tothinkabout

Wenn dir auf einmal auffällt, dass einer der Sätze, die du gerade am häufigsten denkst „da muss ich unbedingt mal drüber nachdenken“ ist und du ernsthaft darüber nachdenkst, ob es wohl funktionieren könnte, analog einer todo-Liste eine tothinkabout-Liste anzulegen. Wenn da nicht das Problem wäre, dass es ja umso schwieriger wird, ruhig zu bleiben und konzentriert und fokussiert nachzudenken, je mehr Druck da ist und alleine die Länge der aktuellen Liste würde quasi direkt zu Überforderung führen und die ist nun wirklich kein guter Begleiter.

Zu viel auf der tothinkabout-Liste, das ist noch schlimmer als zu viel auf der todo-Liste, weil stures Abarbeiten auch unter hoher Last immer noch irgendwie funktioniert, irgendwie besser zumindest, als in Ruhe nachzudenken. Und wahrscheinlich ist genau das der Grund, weswegen du nur darüber nachdenkst, dass du darüber nachdenken müsstest, aber das eigentliche – auf ein Ziel und/oder Ergebnis fokussierte -Nachdenken bleibt aus und die imaginäre Liste wächst und wächst und wächst dieser Tage. Vielleicht also doch Dinge notieren? Alleine schon, um sie nicht zu vergessen? Und dann die Liste erst mal beiseite legen und nur als Gedächtnisstütze behalten, nicht um sie wirklich abzuarbeiten? Vielleicht macht sie dann weniger Druck und rumort nicht so im Hintergrund?

An den begrenzten Ressourcen merkst du am deutlichsten, wie (heraus-)fordernd diese Zeit gerade ist. Das, was im Draußen passiert, das was drinnen passiert und wäre es sprachlich nicht enorm elegant, wenn man Dinge, die man in sich drin und mit sich selber ausmachen muss, Herein- oder noch schöner Innendrinforderung nennen würde?

Katja