Lebenszeichen. Re-Hallo.

Hallo, ich bin Katja, ich schreibe normalerweise in dieses Blog rein, aber gerade die ganze Zeit gar nicht, weil ich umziehe und bis gestern keine sinnvolle Möglichkeit (aka Rechner mit vernünftiger Tastatur und nicht nur Händiwischding) in der neuen Wohnung hatte, um hier was reinzuschreiben und zwar so, dass ich nicht völlig von der Technik genervt bin. Das ist aber ehrlich gesagt nur die halbe Wahrheit, denn ich blogge auch deswegen wieder mal nicht, weil es mir total lausig geht und ich mir selber auf die Nerven gehe und mich nicht leiden kann und dann immer in Schweigen verfalle, weil ich niemandem auf die Nerven gehen will. Was total blöd ist, denn wo, wenn nicht in meinem Blog, das ich seit Jahren nutze, um meinen Kopf auszukippen und solchen Mist eben loszuwerden, damit ich das nicht alles mit mir alleine ausmachen und dauerhaft mit mir rumschleppen muss, sollte ich diese Dinge einfacher festhalten? Genau hier kann sich jeder aussuchen, weiter zu lesen oder eben den Tab zu schließen, weil ich niemanden speziell vollnöle, sondern das einfach in eine weisse Seite bzw. die WordPress-Eingabemaske reintippe.

Ich versuche also mal wieder hier reinzukommen, mich hier heimisch zu fühlen und ohne Angst, euch zu nerven, meinen Kummer hier abzuladen…

Heutige Umzugskatastrophen bisher:

Nachdem ich endlich den ersten Bücherkarton ausgepackt und ins Regal eingeräumt hatte, hat mich das Regal mit sämtlichen Büchern und dem Regalboden beworfen. Das hätte mich vermutlich anderswann zum Lachen oder vielleicht höchstens zum Fluchen gebracht. Gerade hat’s mich zum Heulen gebracht und ich wäre am liebsten schreiend weggelaufen und für 2 Wochen irgendwo fern von all dem Mist untergetaucht.

Es ist die schiere Menge an Shice, die gerade passiert, die mich dünnhäutig wie selten macht und dafür sorgt, dass meine Nerven blank liegen und dass ich es nicht hinbekomme, über Pannen zu lachen, sondern sie als Katastrophen zu empfinden. (Völlig unabhängig davon, wie groß sie wirklich sind…) Und obwohl ich das alles weiss, komme ich aus diesem Gefühlswust gerade nicht raus…

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Um einen Eindruck zu vermitteln, zwei Tage im Rückwärtsgang:

Gestern festgestellt, dass das Garagendach (zumindest) bei (starkem) Regen gleich an einigen Stellen undicht ist. Weil wir hier keinen Keller haben, dient die Garage als Kellerersatz und da steht gerade jede Menge Zeug drin, was wir beim Umzug erst mal reingeräumt haben.

Vorgestern hat uns der Handwerker eröffnet, dass die Wand in der Gästetoilette vermutlich aufgestemmt werden muss. Irgendwas ist da undicht, weswegen es in der Etage drunter von der Decke her nass ist. Da muss aber erst noch ein Gutachter kommen. Wie hier überhaupt bei allem.

Da war der Handwerker überhaupt, weil es kein warmes Wasser mehr im Haus gab, weil irgendwas mit der Heizung nicht stimmte.

Fließendes Wasser durch die Decke hatten wir ja übrigens auch schon. Darüber hatte ich schon gebloggt und dass die vom Möbelschweden gelieferte Küchenarbeitsplatte mindestens 3 Zentimeter zu kurz ist, obwohl wir von denen professionell hatten ausmessen lassen, passt wunderbar in den Rest der Geschichte.

Immerhin haben die mittlerweile auf unsere Reklamation reagiert und es sieht so aus als bekämen wir die Platte irgendwann ausgetauscht. Wenn denn nochmal neu vermessen ist und wir wieder 4-6 Wochen auf die Maßplatte gewartet haben. Trotzdem hat das einen Haufen Ärger gemacht, Zeit, Energie und Nerven gekostet, weil hier einfach gerade gar überhaupt nichts glatt zu gehen scheint.

Ich bin gerade so fertig, so durch, so umfassend erschöpft und überfordert, dass alleine das morgendliche Aufstehen einen Kraftakt bedeutet. Die Depression ist lauter, ist schlimmer als in den letzten paar Jahren, aber ich weiss gar nicht, ob ich es so nennen kann/soll, denn es gibt ja aktuell ganz akute Gründe dafür, dass es mir schlecht geht. Und trotz alledem schaffe ich es, jeden verdammten Morgen aufzustehen und hier den ganzen Tag über zu wurschteln und zu versuchen, Ordnung ins Chaos zu bringen.

Naja, hier bin ich auf jeden Fall wieder und hoffe, dass ich wieder ins Kopf-erleichtern-durch-Bloggen reinfinde. Jetzt mit neuem Dach über’m Kopf (aktuell sogar noch dicht!) das eigentlich ziemlich cool sein könnte, wenn hier nicht eine Katastrophe die andere jagte.

Seid ihr auch noch da?

Katja

Schwarze Löcher

Diese Tage, die sich anfühlen, wie unter einer Glasglocke. Abgeschnitten von allem Lebendigen, die Luft verbraucht, alles dumpf. Nur die eigenen Gedanken laut.

Heute Morgen habe ich eine halbe Stunde nach dem Aufstehen gebraucht, bis ich mich überhaupt aufraffen konnte bis zur Küche zu gehen, um Kaffee zu kochen – das ist normalerweise das erste, das ich morgens mache. Die erste Tasse stand dann neben der Tastatur, halbvoll, längst eiskalt und mir fiel auf, dass es plötzlich 3 Stunden später war. Keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist oder was ich in der Zeit gemacht habe. Alles wie in einem schwarzen Loch verschwunden, aufgesaugt.

An den liegengebliebenen Dingen merke ich, wie schlecht es mir geht. Ich wollte direkt morgens duschen, zur Post, einkaufen. Zur Post wollte ich Freitag schon, ging nicht. Samstag schon, ging nicht. Morgen. Und hoffentlich geht morgen endlich.

Bis ich die Energie zum Duschen hatte war’s nachmittags und die Tränen kamen mit dem heissen Wasser und hörten nicht wieder auf. Auch jetzt noch nicht, dauernd laufen sie aus den Augen ohne dass ich wüsste weswegen, ohne dass ich sie aufhalten könnte.

Meine Küche habe ich aufgeräumt heute, endlich auch die Dinge wieder in die Schränke geräumt, die ich 3 Wochen in einer Klappbox rumstehen hatte, weil wir den Schrank ohnehin wieder abhängen mussten. Und Wäsche zusammengelegt. 3 Maschinen. Von der ersten weiss ich nicht mal mehr, wann ich sie gewaschen hatte, so lange stand die jetzt rum. Dann war die Energie zu Ende und der Tag irgendwie auch. Zum Salat machen hat es immerhin noch gereicht. Auch wenn mein Körper gerade völlig dumpf ist. Kein Hunger, kein Durst, folglich trinke ich den ganzen Tag über viel zu wenig, dann Kopfweh.

Aufraffen ist das große Problem, das geht gerade gar nicht. Nicht zum Kaffeemachen, nicht zum Aufräumen, nicht mal zum Bloggen. Wenn ich dann erst mal die Energie aufgebracht habe, etwas zu beginnen, verschwindet auch die Tätigkeit im schwarzen Loch. Dass ich die komplette Wäsche der drei Maschinen zusammengelegt habe, habe ich erst gemerkt als ich fertig war. An das Zusammenlegen selber kann ich mich nicht erinnern, konnte ich schon nicht in dem Moment als ich fertig war. Ich war nur verblüfft als der Stapel zum Zusammenlegen weg war. Tätigkeit durch. Was denn jetzt? Unfähig, diese Entscheidung zu treffen. Wieder ins nächste Zeitloch gefallen.

Lesen geht gerade gar nicht, keine Konzentration in den letzten Tagen. Ich starre auf die Zeilen im Buch, komme nicht in die Geschichte, kann mich direkt am Ende der Seite nicht mehr erinnern, was darauf stand. An den vielen ungelesenen Artikeln im Feedreader merke ich, dass ich auch im Internet gerade nicht lesen kann. Dementsprechend weiss ich noch weniger, wo zur Hölle die Zeit heute Morgen geblieben sein könnte. Die unbeantworteten Mails stapeln sich ebenso – bitte habt Nachsicht, falls ihr auf eine Antwort von mir wartet.

Ich hoffe, das wirkt hier alles nicht wie ein großes Gejammer, ich kann das gerade überhaupt nicht einschätzen. Bitte seht’s mir nach, falls es so wirkt. Ich will das eigentlich überhaupt nicht und oft ist da eine innere Sperre in mir, solche Dinge zu bloggen, aus der Befürchtung, es könnte zu sehr nach Jammern wirken. So möchte ich nicht sein und/oder wahrgenommen werden. Ich weiss aber auch, dass ich gerade dringend mehr davon aufschreiben muss, statt das alles nur mit mir rumzutragen.

Katja