Rewind

Seit Tagen, nein eigentlich seit Wochen, übe ich mich jetzt in wunderbarster Vermeidungsstrategie, mich endlich damit auseinanderzusetzen, was auf diesem dussligen Turm mit mir passiert ist. Ich weiss nicht, wie häufig ich mir in diesen Wochen vorgenommen habe ‚So, jetzt gehste an den Rechner und schreibst es einfach auf‘ – aufschreiben, um endlich mal zu versuchen, Struktur reinzubekommen. Hinsetzen und Schreiben, weil ich dann nicht rumhüpfen und einfach was völlig anderes machen kann, sondern die Gedanken wirklich zulassen muss. Sie kochen ja ohnehin täglich hoch, lassen sich nicht wirklich verdrängen. Und bis ich dann am Rechner saß, musste ich erst mal gucken, was im Feedreader, bei Twitter, google+ und wer weiss wo noch passiert ist und hier lesen und dort gucken und dann war’s ‚Huch!‘ ja schon so spät und ich musste mich dringend um Kochen, Tomaten gießen, Wäsche aufhängen und wer weiss was noch kümmern – nur um eben das nicht zu tun, von dem ich mir eigentlich erhoffe, dass es mir gut tut. Wie beknackt kann man eigentlich sein?

Jetzt habe ich einen frischen Kaffee vor der Nase und mir vorgenommen, erst dann wieder vom Rechner aufzustehen oder auch nur den Browsertab zu wechseln, wenn ich fertig geschrieben habe. Ich weiss natürlich jetzt schon, dass das spätestens sobald ’ne Mail ankommt, nicht mehr funktionieren wird, aber wenigstens sitze ich hier und habe schon ‚dussliger Turm‘ geschrieben. Super.

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Sonnenuntergang mit Tuffiwölkchen über’m Meer

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(Wenduine, Belgien, 1. Juli 2011)

Katja

Daumenkino

Die Serienbildfunktion meiner Kamera ist ja quasi für nichts so gut geeignet wie für’s Wellen knipsen (weil meine Augen ja auch quasi für nichts so gut geeignet sind wie für’s Meer gucken), deswegen wollte ich auch aus Belgien gerne eine mitbringen. Wenn die natürlich auch nicht so spektakulär aussieht, wie die letztjährige spanische.

 

Dafür gab es dieses Mal das Daumenkino als Bonus dazu. 😀

 

Katja

Maßlos

Ich habe wirklich probiert, die Fotos von Brügge (Klick für Wikipedia) zu reduzieren – teilweise ja auch mit dem ‚Trick‘, dass ich euch die Aufnahmen im Dunklen einfach schon in einem extra Eintrag untergejubelt habe und auch noch ein paar gerade raussortiert habe, von denen ich noch nicht weiss, ob ich darüber noch schreiben werde.

Je intensiver ich mich mit dem Aussortieren beschäftigt habe, umso klarer wurde mir, weswegen mir das bei den Brüggebildern noch schwerer fiel als es mir üblicherweise ja schon fällt. Da sind verdammt viele Fotos von schönen Häusern und sehenswerten Eckchen dabei, weil Brügge verdammt viele schöne Häuser und sehenswerte Eckchen hat. Natürlich könnte ich mich darauf beschränken dann eben jeweils 2, 3 schöne Häuser und sehenswerte Eckchen zu zeigen, aber genau damit würde ich das nicht transportieren, weswegen Brügge mich so sehr beeindruckt hat. Das hat es nämlich, weil es quasi überall so schön war. Weil es nicht nur mal 2, 3 schöne Häuser irgendwo zwischendurch gab, sondern weil die komplette Innenstadt und fast jedes fucking Haus einen vor Begeisterung juchzen lassen könnte  und auch bedauern, dass die Zeit so kurz ist, dass man sich nicht jedes dieser wunderschönen und ungeheuer detailverliebt gestalteten Häuser in Ruhe anschauen kann.

Es ist so schön da, dass einen die Fülle der Schönheit, die Üppigkeit glatt erschlagen kann. Und deswegen gibt es hier gar keine Brügge-Fotos, sondern nur den Link zum Picasa-Album mit den 71 Bildern, wo ich es bei keinem einzigen mehr fertig gebracht habe, es auszusortieren, weil es diese riesige Sammlung braucht, das Erlebnis dort wirklich würdig zu teilen.

Und alle, die ich jetzt noch nicht mit den langen Erklärungen oder der Aussicht auf solche Fotomassen, die zugegebenermaßen an gruselige Diaabende im Kreise von Verwandten erinnern, abgeschreckt habe, klicken bitte auf das Bild.

Brügge 2011

Katja

Wässriger Blick

Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.

(Thomas Mann, Autobiografische Schriften)

 

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(Allesamt am Strand von Wenduine in Belgien.)

Katja

verrauscht, berauschend

Verrauscht sind meine Brügge bei Nacht Bilder leider allesamt. Bei Dunkelheit fotografieren ist etwas, was mit meiner Kamera gar nicht gut geht (also zumindest nicht mit meinen beschränkten Kenntnissen), den ISO-Wert regelt sie automatisch astronomisch hoch und das Bildrauschen ist gigantisch.

Weil Brügge bei Nacht aber so einen berauschenden Anblick bietet, zeig ich trotzdem ein paar der Nachtaufnahmen. Der Anblick des Marktes hat mich ja als wir in der Dämmerung ankamen für einen ersten Stadtspaziergang und um ein Restaurant zu suchen schon umgehauen, dann nach dem Essen im Dunklen zum Markt zurückzukehren hat mich einfach nur noch sprachlos staunen lassen. So so schön ist es da!

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Katja

 

Gegensätze

Erstaunlich, diese Gegensätze in Wenduine – dem belgischen Küstenort, in dem wir die paar Tage waren. Ich glaube, ich war wirklich viel zu fasziniert und damit beschäftigt den Kopf zu schütteln, als dass ich es so gruselig gefunden hätte, wie das normalerweise der Fall gewesen wäre. Solche Hochhäuser, und noch dazu so viele und dicht an dicht, mag ich, als bekennendes Landei, eigentlich ja gar nicht. Dort ging es seltsamerweise doch, ohne, dass ich es beklemmend gefunden hätte. Vielleicht wirklich, weil direkt dahinter die Weite des Meeres kam und nicht die nächste Häuserschlucht.

Wirklich fasziniert hat mich dieses eine sehr alte Haus, das sich nahtlos zwischen die Betonklötze fügt. Leider stand nirgends eine Jahreszahl wann es erbaut wurde, aber wir haben uns beim Betrachten gefragt, ob dort früher eine Reihe solcher schöner alter Häuser stand. Das muss dann wirklich ein traumhaftes Wohnen gewesen sein.

Die Fotos stammen fast alle von Spaziergängen durch Wenduine. Einige sind aus dem Fenster des Hotelzimmers geknipst – und ich war wirklich froh, dass wir im 6. Stock waren und freie Aussicht hatten und nicht beklemmend auf das nächste Hochhaus gucken mussten! – und zwei oder drei sind wieder mal solche während-der-Fahrt-durch-die-schmutzige-Scheibe-Aufnahmen.

Meine Damen und Herren, wenn Sie mir dann folgen würden. Unser Spaziergang beginnt am Spioenkop in Wenduine. Das ist der weisse Unterstand, dessen rotes Dach weithin sichtbar ist und der so heisst, weil er an der höchsten Stelle in den Dünen steht und von wo aus man eine prächtige Aussicht hat…

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Katja