Immerhin

Die Frau im Spiegel sieht traurig aus, denke ich in letzter Zeit häufig und tatsächlich wird es mir am ehesten beim Blick in den Spiegel bewusst, dass mein Blick sich verändert hat, meine Augen oft mehr grau als grün sind und die Mundwinkel hängen. Vielleicht ist es auch eher ernst als traurig. Schwermütig. Und dann zwinge ich mich, mich anzulächeln, wenigstens einmal die Mundwinkel nach oben zu reißen, aber es fühlt sich nicht echt an und da kann ich mir leider auch nichts vormachen und zack sind sie auch wieder unten, als hätten sie vergessen, wie es ist, von selber weiter oben zu bleiben. Haha, du versuchst doch gerade zu schummeln, schimpft es dann irgendwo hinten in einem Winkel des Kopfes, klar, dass das nicht funktioniert.

Aber dann sind da auch endlich wieder diese Momente, in denen ich brüllend losprusten muss, mich manchmal auch eine ganze Weile nicht mehr einkriegen kann. Immerhin das geht wieder. Immerhin manchmal.

Einatmen. Ausatmen.

Katja

2 Kommentare zu “Immerhin

  1. Das Leben kennt keinen Stillstand – es ist wie ein Pendel – mal die eine, mal die andere Richtung – und in allem steckt auch ein Funke Gutes 😉

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