gesehen haben. ♥

Katja

Von Alcaidesa nach Tarifa über Delmenhorst

Element of Crime zu hören, erfüllt mich immer mit einer Ruhe, die sich irgendwie skurril anfühlt. Dabei weiss ich nicht mal ob skurril das richtige Wort dafür ist, es ist einfach so, dass mir gar kein wirklich passendes Wort dafür einfällt, wie besonders sich die Musik für mich immer anfühlt.
Steigerungsfähig ist das noch, wenn man Element of Crime hört, während man auf einer spanischen Autovia im Feierabendverkehrsstau steht und der Sonne zuschaut, wie sie hinter den Bergen untergeht und wenn man kurz vorher zum ersten Mal einen Roman von Sven Regener gelesen hat und einem der Schreibstil zur Musik im Kopf nachhallt, so wie man beim Lesen auch immer seine Stimme im Kopf hatte und wenn man merkt, wie durchgängig stimmig man die Worte empfindet, die dieser Mensch findet, wie durchgängig die Stimmung, die er vermittelt.

Und dann denke ich, Gefühle müssten sich unbedingt konservieren lassen. Momente, die ich im ‚Einmachregal‘ im Keller meiner Oma lagern würde – dieser Augenblick im Stau auf der spanischen Autovia würde dort landen.

Katja

Robert Zimmermann

…wundert sich über die Liebe.

Nachdem ich den Film schon seit Monaten auf meiner Wunschguckliste recht weit oben hatte, hab ich ihn jetzt endlich gesehen. Neugierig drauf war ich primär, weil der Soundtrack von Element of Crime ist. Ich kann zwar absolut nicht erklären, was ich an denen so mag und kann sie auch nicht zu jeder Zeit hören, aber irgendwie stehe ich ordentlich drauf.

Passender könnte ein Soundtrack kaum einen Eindruck vom Film vermitteln. Einfach schön. Bisschen verschroben und schräg, bisschen romatisch, ein Mix aus modern und altmodisch, mit Klamotten in denen man wohl ausser in Hamburg oder im Ruhrgebiet (so zumindest meine Vorstellung) nirgendwo in dieser Zeit, heil über die Strasse gehen könnte. Weisse Röhrenhosen, weisse Slipper. Und trotzdem ist die Hauptfiger so liebenswert gezeichnet, dass man ihm sogar solche Sünden nicht übel nehmen kann.

Wer die Musik von Element of Crime mag, muss den Film einfach auch mögen.

Den Hotdog unten am Hafen gab’s hier schonmal, daher jetzt der eigentlichen Titelsong:

Katja