Wirrer Prüfungstraum

Heute Nacht habe ich geträumt, ich müsste nochmal zur schriftlichen Abiturprüfung in Chemie antreten. Ich kam in den gleichen Raum wie damals, nur dass die Tische nicht wie seinerzeit für die Klausur einzeln im Raum verteilt, sondern in einem großen U an den Wänden entlang standen und die Tafel war auch nicht mehr vorne sondern an einer Seitenwand des schmalen Raums angebracht.

Ich war total nervös, weil ich nicht auf die Klausur vorbereitet war und selbst im Traum wusste, dass ich alles längst vergessen habe, aber meine alte Chemielehrerin A. begrüßte mich erst mal freudig und wollte wissen, was ich seit damals gemacht hätte. Ich konnte mich aber nicht auf das Gespräch konzentrieren, weil ich solche Angst hatte, durchzufallen und so stellte sie mir immer wieder die gleichen Fragen, die ich aus irgendwelchen Gründen gar nicht beantworten konnte. Irgendwann fiel mir auf, dass wohl an die 5 Leute im Raum verteilt saßen und schon längst dabei waren, die Klausur zu schreiben und eine der Frauen stand auf und ging zur Tafel und schrieb da ihre Lösungen an. Ich stand aber immer noch mit A. neben der Tür und konnte mich dort einfach nicht loseisen. Sie versicherte mir, dass die Aufgaben für mich ein Klacks sein würden, viel leichter als damals bei meiner ersten Abiklausur und zu meiner Nervosität kam noch das wachsende Gefühl, dass ich sie sicher enttäuschen würde und das wollte ich auf keinen Fall.

Irgendwann wies A. mir dann endlich einen Platz zu und reichte mir das Aufgabenblatt. Sie sagte, ich hätte jetzt noch eine halbe Stunde Zeit und sie würde darauf bauen, dass ich das ja trotzdem noch schaffen müsste. Ich guckte mir die Aufgaben an und sie waren in einer Sprache aufgeschrieben, die ich überhaupt nicht verstand. Vielleicht war es auch gar keine Sprache und nur ein Kauderwelsch, nicht mal das konnte ich erkennen. Ich hatte kalte Schweissausbrüche, weil ich nicht wusste, was ich machen sollte, denn aus irgendeinem Grund war es total wichtig, dass ich die Prüfung nochmal bestand. Dann fiel mir ein, dass diese Frau, die jetzt neben mir saß, doch die Lösungen an die Tafel geschrieben hatte. Ich drehte mich zur Tafel und wollte gerade anfangen, einfach von dort abzuschreiben, was sie angeschrieben hatte, aber genau in dem Moment ging A. mit einem Schwamm zur Tafel und wischte den Anschrieb ab.

Dann ist mein Kopf auf das Aufgabenblatt auf dem Tisch gesackt und ich bin aufgewacht.

Katja