Tag 10/44

Und wenn du mal nicht wegschaust und den Kopf gerade nicht in den Sand steckst, dann landest du immer wieder bei der Frage, warum du dir das antust, warum du in dieser Sache nicht loslassen kannst, einen Haken dran machen und warum du dich stattdessen selber quälst, dir immer wieder selber weh tust und dir fallen Worte des besten Freundes ein und dass es vielleicht damit zusammenhängt, dass genau dieses Elend und diese Gefühle, nicht zu genügen und gleichzeitig zu viel zu sein, vor allem aber verkehrt zu sein, wie du bist, dass diese Gefühle dir so vertraut sind, dass sie dir in einem absurden Gefühlsparadoxon den Halt und die Sicherheit des Vertrauten geben und dass sie damit irgendwie Trost bieten, mitten im Schmerz, den sie auslösen und dann denkst du, dir explodiert gleich der Kopf und du fragst dich, was zur Hölle dir all dieses Erkennen denn überhaupt bringt, wenn du nicht aus dem Muster ausbrechen kannst, wenn es dir – wie bei diesem elenden Monstersatz, den du hier gerade fabrizierst – nicht gelingt einfach einen Punkt zu machen

 

Katja

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