Fragen über Fragen

Im Oktober, als ich gerade mit den Zehen den heissen Sand am Strand von Punta Umbria umpflügte, während der Blick abwechselnd ins Buch und auf’s Meer gerichtet war, hat ickemich mir auf seinem Blog den Liebster Blog Award verliehen, damit ich direkt bei der Heimkehr auch was zu tun hätte. Nun äh… ist es ja so, dass ich mit Herz und Kopf und überhaupt ein bisschen länger brauche, bis ich den Weg vom Meer zurück auf’s heimische winterliche südhessische Blog finde, aber jetzt will ich endlich (!) mal die mit dem Award einhergehenden Fragen beantworten.

Falls es innerhalb Klein- und Großbloggersdorf noch jemanden geben sollte, der den Award nicht kennt: Man bekommt den verliehen, verlinkt den freundlichen Menschen, der einen für würdig empfunden hat ( ❤ ), beantwortet nicht mehr als 8 – 15 Fragen und reicht ihn selber an andere Blogger weiter, denen man wiederum neue Fragen stellt. Oder man denkt sich ersatzweise an dieser Stelle eigene Regeln aus.

Und weil nicht nur ickemich so freundlich war, mich zu benennen, sondern auch unser aller zukünftiger Weltherrscherin mich Anfang Dezember aus der Schar ihrer Kommentator*innen ausgewählt hat und mein Blog zudem von Achlys128 ausgewählt wurde, muss ich das mit dem Regelumbiegen hier gerade wieder mal dringend praktizieren, denn sonst komme ich gar nicht wieder aus dem Awardsog raus. Ich versuche also mal, alle gestellten Fragen auf einmal zu beantworten und erspare es dafür mir und euch, mir neue Fragen auszudenken und andere Blogger*innen mit dem Award zu bedenken. Wer möchte, ist aber selbstverständlich eingeladen, entweder die mir gestellten Fragen zu beantworten oder vielleicht auch ältere, die ich mir bei der Gelegenheit mal ausgedacht hatte (zum Beispiel hier oder hier).

ickemich fragte:

1. Notierst Du eher analog, oder digital?

Kommt drauf an, was ich notiere.
Todo-Listen in eine App, Einkaufslisten auf Papier, Gedanken meist ins Blog oder zumindest in die Entwürfe, manche aber auch in ein Notizbuch. Rezepte mittlerweile fast nur noch direkt ins Blog. Unterwegs fast alles digital in einer weiteren App.

2. Nenne uns doch bitte Deinen meistlaufenden Radiosender und verklickere uns, warum der dauernd läuft.

HR3 und FFH. Vermutlich aus nostalgischen Gründen, weil ich die schon hörte als man nur lokale Sender empfangen konnte.

3. Warum steht nicht einfach “32” auf den 8×4 Produkten?

Weil dann alle möglichen Nervbacken interessierten Menschen beim Hersteller nachfragen würden „ja und 32 was denn?“. So eine alleinstehende Zahl wird ja oft gar nicht so ernst genommen, wenn nicht direkt klar ist, was genau sie beziffert. Bei „8×4“ kann der geneigte Verbraucher denken „Ah! 32!“, das ist eine Antwort und dann kommt niemand mehr auf die Idee weiterzufragen, was genau die 32 beziffert.

Einst versuchte ein Hersteller von Taschenrechnern eine Kooperation mit dem Deohersteller einzugehen und drängte darauf, das Produkt in etwas wie 37×76 umzubenennen und in der Nähe seines Produkts anzubieten, aber gerade als man nach etwa 20 Planungsjahren so weit war, die optimale Rechenaufgabe ermittelt war und der große Relaunch anstand, kamen die ersten Handys mit Taschenrechnerfunktion auf den Markt. Tscha.

4. Wo oder was ist Dein Lieblingsort?  Ort! Nicht Sport!

Ganz generell: am Strand / am Meer / an der Waterkant, wie man es beim Fragensteller umme Ecke wohl nennt (?).
Ganz speziell: am Strand in Spanien, an der Costa de la Luz mit Blick auf die Atlantikwellen und wenn ich mich noch weiter festlegen muss, dann ganz genau am Strand von Atlanterra, weil es dort die größten, tollsten, supersten Wellen gibt, die ich je live gesehen habe.

Insgesamt liegen Orte mit Blick auf’s Wasser weit vorne auf meiner Hitliste und hier tut’s auch mal der Rhein oder ausserhalb der Saison der Badesee. Ich kann aber auch im heimischen Garten oder der eigenen Küche ein hohes Maß an Zufriedenheit und Glück erlangen, wenn ich am wurschteln bin.

5. Welche Dinge rettest Du aus Deinem brennenden Haus/Deiner brennenden Wohnung (Menschen und Tiere retten sich schon selbst), und wie willst Du das alles transportieren?

Den Lieblingsteddy und so viele der plüschigen Mitbewohner, wie ich tragen kann. Und wenn ich dann nochmal laufen kann, den Rechner auf dessen Festplatte meine gesammelten Fotos liegen. (Die sind allerdings zusätzlich auf dem Server im Keller gesichert, wenn der nicht mitbrennt ist alles gut.)

6. Wieviel Meter Displaydiagonale befinden sich in Deinem Haushalt/privatem Umfeld?
(Nur die Diagonalen summieren, nix kompliziertes rechnen)

5″ + 10″ + 24″ + 42″ + 4,5″ + 7″ + 27″ + 3″ + 3″ + 2,5″ + 5″ + 5″ + 19″ = 157″ * 2,54 = 398,78 cm ~ 4 m (+ ca. 3,2 m Leinwanddiagonale, nach der nicht gefragt ist, die aber hier den TV ersetzt)

7. Könntest Du Dir ernsthaft vorstellen, vom Bloggen zu leben?

Nein. Oder ist hier jemand, der mich gerne sponsorn möchte? Nur keine Scheu, Hand hoch, Hosen runter! 😀 (Ach so, es ging ja um Bloggen…)

8. War nun zuerst die Henne da, oder doch das Ei?

Das ist leider noch nicht abschließend geklärt oder um es mal mit fremden Worten auszudrücken:

9. Morgens gibt es bei Dir eher Kaffee(wieviel), Tee(welchen) oder etwas ganz anderes?

Kaffee, viel davon. Vor der 3. Tasse bin ich nur leidlich genießbar oder ansprechbar.

10. Wieviel kW/h verbraucht Deine Waschmaschine im Jahr?
(Das ist jetzt erst die Rechenaufgabe!)

204 kW/h.

11. Angenommen, Geld spielt keine Rolle mehr. Was würde für Dich diese Rolle dann einnehmen?

Muscheln? Steine?

Nein, ernsthaft, ich finde es ungeheuer schwierig, mir das vorzustellen. Ich bin schon eine Weile aus dem Gefüge raus, dass Leistung in Geld gemessen wird und finde es nach wie vor schwierig, mich dadurch nicht allzu minderwertig zu fühlen, weil es keine Bezifferung meines Wertes gibt und ich aber mit diesem Maßstab aufgewachsen bin, dass ich nur etwas wert bin, wenn ich etwas Messbares, Nachweisbares leiste…

***

Weiter geht’s. Katrin fragt:

  1. Karneval oder XXL-Caipi?
    XXL-Caipi! Wobei ich nicht verstehe, dass das überhaupt in Frage stehen könnte.
  2. Wie findest Du Afrikanische Riesenschnecken?
    Gruselig. Ich bin kein Schneckenfan. Einzig die ganz winzigen, die hier immer an der Hauswand hochklettern, finde ich ganz putzig.
  3. Puscheligkeit oder Plumpudding?
    Nur Puscheligkeit pusht! Mit rosinenhaltigen Nahrungsmitteln sollte man höchstens Afrikanische Riesenschnecken füttern!
  4. Weihnachten oder Ostern?
    Warum nicht mal Weihstern mit buntgefärbten Eiern zwischen Lametta an Tannenbäumen, Glühwein mit einem Schuss Eierlikör und versteckten Geschenken von Ende Dezember bis im Frühling?
  5. Osterhasi oder Nikolausi?
    Lässt man mal den Polt ausser Acht natürlich das Hasi, weil puscheliger. Und nur Puscheligkeit pusht!
  6. Mario Barth oder Loriot?
    Diese Frage ist ja noch absurder als die erste! Ich möchte jetzt am liebsten einfach nur hier sitzen.
  7. Sollten Raspu und Nelly doch noch einen Adventskalender bekommen?
    Ja! Am besten für die komplette Weihsternzeit. 🙂
  8. Helene Fischer oder Rolling Stones?
    Gegenfrage: Wieviele XXL-Caipis hattest du denn bitteschön intus, das dich solche Fragen stellen ließ, liebe Katrin? :mrgreen:
  9. Morgen- oder Nachtmensch?
    Eigentlich weder noch. So ungefähr nach’m dritten Kaffeemensch.
  10. Winkekatzen oder Winkepinscher?
    Winkerobbe!
  11. Und sonst so?
    Müde, Kopfweh, immer noch/schon wieder erkältet, die Kaffeetasse ist auch schon wieder leer und hier wartet noch ein Fragenkatalog auf mich! Hapuh!

***

Nämlich jener von Achlys128. 🙂 Und der geht so:

1. Was ist deine liebste Jahreszeit und warum?

Der Frühling, weil es mich ungeheuer froh macht, dabei zuzusehen, wie die Natur zu neuem Leben erwacht und wie alles Grau und Braun wieder bunten, leuchtenden Farben weicht.

2. In welchem Zeitalter würdest du gerne leben?

Wenn nicht im Hier und Jetzt, dann vermutlich am liebsten in jener Zukunft, die Gene Roddenberry sich erdacht hat und in der die Erfüllung von Grundbedürfnissen nebensächlich geworden ist und man via Transporter in null-komma-nix von Hier nach Dort kommen kann.

3. Wie würdest du deine Autobiographie nennen?

Ich bin so frei und verlinke mal zu einem älteren Artikel auf meinem Blog, in dem ich 10 mögliche Titel meiner Biografie aufgelistet habe. Erschreckend wie aktuell die alle noch sind…

Hier so!

4. Welches ist der Song, der dich am meisten berührt?

Hm, schwierig. Der Song, den ich am häufigsten als meinen Lieblingssong bezeichnet habe, ist wohl „Iris“ von den Goo Goo Dolls.
Wegen jenen Zeilen:

And I don’t want the world to see me
‚Cause I don’t think that they’d understand
When everything’s made to be broken
I just want you to know who I am

Das trifft mein Gefühl, mich immer irgendwie verstecken zu müssen/wollen, nicht richtig dazuzugehören und den Wunsch, dass ich trotzdem so wahrgenommen (und gemocht) werde, wie ich bin…

5. Wenn du ein Charakter aus einem/einer Buch/Film/Serie wärst, wer wärst du? 🙂

Früher wäre ich vermutlich am ehesten Lisa Simpson gewesen. Die kleine Streberin, ohne echte Freunde, oft an ihrer Familie verzweifelnd, die bei Ungerechtigkeit auf die Barrikaden geht. Heute fehlt mir für letzteres meist der Mut.

6. Würdest du eher eine Woche lang nicht duschen oder ein Jahr lang auf koffeinhaltige Getränke verzichten?

Welchen Sinn hätte ein Leben (mit oder ohne Dusche) ohne Kaffee?

7. Was wolltest du als Kind werden? Ist dieser Traum in Erfüllung gegangen?

Mit ungefähr 13 wollte ich Floristin werden (an frühere Wunschberufe erinnere ich mich nicht) und das ist nicht in Erfüllung gegangen, weil ich mit 14 zu dumm und arrogant war.

8. Wo siehst du dich in einem Jahr? Wo in fünf?

Ich kann das gerade nicht beantworten, weil ich sonst den Rest des Tages nichts mehr auf die Reihe bekomme vor lauter Tränen. (Was vielleicht auch eine Art Antwort ist. Ich weiss es nicht, mir fehlt gerade Ziel, Struktur, Traum, Plan und ich weiss nicht, wie ich das in den Griff bekommen soll.)

9. Wenn du jede Firma oder Organisation leiten könntest, welche würdest du wählen?

Ich glaube, ich würde mich in einer solchen Position überhaupt nicht wohl fühlen.

10. Bist du politisch engagiert?

Heutzutage nicht mehr.

11. Was war das Bewegenste, was je jemand zu dir gesagt hat?

„Geh mal beiseite!“

 

Ufff! Geschafft! Vielen Dank an ickemich, Katrin und Achlys128 für den Award, der bei meiner Beantwortungsdauer eher ein „Ah! Wart!“ gewesen ist und bitte nehmt mir nicht übel, dass ich die Regeln wieder mal eigenwillig umbiege. 🙂

Katja

 

And the Oscar goes to…

Ähm *hüstel*, also vielleicht nicht ganz der Oscar, aaaaaber ich bin stolz wie Oskar! Yeah! Aber sowas von. Ich habe nämlich einen Back-Academy-Award bekommen! Und das nur, weil ich unter Einsatz meines Lebens der Sauberkeit meiner Küche, mit glutenfreien Zutaten an meinem Muffinrezept rumgedoktort habe.

Ich fühle mich gerad ein wenig als hätte ich das Penicillin erfunden und präsentiere mit stolz geschwellter Brust:

Danke vielmals, liebe Magrat! 🙂

Katja (immer noch gerührt wie frischer Muffinteig)

Glück ist…Awardsdingens

Charlotta hat mir einen Award oder vielleicht auch ein Stöckchen überreicht, den ich deswegen schön finde, weil es um Dinge geht, die einen glücklich machen.

Auf die kann man sich eigentlich gar nicht häufig genug besinnen und auch deswegen sammle ich sie ja auch schon seit einer Weile. 10 davon soll ich hier auflisten – here we go:

  • die Menschen, die einen Platz in meinem Herzen haben
  • Sonnenschein (ohne Licht kann ich gar nicht), das Meer (die Antwort auf meine Sehnsucht) und der Wind (der Inbegriff von Lebendigkeit)
  • frische sonnengereifte süße Erdbären, nicht zu verwechseln mit dem Gewächshauszeug, das nur so aussieht
  • frische Zutaten einzukaufen, ein leckeres Essen daraus zu kochen, den Duft, den es in der Wohnung verströmt und es anschließend zu essen
  • in der Geschichte eines guten Buches komplett zu versinken und die Welt um mich rum zu vergessen
  • meinen Lieblingsteddy feste in den Arm zu nehmen und an mich zu drücken
  • Dinge, am liebsten welche, die mich erden, mit den Händen zu tun
  • die Freiheit, die es bedeutet nach einigen Jahren ohne, wieder ein eigenes Auto zu besitzen und noch dazu das einzige, das wie für mich gemacht ist: (m)ein Golfi
  • Kinderlachen bzw. strahlende Kindergesichter – ich kann mich dann nicht gegen das Mitlachen / Lächeln wehren
  • Musik. Die Tatsache, dass es zu jeder Stimmung den passenden Song gibt, gibt mir das Gefühl, dass wir Menschen doch gar nicht sooo verschieden sein können. Immerhin eine gemeinsame Sprache scheint es zu geben.

Nochmal Dankeschön an Charlotta. 🙂

Im Weiterreichen von sowas bin ich nicht so gut, daher freue ich mich einfach über jede/n, den oder die es dazu bringt, ein paar Minuten über Dinge nachzudenken, die ihn/sie glücklich machen. Wer mag, schnappe sich gerne auch das Bildchen und nehme es mit. Award verdient habt ihr eh alle, die ihr hier geduldig meinen Timpf lest. 😉

Katja