Flitzpiepe, fluffig, funkeln, Firlefanz, Flausen

Wo waren wir gerade stehengeblieben? Schöne Worte mit F? Wann hast du dir zuletzt den Bauch vor Lachen gehalten? Welche ist deine liebste Jahreszeit? Bagel, warum? Was hat das für einen Sinn mit dem Loch in den Brötchen? Grün oder blau? Oder beides? Magst du Regen? Wenn es um alles geht: Herz oder Kopf? Und bei unwichtigen Dingen? Wohin ging deine letze Reise? Katze oder Hund? Wie kommst du gerade mit dem Drinnenbleiben klar? Was vermisst du am meisten? Was machst du als erstes, wenn es wieder (relativ) gefahrlos geht? Hat dein Shirt einen Aufdruck? Welchen? Erdnussbutter – yay oder nej? Denkst du Rosenkohl ist für die Spaltung der Gesellschaft verantwortlich? Warum laufen Nasen immer, obwohl sie keine Füße haben und liegen nie einfach nur rum, obwohl sie einen Rücken haben? An was denkst du gerade? Telefonierst du gerne? Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Wovon hast du zuletzt geträumt? Und tagsüber? Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du dann? War das jetzt aus dem Bauch raus oder kannst du sagen warum? Wie spät ist es gerade? Welches Buch hast du als letztes gelesen? Barfuß oder lieber mit Socken? Magst du nächtliche Gewitter? Was ist dein liebstes Dings? Erfinde ein Wort, das es noch nicht gibt! Was könnte es bedeuten? Was ist das Beste am Frühling? So, und jetzt? Wie geht’s weiter?

Katja

Assoziationen

Vor zwei Tagen zog der Mitdings, während ich am Herd stand, neben mir stehend, schwungvoll seinen Gürtel aus dem Hosenbund und ich weiss nicht, was es genau in diesem Moment war (denn er macht das häufiger, weil er einen Gürtel zusammen mit mehreren Hosen benutzt) was mich so furchtbar erschreckt hat an der Geste. Vielleicht war es wirklich, weil er ihn ungewohnt schwungvoll herauszog, vielleicht auch, dass ich im Moment ein bisschen angeschlagen bin – aber in jenem Moment strömten massenweise Erinnerungen aus meiner Kindheit auf mich ein.

Seitdem zuckt mein linkes Augenlid und ich habe dauernd Atemnot und ein beklemmendes Gefühl in der Brust, von aufsteigender Panik und es kostet mich immense Kraft, diese Bilder, die irgendwo tief in meiner Erinnerung wohnen, wieder in diese Ecke zu verbannen, wieder aus dem Kopf zu bekommen.

Was ist das Gehirn doch manchmal für ein blöder Arsch, dass es einem solche Streiche spielt. Ich _weiss_, dass diese Situationen lange vorbei sind, dass mir im Hier und Jetzt nichts passiert. Auch nicht, wenn da jemand mit Schwung einen Gürtel aus einer Hose zieht. Und trotzdem. Die alte Angst ist wieder sehr real, die Bilder flackern vor Augen. Der Nacken ist völlig verspannt vom dauerhaften Kopfeinziehen.

Gestern habe ich das tagsüber gut mit jeder Menge Geschäftigkeit im Griff gehabt und das Zucken ging erst abends los, heute drehe ich schon den ganzen Tag am Rad. Der Blick verengt sich zum Tunnel, es pocht in den Schläfen und rauscht in den Ohren.

Dazu die Angst, dass das direkt (schon wieder) der Beginn vom Fallen sein könnte und darauf aufbauend, dass vielleicht alleine der Gedanke bzw. die Angst, dass das zum Fallen führen könnte, das Fallen auslösen könnte. Und die Spirale dreht sich und kreiselt im Kopf.

Vielleicht hilft (wieder mal) Aufschreiben.

Es ist hier sicher. Es passiert nichts. Die Bilder gehören in eine andere Zeit und Welt. In ein altes Leben.

Ey Gehirn, ist mal gut jetzt.

Katja