Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #9

Wo ist hier nur Gleis 9 3/4?

Jetzt aber endlich: Florenz! Eigentlich will ich mich um 7 vom Wecker wecken lassen. Das ist aber wieder mal gar nicht nötig, weil ich schon vor 6 nicht mehr schlafen kann. Dann also wenigstens Zeit, in Ruhe Kaffee zu schlürfen und ein bisschen wach zu werden. Das ist ja auch nicht verkehrt.

Wir kommen endlich mal so rechtzeitig wie geplant los (was – und das muss ich hier natürlich ausdrücklich betonen – in keinerlei Zusammenhang mit meinem verfrühten Aufwachen steht, sondern rein der übergroßen Disziplin an diesem Morgen geschuldet ist) und haben auch eine grobe Vorstellung davon, wo wir parken können. Sinchen hatte mir den Parkplatz an der Fortessa Fiera empfohlen, den hatten wir vorher im Navi abgespeichert und der war auch gut in der Stadt ausgeschildert. Als wir ins Parkhaus fahren, ist es dort noch ziemlich leer und wir können problemlos parken, dieses Mal mehr Wasser im Rucksack verstauen, damit wir nicht wieder viel zu wenig trinken, wie in Siena, und dann los – erst mal in Richtung Dom. (Klick macht alle Fotos größer)

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Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #6

Ha, Moment! Ich brauche unbedingt noch ein paar Postkarten!

Dann endlich rein in den Dom und ich muss erst mal direkt bei der Tür stehen bleiben, um diese ganzen Eindrücke zu verabeiten. (Klick macht alle Bilder groß.)

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Wie schön das ist mit den gestreiften Säulen. Ich muss an Leuchttürme denken und an Ringelsocken und mir gefällt das auf Anhieb wahnsinnig gut. Ringsum steht eine Menge Leute, vor allem Frauen und Mädels mit seltsamen Umhängen. Die sind dort tatsächlich darauf eingestellt, dass die Besucher sich nicht – im Sinne der strengen italienischen Kirche – angemessen bekleidet haben und weisen die Besucherinnen dann aber nicht ab, sondern verteilen Einwegüberzieher, wenn jemand im ärmellosen Top oder mit zu kurzen Hosen kommt. Ich kann mich gar nicht erinnern, wie die Spanier das handhaben, derartige Überzieher habe ich dort nie gesehen, vielleicht wird das dort tatsächlich weniger eng gesehen.

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Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #5

Siena – Ach du meine Fresse! Hast du DAS gesehen?

Beim Cappuccino in Pistoia hatten wir beschlossen, am nächsten Tag nach Siena zu fahren und eigentlich auch nicht so spät aufzubrechen, aber dann ist es doch schon später Vormittag bis wir einigermaßen in die Gänge gekommen sind und loskommen. Das Navi kommt mit der Strecke auf dem Berg zu unserer Wohnung gar nicht gut zurecht und so verfransen wir uns erst mal wieder in den Bergen und sind plötzlich kurz vor Montecatini Alto, das ja eigentlich auf den Nachbarhügeln liegt. Wir haben nicht so wirklich Ahnung, wie wir da nun gelandet sind, aber an einer Stelle geht es nicht mehr weiter, weil da nur noch Fußgängerzone kommt und so drehen wir und machen uns wieder auf den Weg den Berg hinab. Nicht, ohne wenigstens kurz anzuhalten und die Aussicht zu genießen. Das ist es, was die Berge reichlich zu bieten haben und das, was mir zu Hause in der Erdgeschosswohnung am meisten fehlt – ein bisschen in die Weite gucken. (Klick macht alle Fotos groß.)

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Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #1

Hinter mir liegen, gerade noch ganz frisch, 7 Tage in der Toskana und bevor das jetzt wieder ein Jahr lang dauert bis ich die Fotos sortiere und ein paar davon, zusammen mit ein paar Reiseerinnerungen, hier festhalte, mache ich’s ausnahmsweise lieber gleich. Naja zumindest gucke ich mal, wie weit ich dabei komme.

Los geht’s! Von Südhessen bis kurz hinter’n ersten italienischen Cappuccino.

13.07.2013, nachts um 2 Uhr. Nachdem Schlafen gar nicht funktioniert hat, ist zumindest alles pünktlich fertig verpackt und ich habe 2 Tassen löslichen Kaffee intus (weil die Kaffeemaschine längst eingepackt ist), bin frisch geduscht und abreisefertig.

Also los! Vermutlich zum ersten Mal überhaupt ganz pünktlich zur vorher angepeilten Abfahrtszeit. Aber nach einer Weile merke ich, wie die Augen bei jedem Rücklicht auf der Autobahn brennen und mache die Augen erst mal zu und döse wenigstens ein bisschen. Dann, schon kurz vor 5, wird aus dem Schwarz draussen langsam ein Blau und vor ebenjenem zeichnen sich die ersten Umrisse der Berge immer deutlicher ab und da ist es dann auch schon ganz mit dem Dösen vorbei. Immerhin gibt es jetzt draussen was zu sehen!

Morgendlichen Nebel zum Beispiel und darüber die Berge. (Klick macht alle Fotos größer.)

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Mir lasse de Dom in Kölle

…auch wenn mir das gestern nicht so leicht fiel und ich den schon am liebsten hätte einpacken lassen um ihn für den heimischen Garten mitzunehmen. Einfach schön. Riesig. Beeindruckend.

Ich mag die großen katholischen Kirchen – so lange kein Gottesdienst drin stattfindet. Hinsetzen. Zur Ruhe kommen. Tief durchatmen. Drüber nachdenken, wie das mit der höheren Macht so ist. Irgendwie bin ich ja schon ein gläubiger Mensch (insofern ich daran glaube, dass es etwas gibt, größer ist als das, was ich zu verstehen in der Lage bin; insofern, dass etwas so großartiges wie Leben nicht einfach aus nichts kommen kann, zumindest nicht beseeltes Leben), wenn auch kein religiöser.  Ich mag die Ruhe von Kirchen. Ich mag es, so winzig wie ich bin, durch so ein riesiges Gebäude zu laufen, mit meinen Gedanken ganz alleine, mag das Gefühl, dass all die Alltagshektik vor der Tür Halt macht und keinen Zutritt hat.

Wenn, ja wenn, große Kirchen denn noch ein Ort der Ruhe wären. Unglaublich, wieviele Menschen da laut lärmend durchhetzen, ins Handy „ja, wir sind gerade im Kölner Dom unterwegs…“ brüllend, ihren Homies „er so…. und dann ich so….“-Geschichten erzählend, dass man meint, in einem Einkaufszentrum zu sein und nicht in einer Kirche. Manchmal fühle ich mich wirklich wie auf ’nem fremden Stern ausgesetzt…

Neben drei Stunden Guckens und Staunens hatte der Ausflug nach Köln noch meinen ersten Starbuckskaffee ever (Mjam!) zu bieten, eine neue Tasse (vom Dom) für meine Tassensammlung (Ich brauche mehr Schrankplatz! *soifz*), eine neue Kaugummisorte (Wrigleys Extra Mango Melone! Auch mjam!) und über eine Stunde Stau auf dem Rückweg. Schön war’s (bis auf den Stau)!

Katja