Tag 9/44

Also ich hab ja schon auf Ostern verzichtet, da hab ich mir doch nicht auch noch Weihnachten wegnehmen lassen und Silvester haben wir auch ordentlich gefeiert.

Und den Geburtstag von G. haben wir auch gefeiert. Aber nur im kleinen Rahmen, da waren nur so 30 Leute da.

Im ersten Lockdown hab ich das ja noch mitgemacht, aber jetzt ist auch mal gut.

3-4 Mal die Woche treffen wir uns mit unseren Freunden.

Jeden 2. Tag besuche ich meine Eltern und meinen Bruder mit seiner Familie.

2 Mal die Woche und dann an den Wochenenden kommen meine Schwiegereltern und meine Schwager mit Familien.

Ah und meine Freunde sind dann auch meist da. Die kennen die Schwiegereltern ja auch, das ist ja fast wie Familie.

Immerhin treffen wir immer nur die gleichen etwa 25 Leute. Es wäre doch viel schlimmer, wenn ich immer nur eine Person, aber dafür immer andere treffen würde.

Also ich lasse mich nicht so schnell impfen. Sollen die anderen erst mal sehen, ob es wirkt und was für Nebenwirkungen das alles hat.

Was ich eine richtige Schweinerei finde ist, dass unser deutscher Impfstoff in die ganzen anderen Länder geliefert wird und dass wir nicht erst mal alles im Land behalten und unsere Leute erst mal geimpft werden.

Meine Schwiegermutter hat auch gesagt, dass sie lieber Corona kriegt als ihre Enkel nicht zu sehen.

Ja, in meinem Umfeld hatten jetzt schon etliche Corona und 2 sind auch dran gestorben. Aber ich sag mal so, die eine war 93, die hätte es eh nicht mehr lange gemacht. Die hatte ihr Leben ja schon hinter sich.

Mir geht das so dermaßen auf die Nerven, dass ich mich gerade so einschränken muss. Das macht mich fertig. Man fühlt sich ja wie gefangen. Niemanden kann man treffen und nix unternehmen.

 

Alles von der gleichen Person und das sind nur die Aussagen, an die ich mich noch erinnern kann. Insgesamt waren es etwa 2 Stunden und ich konnte #ausGründen nicht aus der Situation raus. Und ich hab irgendwann resigniert und nicht mehr viel dazu gesagt, weil Vernunft leider aus war.

Das arbeitet jetzt seit ein paar Tagen in mir und ich werde immer wütender. Ich habe meine Familie seit Weihnachten 2019 nicht mehr gesehen. Ich habe seit einem Jahr so gut wie niemanden getroffen, meine Freunde fast alle ewig nicht mehr gesehen. Und das tut zwar alles weh, aber herrje, ich will dass dieser Mist endlich irgendwann vorbei ist. Dass es durch solche Solidaritätsverweigerer aber immer noch länger dauern wird und dass die sich trotzdem lautstark darüber beschweren wie schlimm sie sich gerade einschränken müssen, macht mich nicht mehr nur müde sondern langsam auch echt zornig.

Katja

3 Kommentare zu “Tag 9/44

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