buy one, get one free

Seit Tagen fühlt es sich an als hätte ich zwei Köpfe und ich meine jetzt nicht so drachengleich in physischer Form sondern das, was da inhaltlich passiert. Ein ständiger Wechsel zwischen Gedanken, die immer wieder im Kreis die gleichen Pfade ablaufen, feststecken, nicht voran kommen, sich verzetteln und noch bevor die Spuren der letzten Runde verblasst sind, geht der Kopf – oder, bei näherer Betrachtung ist es vielleicht gar nicht der, sondern eher der Bauch oder das Herz, die sich da die Füße platt laufen – schon in die nächste Runde. Das ist nicht neu, das kenne ich schon. Aber dann kommt irgendwann der zweite Kopf, diesmal wirklich der Kopf, jener mit Verstand ins Spiel, mit dem es sich völlig anders verhält. Der ist ruhig und überlegt, erkennt die alten Muster, die da gerade aufpoppen, hat den Überblick, gechillte Distanz. Been there, done that, kommt nix Gutes bei raus, also vielleicht mal anders probieren? Und ich hänge irgendwo dazwischen, hin- und hergeworfen, mal mitten im Sturm, mal im Auge des Orkans
und
das
ist
fürchterlich
anstrengend.
Und dabei bin ich noch nichtmal bei der (eventuell) finalen Frage, ob und wie sehr ich noch ich bin, wenn ich vielleicht mal anfange, auf den Kopf statt auf’s Gefühl zu hören und ob das, was einerseits so bestechend klug erscheint, nicht auch ein Stück weit Verrat an mir selbst ist. Oder (haha, als gäbe es hier gerade auch nur einen einzigen Gedanken, der keine zweite Seite mitbringt, quasi als Gratiszugabe, yay /o\) ist ein Stück weit Selbstschutz zu lernen nicht das genaue Gegenteil von Verrat an mir selber? Aaaaaaaaarghhhh.

Janus, äh Katja