2014 in Wünschen

[Das habe ich irgendwann im Dezember mal ganz vage begonnen, aber dann nicht weitergeschrieben und veröffentlicht, weil ich ja eigentlich meine Wünsche und Ziele und Dingsis konkreter formulieren wollte, damit ich sie auch anpacke. Andererseits fühlt sich das von der Richtung her aber alles ganz gut und richtig an und deswegen und weil mein Zögern, es zu veröffentlichen auch wieder genau mit meiner Hemmung zusammenhängt, einfach zu machen, klicke ich es jetzt doch noch auf Publizieren.]

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Ich möchte will bestimmter werden und weniger vage.

Ich will weniger ‚ich müsste mal‘ denken und mehr machen.

Ich will mir nicht mehr so oft selbst im Weg stehen.

Ich will loslassen lernen, Materielles und Immaterielles.

Ich will mehr draussen sein und weniger drinnen.

Ich will weniger starr sein und mich mehr einlassen.

Ich will weniger heulen und mehr lachen.

Ich will mich häufiger aufraffen, zu allem möglichen.

Ich will mehr Neues aus-probieren.

Ich will geduldiger mit mir werden, auch wenn was nicht klappt.

Ich will fokussierter werden und mich weniger ablenken lassen.

Ich will gelassener werden, die Dinge entspannter sehen.

Ich will spontaner werden und weniger zögern.

Ich will mutiger werden, in vielen Belangen.

Ich will mehr Zeit mit Menschen verbringen und weniger alleine.

(tbc, vielleicht)

Katja

Auch eine Art Loslassen

Manchmal muss nur erst mal der Groschen* fallen** und dann ist es irgendwie ganz einfach.

Eine meiner Eigenheiten, die ich eigentlich nie in Frage gestellt habe, ist (oder hoffentlich bald ‚war‘), Bücher, die ich einmal angefangen habe, auch zu Ende zu lesen. Zwar habe ich das nicht immer in einem Rutsch gemacht und manche lagen dann entsprechend auch mehrere Monate und teilweise sogar Jahre auf dem Nachttisch, aber alle musste ich sie irgendwann fertig lesen, weil angefangene Bücher mir, wie auch andere ‚unerledigte‘ Dinge, im Nacken sitzen und dort rumkrakelen und pieksen.

Gestern, als ich mich beim Lesen wieder mal über ein langatmiges Buch geärgert habe, an dem ich, obwohl es nicht besonders viele Seiten hat, schon wieder seit 2 Wochen lese, fiel mir auf, wie bescheuert dieses zwanghafte zu Ende Lesen eigentlich ist und wie einfach ich das ändern könnte.

Das Ding ist nämlich ausserdem, dass ich, wenn ich gerade wieder mal ein Buch lese, das mir nicht besonders gefällt, dann auch insgesamt kaum Lust zu lesen habe. Abends im Bett vorm Einschlafen ist eigentlich meine Hauptlesezeit. Wenn ich aber gerade so ein mäßiges Buch auf dem Nachttisch habe, dann neige ich dazu, viel länger vorm Rechner sitzen zu bleiben, weil das Internet viel unterhaltsamer ist als das Buch. Und auch für mein gelegentliches Luxuslesen – morgens den ersten Kaffee im Bett trinken und dabei lesen – fehlt mir dann die Muße. Und wenn ich dann insgesamt viel seltener und weniger lese, zieht sich die Zeit, die ich mit schlechten oder mäßigen Büchern vertrödele, noch länger hin. Und das, wo es doch so viele gute Bücher gibt, die gelesen werden wollen und für die ohnehin nie genügend Zeit da ist.

Deswegen gestern der Entschluss, das jetzt mal anders zu probieren und um mich selber ein bisschen in Zugzwang zu setzen, formuliere ich das auch direkt als Vorsatz für 2014, dass ich Bücher nicht mehr zwanghaft auslesen möchte, wenn sie mich auf den ersten 100-150 Seiten noch gar nicht begeistert haben. Ich glaube, das ist eine gute Übung für mich, denn auch dabei geht es ja irgendwie ums Loslassen. Etwas, das ich nicht besonders gut kann.

Katja

*Sagt man das eigentlich heutzutage auch zu den 10-Cent-Münzen so wie früher zu den 10-Pfennig-Münzen? Mir ist das zumindest noch nie untergekommen.

**Die Redewendung „Endlich ist der Groschen gefallen“ kommt übrigens daher, dass, wenn man Münzen in die früheren mechanischen Automaten eingeworfen hat, um Süßigkeiten, Getränke oder Fahrkarten herauszuholen, man darauf warten musste, dass der Groschen gefallen und auch eingerastet – und nicht durchgefallen – ist, um an die begehrte Ware zu kommen.