52 Bücher, Teil 22 und 23

Das 52-Bücher-Projekt hat zu meinem Glück gerade Hitzefrei und so komme ich wenigstens wieder einmal dazu, ein paar der Themen nachzuholen – denn ganze 6 an der Zahl liegen noch unbearbeitet rum.

Daher auch ohne lange Vorrede.

Nummer 22:

Bücherregal für Jugendliche einrichten (welche Bücher gehören gut versteckt ;-) )

will Mella wissen und Katrin gibt die Frage im Thema der 22. Woche an alle weiter.

Ich muss gestehen, dazu fällt mir nicht viel ein. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jede und jeder Jugendliche erst mal lesen soll, was sie bzw. ihn interessiert. Freiwilligkeit und Interesse sind mMn die einzigen Möglichkeiten wie man nachhaltig seine Liebe zum Lesen und zu Büchern entdecken kann. Sobald da zu sehr eingegriffen und gelenkt wird, bleibt das Vergnügen auf der Strecke und das fände ich doch arg schade. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten, die um die freie Zeit von Teenagern konkurrieren, dass ich mich zB beim Lieblingsneffen auch über jedes gelesene Manga freue, weil ich, als Viel- und Gerneleserin, es natürlich toll finde, wenn er überhaupt die Nase in ein Buch steckt. 🙂

Ich wäre wohl primär bei zu viel Brutalität und Gewalt auf dem Plan, bei Kindern die zu jung sind, um das richtig einordnen zu können.

*

Das 23. Projektthema hat gar nichts mehr mit Vergnügen zu tun, denn es lautet:

Ein Buch eines Autors, dessen Werke von den Nationalsozialisten verbrannt wurden und/oder der vom Regime verfolgt wurde.

Ich will nicht Katrins kompletten Artikel hier zitieren, möchte euch aber ans Herz legen, dem Link zu folgen und bei ihr den ganzen Artikel zur Themenvorstellung zu lesen.

Ich glaube, bewusst habe ich, abgesehen von Schulzeiten und zB Erich Kästner, bisher noch nicht viel von den Autoren gelesen, die damals verboten waren, also zumindest nicht nach diesen Kriterien ausgewählt. Eine der Ausnahmen bildet die Schachnovelle von Stefan Zweig. Das Buch hatte ich mir vor vielen Jahren gekauft, es dann aber erst mal länger im Regal liegen – mit Büchern, von denen ich annehme, dass sie nicht so einfach zu verdauen sind, bin ich immer so zögerlich –  bis ich es vor drei Jahren endlich gelesen habe.

In aller Kürze zusammengefasst:

Den Rahmen bildet eine Schifffahrt, bei der ein sehr wohlhabender Ölmagnat an Bord ist und ausserdem der eher verschlossene amtierende Schachweltmeister. Es gelingt dem Ölmagnaten den Schachweltmeister zu einer Partie zu überreden und er tritt nicht nur gegen seinen Herausforderer sondern gegen alle Passagiere an. Natürlich gewinnt er und gewährt dann auch Revange.

Ein Unbekannter, Dr. B. greift in die Partie ein und der Schachweltmeister hat endlich einen ernstzunehmenden Gegner.

Der Erzähler wird auf Dr. B. aufmerksam und erfährt dessen Geschichte. B. war in den 30er Jahren von der Gestapo inhaftiert und saß, um seine Aussageverweigerung zu brechen, lange Zeit in Einzelhaft. Einzig ein Buch, das er bei einem Verhör aus einem Mantel gestohlen und in seine Zelle geschmuggelt hatte, bewahrte ihn davor, in den Wahnsinn abzugleiten.

Bei dem Buch handelte es sich um eine Sammlung berühmter Schachpartien. B., der real noch nie auch nur eine Partie Schach gespielt hatte, lerne zunächst sämtliche Partien auswendig und spielte sie im Kopf nach, entwarf dann auch eigene Partien, wo er gegen sich selber antrat und dabei dann doch noch in eine Art Wahn verfiel, eine Persönlichkeitsspaltung, weil er so erbittert gegen sich selber antrat. Er nennt das Schachvergiftung.

Diese hat er eigentlich längst überwunden, bis ihm der Weltmeister auf dem Schiff begegnet und B. seine erste reale Partie spielt…

Hier geht es zum Wikipedia-Eintrag über Stefan Zweig.

1934 emigrierte der in Österreich geborene Autor nach England, nach dem Kriegsausbruch von dort aus weiter nach Brasilien. 1942 begann der erklärte Pazifist dort wegen der Zerstörung seiner „geistigen Heimat Europa“ und der Perspektivlosigkeit im Exil, Suizid.

Katja

52 Bücher, Teil 19, 20, 21

Ähem. Ich hinke ein wenig hinterher. Das, was mir gerade dauernd am dringendsten fehlt, ist Zeit und so kommt es, dass im Feedreader schon seit letzten Sonntag das 23. Thema (bisher noch ungelesen) rumliegt und ich hatte gerade mal die Nummer 18 abgehandelt.

Wäre ja gelacht, wenn sich das jetzt nicht innerhalb von einer halben Stunde aufholen ließe. Ähem. Ja. Ich fange dann mal an und gucke, wie weit die Motivation reicht, Zeit habe ich ausnahmsweise heute Abend. Naja zumindest keinen Nerv, irgendwas Wuseligeres zu tun als Bücher aus dem Regal zu ziehen.

Das 19. Thema hat Natira vorgeschlagen und es lautet:

„Wenn der Vater mit dem Sohne…“

Nachdem mir da erst mal lange gar nichts einfiel, brachte mir dann Guinans Beitrag endlich eine Idee ein. Sie schreibt nämlich über ein Buch, wo ein Vater gemeinsam mit dem Sohn im Kanu unterwegs ist, also quasi reist und dabei fiel mir dann eines meiner früheren Lieblingsbücher wieder ein, das ich vor Jahren einige Male gelesen habe und bei dem ich mal wieder überprüfen sollte, ob ich es immer noch mag – sowas wandelt sich ja immer mal.

„Das Kartengeheimnis“ von Jostein Gaarder handelt direkt von mehreren Reisen. Eine davon unternehmen der 12-jährige Hans-Thomas und sein Vater von Norwegen aus mit dem Auto nach Griechenland, um dort Hans-Thomas Mutter zu suchen, die die beiden vor Jahren verlassen hatte, um ihr Glück zu suchen. Unterwegs bekommt Hans-Thomas zuerst von einem seltsamen Zwerg an einer Tankstelle in den Alpen eine kleine Lupe geschenkt, hinterher stößt er in einem geschenkten Rosinenbrötchen auf ein winziges Buch – das Brötchenbuch (das eine Geschichte in der Geschichte öffnet, nämlich jene vom Bäcker Frode, der mit einem Kartenspiel im Gepäck auf einer Insel strandet), in dem er fortan während der Reise heimlich liest, wenn sein Vater ihn nicht gerade an seinen philosophischen Überlegungen teilhaben lässt.

Wem „Sofies Welt“ von Gaarder zu sperrig und theoretisch war, der könnte Gaarder mit dem Kartengeheimnis nochmal eine Chance geben. Hier wird viel mehr praktisch rumphilosophiert statt die Theorie zu erläutern und ich mag die Art, wie (ähnlich wie in Sofies Welt) die verschiedenen Ebenen der Geschichte immer dichter miteinander verwoben werden. Wer gar nichts von Gaarder kennt – meiner Meinung nach ist das viel weniger bekannte Kartengeheimnis viel unterhaltsamer und auch leichter lesbar.

*

Das 20. Thema ist sogar ein dreiteiliges (mimimi). Der erste Teil stammt vom Wurzelimperator und lautet:

Das Buch, das du als letztes verschenkt hast.

Als zweites möchte der Krötengeneral wissen:

Das Buch, das du zuletzt geschenkt bekommen hast.

Und weil aller guten Dinge drei sind, auch noch eine Frage von mir:

Das Buch, das ich am häufigsten verschenkt habe.

Das letzte Buch, das ich verschenkt habe, war – wenn ich mich gerade nicht sehr täusche – zum Geburtstag einer büchervernarrten Freundin und es war das wunderbare „Erledigungen vor der Feier“ von Tilman Rammstedt, über das ich hier schon ausgiebig geschwärmt hatte. Das war auch eines meiner Top 5 Bücher aus dem letzten Jahr.

Das letzte Buch, das ich geschenkt bekommen habe war der Ferdinand von Ralph Ruthe und Flix, den mir die Lieblingscorina zu einem streng geheimen Anlass geschenkt hat. Wie überaus praktisch für mein Vorankommen, dass ich auch darüber schon geschrieben hatte. 😀 Nämlich hier.

Das Buch, das ich am häufigsten verschenkt habe ist „Das heimatlose Ich“ von Holger Reiners. Und das ist jetzt wirklich Zufall, dass ich auch darüber schon ausgiebig geschwärmt/-bloggt hatte. 🙂

*

OK, das 21. Thema ist dann wirklich schwierig. Sarah möchte wissen:

Ein bestimmtes Genre.

Eigentlich sollte das ja durch die offene Fragestellung sehr einfach sein, aber ich finde es immens schwierig, mich auf ein Genre festzulegen. Dafür lese ich zu sehr querbeet und meist versuche ich sogar, nicht zwei Bücher des gleichen Genres nacheinander zu lesen, sondern da immer durchzuwechseln, wenn es sich denn nicht gerade um Trilogien oder so handelt.

Zu meinen bevorzugten Genres gehören sicherlich Krimis bzw. Thriller, gerne spannend (wobei das kein Muss ist – wenn ich die Charaktere mag wie zB bei Donna Leon die Brunettis, ist die Spannung der Geschichte an sich nicht so wichtig), aber nicht so blutig oder gewalttätig. Ich mag einige Jugend- und auch Kinderbücher sehr gerne, zumindest lese ich relativ häufig aus diesem Genre.

Die Kategorie, die mir am liebsten ist, kann ich aber nicht mal beim Namen nennen. Oben schon erwähnter Tilman Rammstedt gehört zB dazu. Das sind Bücher, die etwas in mir ansprechen, die gar nicht mal zwingend eine Handlung haben, aber die mich mit ihrer Sprache und ihren Gedanken berühren. Elisabeth Ranks „Und im Zweifel für dich selbst“ gehört auch mit dazu und auch Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“, um nur ein paar aufzuzählen. Ich weiss nicht so genau, ob und welchen Genres diese Bücher angehören (der Glattauer ist wohl ein eMail-Roman), wichtig ist hier für mich nicht das Label, sondern das, was die Bücher mit mir machen.

Was ich nicht so gerne mag sind Horror und Fantasy und auch keine seichten Liebesschnulzen – schöne Liebesgeschichten aber schon.

So, mir reicht’s jetzt erst mal. 3 geschafft, 2 fehlen noch – naja, bis ich wieder mal dazu komme, vermutlich eher wieder 3, weil es Sonntag ja schon ein neues Thema gibt, aber ich hab mich wieder mal quasi so gut wie in die Nähe des aktuellen Standes gebracht. 3 sind ja dann nur noch ein Klacks! 😀

Alle Projektbeiträge sammelt Katrin in ihrer mittlerweile schon über 500 Einträge starken Projektmuddi-Sammelliste.

Katja

 

52 Bücher, Teil 18

Seit letzten Sonntag nehme ich mir vor, das dieswöchige Thema mal zu erledigen, bevor die Projektmuddi das nächste veröffentlicht und gerade, als ich ins Bad und dann ins Bett verschwinden wollte, fiel mir das wieder ein. Aber ich habe ja noch locker 50 Minuten! Jetzt also die Hurtig-hurtig-ich-will-ja-längst-ins-Bett-gehen-Version.

Das 18. Thema lautet

Weltuntergang oder mach doch, was du willst.

und stammt vom Krötengeneral.

Dazu fiel mir direkt der einzige Terry Pratchett ein, den ich je (naja zumindest bisher) zu Ende gelesen habe und der heisst ‚Nur Du kannst die Menschheit retten‘.

Darin geht es um Johnny, der gerne Computerspiele spielt und besonders gerne jenes, wo man die Raumschiffe von Ausserirdischen abschießen muss. Das macht er so lange gerne, bis eines Tages die Besatzung von einem dieser Schiffe Kontakt zu ihm aufnimmt. Die Ausserirdischen haben nämlich die Schnauze voll von dem dämlichen Krieg, bei denen das Volk ihres Planeten tatsächlich stirbt, wenn ein Schiff getroffen wird, und sie ergeben sich. Und obendrein soll Johnny ihnen freies Geleit zu ihrem Heimatplaneten gewähren – es gibt da ja längst noch mehr Menschen, die Jagd auf die ausserirdischen Schiffe machen.

Unterhaltsame Lektüre!

Alle Beiträge des Projekts sammelt Katrin in ihrer Liste. 🙂

Nacht!

Katja

52 Bücher, Teil 15, 16 und 17

Im 15. Teil des 52 Bücherprojektes ging es um ein Thema, das Sema IV eingereicht hat und zwar folgendes:

Das schönste und das hässlichste Buchcover

Speziell den ersten Teil fand ich wahnsinnig schwierig, weil jedes Mal, wenn ich ein Buch in die Hand nahm, von dem ich dachte, es hätte das schönste Cover, fiel mir wieder noch ein anderes ein und ich konnte mich überhaupt nicht entscheiden.

Also erst mal ein hässliches Cover gesucht. Da hatte ich schon Bockmist von Hugh Laurie in der Hand, als mir ‚Der Stein von Duncton‘ zufällig ins Auge fiel. Also wenn es ein hässliches Cover gibt, dann hat das allemal diesen Preis verdient.

IMG_0403Man beachte das gruselige Bild oben links. Hier nochmal in größer:

IMG_0404Dabei sind Maulwürfe doch so puschelige Tierchen!

Just als ich das Buch aus dem Regal gezogen habe, fiel mein Blick auf jenes, das direkt daneben im Regal steht (wobei mir wieder mal auffiel, wie schrecklich unsortiert meine Bücherregale sind 🙄 ) und das ist dann auch direkt ein passender Kandidat für das schönste Cover:

IMG_0402Das Foto auf dem Cover zeigt den Löwenhof der Alhambra, den ich 2010 ‚in echt‘ bewundern konnte (naja ok, den Teil davon, der gerade nicht hinter Renovierungszäunen abgesperrt war, die Löwen hatten da gerade nämlich Urlaub) und da ich mich sehr in die Alhambra verliebt habe, ist das ein würdiges Cover für das Thema. 🙂

~

Und jetzt direkt weiter mit Thema Nummero 16. Ausgedacht hat es sich Mella und sie möchte wissen:

Welchem Autor wolltest Du schon mal was nettes sagen? ;-) Oder was würdest Du gerne mal fragen….

Hm, darüber hatte ich mir in der Tat noch nie so recht Gedanken gemacht. Für mich fühlt sich das immer noch neu an, dass man zB über Twitter ja sehr direkten Kontakt zu solchen Menschen und Künstlern hat / haben kann, die früher sehr weit entfernt und eher unerreichbar waren.

Ich glaube, ich würde am liebsten Tanja Kinkel etwas nettes sagen wollen, nämlich, dass sie geschafft hat, was keiner meiner Geschichtslehrer geschafft hat: mein Interesse für geschichtliche Dinge zu wecken. Mit ihren Puppenspielern fing es an, dass ich hinterher fast genauso lange vor Wikipedia saß und mich durch die historischen Hintergründe klickte und las, wie ich vorher gebraucht hatte, um das Buch zu lesen. Und diesen Effekt hat fast jedes ihrer Bücher auf mich, dass ich zwar voll zufrieden und satt bin, was ihre Geschichten angeht, aber dass ich die Bücher mit einem Hunger nach mehr Hintergrundinformationen und mehr Drumrum zuklappe. Das ist sehr großartig und das hat Lesen für mich wieder um eine Facette erweitert.

~

Wo ich schonmal dabei bin, kann ich auch direkt noch den 17. Teil miterledigen. Dann wäre ich endlich mal wieder auf dem aktuellen Stand. (Und könnte bitte mal jemand huldigen, dass ich bisher alle (!) Themen bearbeitet habe und das wo ich ja eigentlich nur so gelegentlich mal nach Lust und Laune mitmachen wollte. :mrgreen: )

Lioman fragt nach Büchern zum Thema:

Pfoten, Tatzen und Konsorten

Wie praktisch, dass ich exakt solch ein Buch ganz oben im Beitrag zum 15. Thema bereits vorgestellt hatte. 😀

Und natürlich ist das auch der Hauptgrund, weswegen ich gerade drei auf einen Streich erledige – kein plötzlicher Anfall von Motivation.

Im Stein von Duncton erschafft William Horwood eine ganz eigene Welt und Gesellschaft, rund um die Maulwürfe des Dunctonsystemes, die dort streng hierarchisch, und oftmals ganz schön gewalttätig, zusammenleben.

Nun bin ich ja alles andere als ein Fantasyfan und es gibt nur wenige Autoren, deren Fantasywelten ich sehr mag und das geht meist in die Richtung Funny Fantasy – Robert Asprin zB liebe ich sehr. Horwood kriegt mich mit seiner Geschichte nicht so wirklich. Der ist mir oft zu sperrig und langatmig und ernsthaft, wenn ich auch die Parallelen zur menschlichen Gesellschaft oft gut getroffen und auf die Maulwürfe übertragen finde.

Aber wie schon beim Cover, kommt mir auch im Buch die Puscheligkeit ein bisschen zu kurz! Immerhin sind das Maulwürfe. Da muss doch ein bisschen Puscheln drin sein. 🙂

Aaaaaaalles aufgeholt! *ächz*

Unser aller zukünftige Weltherrscherin sammelt hier alle Projektbeiträge in ihrer liebevoll per Hand gepflegten Liste und das sind mittlerweile schon fast 500! (Auf den 500. gibt’s dann aber ’ne XXL-Caipi, nech?)

Katja

52 Bücher, Teil 14

Ungefähr haargenau vor 2 Wochen beim sonntagmorgendlichen Blick in den Feedreader und beim Entdecken des Fellmonsterschen Themenbeitrags zur 14. Woche der 52 Bücher dachte ich „Oh yeah! Das Thema ist so einfach, das bloggste heute direkt weg um nicht direkt wieder in Rückstand zu kommen.“

Welches/r Buch/Roman in Deinem Regal hat die meisten Seiten {ungefähr 1400 – 12bändiger Brockhaus ausgenommen}

Hat super funktioniert! Ich hab’s bis heute noch nicht gemacht. Lag bestimmt am morgendlichen Vorsatz. 😀

Dafür aber jetzt endlich – einfach isses ja immer noch, auch wenn ich bei der Aufgabenstellung erst mal gestutzt habe, weil ich nicht genau wusste, ob das tatsächlich 1400-bändige Brockhäuser (was bestimmt der voll korrekte Plural ist) heissen soll oder ob es dabei um die Seitenzahl geht. Ausgedacht hat sich das Thema Charis und ich nehme einfach mal das seitenstärkste Buch in meinem Regal. (Der Brockhaus steht übrigens wirklich im Wohnzimmer in einer furchtbar alten Auflage (ich glaube 12 Bände + 2 Ergänzungsbände + Atlas oder so), die mein Vater von seinem Vater erbte und ich von meinem und bei der ich’s nicht über’s Herz bringe, mich davon zu trennen.)

Wenn ich also mal alle Lexika oder Wörterbücher ausklammere dann ist mein seitenstärkstes Buch ‚Die Säulen der Erde‘ von Ken Follet.

IMG_0138

Dieses Buch ist auch ein echter Schatz und wird gehütet wie ein Augapfel. Ich bin ja an sich überwiegend-im-Bett-Leserin, aber für die Säulen habe ich eine Ausnahme gemacht und sie nicht nur komplett ordentlich auf dem Sofa sitzend gelesen – ich hab sie noch dazu nur ganz vorsichtig aufgeklappt und es geschafft, die 1295-Seiten starke Lektüre zu lesen, ohne einen einzigen Knick in den Buchrücken zu machen. Und dem Mitleser habe ich lieber ein eigenes geschenkt als ihm meines zu borgen. 😀

Nun gehe ich schon vorsichtig mit meinen Büchern um, aber so pingelig normalerweise längst nicht (und schon gar nicht mit den Taschenbüchern, die ich meist gebraucht kaufe), aber ein Blick ins Buch lüftet das Rätsel, weswegen ich den Follet so hätschele:

IMG_0139

Dass ich eine von Ken Follet signierte Version besitze, verdanke ich wieder mal Corina, die irgendwann vor hum mittlerweile schon 2 Jahren oder so (?) heftigst auf Twitter rumquiekte, weil sie erfahren hatte, dass sie dem Herrn in Kürze begegnen würde.

Ich war bis dahin total unbeschlagen, was Follet anging (und ich dachte ja auch immer, dass ich dicke Bücher gar nicht so gerne mochte und mit historischen Romanen hatte ich’s bis Tanja Kinkel und Ken Follet mich eines besseren belehrten ja auch nicht :D) und Corina dachte, das könne man nicht so lassen. Und recht hattse gehabt! Ich hab den dicken Wälzer in 1,5 Wochen verschlungen. 🙂

Eigentlich sollte das ja wieder eine Sammlung mehrerer Beiträge werden, aber dann lasse ich’s noch länger liegen, deswegen dieses Mal doch nur ein Teil.

Alle Projektbeiträge sammelt die beste Projektmuddi von allen in ihrer Liste.

Katja

 

 

 

52 Bücher, Teil 12 und 13

Und auch heute begrüßen wir Sie wieder zu einer neuen Ausgabe unserer Serie „Im Doppelpack braucht’s halb so lange“.

Janee, die Zeit rast immer noch schlimmer als mir lieb ist und gerade ist auch noch endlich Gartenwetter – da bekomme ich das gar nicht auf die Reihe pünktlich an Projektdingse zu denken. Deswegen ist auch schon wieder das 13. Thema aktuell, obwohl ich noch nicht mal das 12. gebloggt habe. Bevor ich also jetzt nur die Nummer 12 abhandle und dann direkt wieder hinterherhinke also hier wieder mal zwei zum Preis von einem. Wenn das mal kein Schnäppchen ist.

Das 12. Thema stammte von Cogito und lautet *hüstel*

Vampir

Jetzt überlege ich schon seit das Thema draussen ist, wie ich mich drumrum reden kann, dass die einzigen Vampirgeschichten, die ich bisher gelesen habe, die ersten drei Teile von Stephenie Meyers Glitzerblinkerkitsch Twillight Serie sind, aber eigentlich kann ich das ja ganz gut, mich selber blamieren, also erzähle ich das jetzt doch. Weil irgendwas macht diese Frau Meyer denn dann doch auch richtig, wenn es Leute gibt, wie sagen wir mal mich, die die Bücher zwar von den ersten Seiten an eigentlich ganz furchtbar finden, weil sie gar nicht so schnell brechen können, wie der triefende Kitsch und das furchtbare Geseier von Bella es verlangen würden, die dann aber trotzdem mit einer Art morbider Faszination nicht nur einen Band lesen, sondern sich auch noch die folgenden besorgen. Wohl wissend, dass man die Bücher eigentlich ganz furchtbar schlecht findet und sowas nie lesen würde, aber sie dann trotzdem verschlingend. Ich weiss nicht was es ist, vielleicht hab ich zu lange einen in der Sonne glitzernden Vampir betrachtet und das hat jenen Teil in meinem Hirn geschmolzen, der dafür gesorgt hätte, dass mir das nicht passiert. :mrgreen:

Ich meine, um mein Selbstbewusststein ist es ja schon nicht so prall bestellt, aber Bella mit ihrem „ich bin gar nix und der Glitzervampir ist alles“-self-bashing ist einfach un.er.träg.lich!

Und dann als sie die Wahl hat, das alles irgendwie wieder gut zu machen, schickt sie Jake weg! Ey geht’s noch?! Ich hätte mich natürlich für Jakob entschieden! Echt wahr! Wie kann man denn freiwillig lieber so ’nen eisigen Glitzerblingblingtypen wollen als ’nen warmen kuschligen Wolf? Aber ok, wo sollte denn auf einmal der Verstand bei Bella herkommen? Der ist doch vermutlich in der ersten Begegnung mit Edward eingefroren und nie wieder aufgetaut. Puh. Äh ja. 😳

Als Kind habe ich übrigens auch die Serie ‚Der kleine Vampir‚ von Angela Sommer-Bodenburg gelesen. Meine Freundin hatte sämtliche Bücher der Reihe und ich habe sie mir nach und nach ausgeborgt und immer, wenn ich sie (also die Freundin) ärgern wollte, habe ich sie damals Rüdiger von Schlotterstein genannt, wobei ich mich aber nicht mehr erinnern kann, weswegen sie das so geärgert hat. 😀

Wenn ihr also unbedingt für ein komisches Buchprojekt oder so, eine Vampirgeschichte lesen müsst/wollt, nehmt lieber Rüdiger von Schlotterstein als Edward Cullen! 😀

Das 13. Thema hat sich DarkJohann ausgedacht und es lautet:

Ein Buch, dessen Titel wirklich nichts, aber auch gar nichts, mit dem Inhalt (der Geschichte) zu tun hat.

Zuerst dachte ich, dass ich hier zum ersten Mal für dieses Jahr tatsächlich passen müsste, weil mir partout kein passendes Buch zum Thema einfiel, aber dann fiel mein Blick zufällig auch in die abwegigste Regalecke für ein solches Thema und ich musste breit grinsen.

IMG_9726

Wenn eines meiner Bücher die Themenanforderung erfüllt, dann dieses: 40 Rezepte sind insgesamt enthalten, davon 35 Eintopfgerichte, 2 irgendwas und 3, die man als Auflauf durchgehen lassen könnte. 😀 Nicht, dass es mich stören würde, ich koche ja furchtbar gerne Eintöpfe, aber der Titel ist doch schon arg irre führend. 😀
Die Rezepte darin, die ich bisher ausprobiert habe, sind übrigens wirklich gut. Zwei davon hatte ich auch schon letztes Jahr bei meinem Kochbuchkochen verbloggt: hier den Schweinefleischtopf und hier den Hühnertopf mit Äpfeln.

Alle Projektbeiträge sammelt die beste Projektmuddi von allen unermüdlich in ihrer tollen Liste!

Katja

52 Bücher, Teil 11

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich meinen Rückstand bei den 52-Büchern wieder aufholen würde, aber das 12. Thema gibt es erst morgen Früh (oder vielleicht auch heute Nacht? Ich weiss nicht so genau, wann Katrin die immer veröffentlicht.) und hier ist schon der Beitrag zum 11. Thema.

Es geht dieses Mal um das liebste Buch aus Kindertagen und dazu wurden direkt drei sehr ähnliche Themen von Kerry, Tessa und DarkJohann vorgeschlagen.

An die meisten Bücher, die ich als Kind gelesen habe, kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Ich weiss, dass wir in der Grundschule eine Bibliothek hatten und dass ich die wohl ziemlich komplett verschlungen habe in den vier Jahren, aber wie auch meine restlichen Erinnerungen an diese Zeit, ist auch die an die Bücher nur recht lückenhaft.

Das erste Buch, an das ich mich bewusst erinnern kann und daran, es als Kind geliebt und etliche Male verschlungen zu haben war Paul Maars ‚Eine Woche voller Samstage‘. Das Sams liebte ich aus der Augsburger Puppenkiste und das Buch liebte ich noch viel mehr, weil ich damit nicht mehr darauf angewiesen war, dass es tatsächlich mal im Fernsehen gezeigt wurde. Heutzutage ist das unvorstellbar, dass es damals™ ja nur für wenige Stunden am Tag überhaupt Kinderprogramm auf einem der insgesamt drei (!) Fernsehsender gab und natürlich durften wir auch nicht jeden Tag fernsehen (vom Sandmännchen mal abgesehen), sondern nur wenn etwas Besonderes lief.

Damals wollte ich natürlich auch immer so ein Sams mit seinen Wunschpunkten haben, aber leider hat es nie geklappt, dass ich die günstigen Voraussetzungen dafür hinbekommen hätte. Die kenne ich übrigens heute immer noch:

Wenn am Sonntag die Sonne scheint,
am Montag der alte Freund Herr Mon zu Besuch kommt und Mohnkuchen (oder war es ein Strauß Mohnblumen?) dabei hat,
am Dienstag Dienst ist,
am Mittwoch die Mitte der Woche ist,
es Donnerstags ein Gewitter mit ordentlich Donner gibt
und man am Freitag frei hat,
dann, aber leider auch nur dann, sind die Chancen ziemlich gut, dass man am Samstag einem Sams begegnet!

Den zweiten Band ‚Am Samstag kommt das Sams zurück‘ hatte ich natürlich auch! Aber den ersten Teil mochte ich immer lieber.

So, das war’s mit Rückständen! Jetzt kann ich ganz entspannt auf’s neue Thema warten.

Alle Beiträge zum 52-Bücher-Projekt sammelt die zukünftige Weltherrscherin auch während ihres wohlverdienten Urlaubs in ihrer schicken Liste.

Katja