Against desert desserts, Teil 2

Neulich im heimischen Wohnzimmer:

„Wir brauchen mal vernünftige Glasbehältnisse für hübsche Desserts…“
„Ja dann besorg doch welche.“
„…sonst muss ich immer diese großen Gläser nehmen, wenn ich was schichten will und es werden so Riesenportionen.“
„Vergiss das wieder, was ich gerade gesagt habe.“

*

Die Wunderbare Welt des Wissens wünscht sich einfache Dessertrezepte – wir müssen jetzt also eine Weile lang sehr tapfer sein und Nachtisch verdrücken, denn das ist eine wichtige Mission!

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Ich weiss gar nicht genau, wie ich das jetzt nennen soll. Hat vielleicht jemand eine Idee für einen Namen, der irgendwie toller klingt als ‚Heidelbeeren mit Keks- und Quarkzeug‘?

Man braucht dafür:

2 Handvoll Cantuccini – das sind diese harten italienischen Mandelkekse. Man kann vermutlich auch beliebige andere Kekse dafür nehmen, ich find’s aber mit den Cantuccini toll, weil die – auch wenn man alles vorbereitet und schichtet und kalt stellt – nicht komplett durchweichen sondern ihren Biss behalten.

Für die Quarkmasse braucht man:
250 g Quark
200 g Schlagsahne
1-2 EL flüssiger Honig oder Holunderblütensirup oder aber Zucker zum Süßen

beliebiges Obst, vorzugsweise Beeren, die man dazwischenschichtet

Das auf meinen Bildern ist eine Art Heidelbeersoße, die ich aus frischen Beeren gekocht habe und nur oben drauf zur Deko sind ganze Beeren.

Für die Heidelbeersoße braucht man:
100 g frische Heidelbeeren
20 g Zucker
20-30 ml Wasser
2 – 3 großzügige Schuss Amaretto

Und so geht’s:

Die Canutccini in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz oder einem Hammer ein paarmal kräftig draufschlagen, so dass sie zerbröseln, aber noch große Stücke übrig bleiben.

Den Zucker in einem kleinen Topf schmelzen und ganz leicht hellbraun karamellisieren, dann mit heissem (!) Wasser (evtl. braucht man auch noch ein bisschen mehr falls das zu schnell verdampft) ablöschen und rühren bis sich das Karamell aufgelöst hat. Dann die Heidelbeeren dazugeben und den Amaretto und so lange köcheln lassen bis die Heidelbeeren sich leicht mit dem Löffel zerdrücken lassen. Heidelbeeren zerdrücken, einkochen bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat und dann den Topf vom Herd nehmen.

Den Quark mit dem Honig (oder Sirup oder Zucker) glatt rühren, die Sahne steif schlagen und die Sahne mit einem Schneebesen unter den Quark rühren.

Die Keksbrösel, die Quarkmasse und die Heidelbeersoße (oder frische Beeren) abwechselnd in ein Glas schichten und noch ein paar Kekskrümel und frische Heidelbeeren drüber streuen.

Im Kühlschrank parken und über die großen Augen von eventuellen Mitessern freuen.

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Katja

Against desert desserts

Die Wunderbare Welt des Wissens liebt Desserts (wer nicht?) und ich versprach, hier demnächst/bald/in Zukunft auch ein paar der (ganz) schnöden Rezepte aufzuschreiben, die normalerweise gar keinen Weg ins Blog finden, weil ich denke, dass sie dafür eigentlich viel zu simpel sind. Aber vielleicht ist gerade bei den schlichten Sachen die ein oder andere Idee dabei, an die sich auch ungeübte Nachtischeusen und -eure rantrauen. 🙂

Folglich geht es hier mit etwas ganz einfachem los, das mich aber gerade vor ein paar Tagen wieder sehr mit seiner Intensität verblüfft hat.

Man braucht dafür:

Orangen
braunen Zucker
Grand Marnier

Und so geht’s:

Die Orangen (pro Nase so 1-1,5) in ca. zentimeterdicke Scheiben schneiden und incl. der weissen Haut aussenrum mit einem scharfen Messer abschälen. Die Scheiben nebeneinander auf einen Teller legen, mit ein bisschen braunem Zucker bestreuen und mit Grand Marnier beträufeln. Ein paar Minuten durchziehen lassen. That’s all!

Der braune Zucker bringt eine leicht karamellige Süße mit, der Orangenlikör (den man vermutlich sogar weglassen könnte, aber wer will das schon?) intensiviert den Orangengeschmack.

Praktischerweise findet sich dazu sogar ein Foto auf meinem Rechner. Genauso unspektakulär wie die Zubereitung. 😀

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Optinonal passt da sicherlich auch noch ein Klecks Naturjoghurt oder Vanilleeis oder so dazu. Ich brauche (und will) da aber gar nichts weiter, weil ich es gerade durch die Schlichtheit so verblüffend finde.

Fast noch lieber mag ich die Kombination von Grand Marnier mit Erdbeeren. Das gab es hier, zur besten Erdbeerzeit mit Erdbeeren aus dem eigenen Garten, häufiger. Entweder nur geviertelte Erdbeeren, mit einem winzigen bisschen braunen Zucker und Grand Marnier mariniert (das darf gerne ein Stündchen durchziehen) oder noch mit einem Klecks Naturjoghurt oben drauf. Der Joghurt mit dem Saft, den die Erdbeeren ziehen, vermischt – himmlisch.

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Katja

(Liebe Wunderbare Welt, bitte motzen Sie, falls das jetzt doch zu banal oder exotisch oder wasauchimmer sein sollte! :))