Grad‘ deswegen.

Zerrissen zwischen so viel Wollen und so wenig Trauen. Wie zur Hölle macht man das nur? Dinge nicht vorher so dermaßen zu zergrübeln, dass man am Ende nur mit hochgezogenen Schultern reglos dasitzt. Gelähmt.

Das Jahr ist noch jung und trotzdem habe ich gerade das Gefühl, mich so viele Dinge auf einmal nicht zu trauen. Ok, möglicherweise liegt es daran, dass ich gerade so viele Dinge auf einmal gerne machen / ändern würde und vielleicht ist es dann logisch, dass die alle auf einmal mich total überfordern. Aber es windet sich und windet sich im Kopf und ich weiß nicht, wo ich ansetzen, anfangen soll. Angst. Angst. Angst.

Nichts steht mir jemals so im Weg wie ich mir immer selber – mit all dem Denken und Grübeln und (Be-)Fürchten, anstatt einfach mal anzufangen, auszuprobieren, zu machen. Dabei weiß ich nicht mal, wovor genau ich mich so fürchte. Ob wirklich vor dem Scheitern. Oder vielleicht, manchmal, auch einfach vor der Veränderung, die Mutfassen mit sich bringt.

Die Zeit ist reif für Tränen, Schweiß und Blut,
Für ein ehrliches Stück grundsolides Leben!
Die Zeit ist reif für massenweise Mut,
Für die allerletzte Ruhe vor dem Beben!

(Jupiter Jones – Auf das Leben)

Und life goes on.
Und irgendwie mach ich das schon!

Katja

 

¡Feliz navidad!

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Der Schmuck am Baum ist der gleiche wie seit vielen Jahren, die Wohnung, in der ein geschmückter Baum steht, ist eine andere als im letzten Jahr und den Jahren davor, seit es dieses Blog gibt. Auch ansonsten hat sich in mir und um mich rum viel getan und verändert in den letzten 12 Monaten, nicht alles davon hat seinen Weg ins Blog gefunden und doch ist mir kein „Ort“, wenn man das bei virtuellen Orten überhaupt so sagen kann, im Internet so sehr ein Zuhause, wie es dieses Blog ist.

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Euch allen, die ihr hier – teils seit vielen Jahren, teils vielleicht gerade zum ersten Mal – lest und mich in meinem virtuellen Zuhause besucht wünsche ich schöne Weihnachtstage, genau so actionreich oder ruhig wie es euch selber am liebsten ist und mit genau der richtigen Dosis an Festtagsessen und Familie.

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Let’s stop all the fight!

Katja

Fang an dich zu bewegen.

Hab gesung und ich hab geschrien,
hab gehasst und verflucht und das Weite gesucht,
um am Ende hier zu stehn:
Den Kopf im Wind, den Arm um’s Glück gelegt,
die Beinde am Boden und Tonnen Geduld,
weil’s immer zu früh ist zu gehn.

Klar hab ich Angst und klar weiß ich’s besser,
am Ende von Allem steht immer ein Stammtisch.
Aus Liebe und Angst, Hass und Verzeiflung,
ich hab ihn selbst gesehn…
… und überlebt!

Zurück ins Licht, der Sonne entgegen.
Ist es kalt da wo du stehst,
dann fang an dich zu bewegen.
Halb so schlimm, damit lässts sich leben,
vielleicht auch nicht, vielleicht auch gerade eben.

(Jupiter Jones – Kopf hoch und Arsch in den Sattel)

 

Danke an euch Lieben, die ihr die letzten Tage immer mal gefragt habt, wie’s mir geht, weil meine Blogeinträge so trübsinnig wirken! Das macht mir einerseits ein schlechtes Gewissen, weil ich ja nicht so jammernd und nölig bei euch ankommen möchte, auf der anderen Seite aber auch ein furchtbar warmes Gefühl, weil es auch und gerade dann gut ist, gesehen zu werden, wenn man mit sich selber so uneins ist. ❤

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Und jetzt geb ich mal alles, damit ich trotz Novemberblues wieder ein Stück weit zurück ins Licht komme, der Sonne entgegen. Ist kalt hier, wo ich stehe, ich fang mal an mich zu bewegen…

Katja

…und dass sich sowas vertanzt

Ich weiß, du hast Angst aber ich weiß was du kannst
Und ich will, dass du tanzt nimm meine Hand
Ich weiß, du hast Angst
Aber ich weiß, was du kannst und dass sich so was vertanzt komm, zieh dich an
Nimm meine Hand, zieh dich an wir wollen tanzen gehen, Marie
Nimm meine Hand, zieh dich an wir wollen tanzen gehen, Marie

Judith Holofernes – Pechmarie

(So viel Angst, so viel Angst.)

Katja

Für die Trauer

Die kopfeigene Ohrwurmkapelle dudelt schon seit dem Aufstehen immer wieder den gleichen Song. Repeat. Encore une fois.

Und wann bringst du mich nach Hause, mich nach Hause?
Egal wie weit, egal was immer das auch heißt
Und wann malst du mir ein Zeichen an die Wand?
Damit ich’s wiederfinden kann
Irgendwann.

(von Brücken – Immerhin (Für die Trauer)

Ey könnte der Novemberblues sich bitte wenigstens bis zum November gedulden?

Katja

Seit Wochen…

…summt die innere Band fast jeden Tag irgendwann

 

Come, come alone
Come with fear, come with love
Come however you are
Just come, come alone
Come with friends, come with foes
Come however you are
Just come, come alone
Come with me, then let go
Come however you are
Just come, come alone
Come so carefully closed
Come however you are
Just come

(Damien Rice – Trusty and True)

(Schuld daran und überhaupt, dass ich den Song mittlerweile so liebe, ist der hier (wieder mal), aber der Fatzebock Kram lässt sich nicht hier einbinden, zumindest weiß ich nicht, ob und wie das geht, daher das Original von Damien Rice und nicht die spätabendliche Küchenversion von Nicholas, die sich hinter dem Link versteckt und unbedingt anhörenswert ist.)

Katja

Un poco loco

…ist es ja schon, wenn man auf dem Heimweg vom Spanisch-Stammtisch einen Song im Radio hört und dann erst mal „Hö? Wieso ist das Lied denn jetzt auf Deutsch?“ denkt. Also zumindest, wenn es um diesen Song geht.

Mir ist die spanische Version mittlerweile viel vertrauter, weil ich sie im letzten Jahr aus Sprachlerngründen viel häufiger gehört habe als die deutsche insgesamt.

Katja