Whisky-Schokoladen-Kuchen

Wenn man im Dezember auf der Interwhisky in Frankfurt nach dem Genuss von 3 bis 17 Drams (man zählt ja besser nicht so genau mit) am Stand einer deutschen Whiskydestillerie landet, deren direkt aus einem Sherryfass (in dem er nicht nur zum Finish war, sondern die komplette Zeit der Reifung) gezapften Whisky probiert und für gut befindet und dann noch ’nen Flyer mitnimmt, auf dem sie für Besuche der Destillerie werben, dann hat man quasi gar keine andere Möglichkeit, als die Idee der gemeinsamen ‚Klassenfahrt‘ – denn den Charakter einer Klassenfahrt hatte schon der gemeinsame Besuch der Whiskymesse – ein paar Monate später wieder aufzugreifen und die whiskyaffine Twittertimeline zur Klassenfahrt zur St.Kilians Destillerie einzuladen.

Und so kam es, dass Samstag 10 Twitterer aus diversen Ecken der Republik nach Rüdenau anreisten und sich erst mal auf dem Platz vor der Kirche zum Stehpicknick im Halbtrockenen versammelten und jetzt bin ich endlich an dem Ende des Bogens angekommen, wo ich hinwollte und der in Kurzform einfach nur Kuchenrezept lautet. Standesgemäß gab’s vor dem Besuch einer Whiskydestillerie *natürlich* passend dazu einen

Whisky-Schokoladen-Kuchen

und der geht so:

Idealerweise backt man den Kuchen einen Tag bevor man ihn essen möchte, damit er ein bisschen durchziehen kann. Idealerweise² fängt man da nochmal 2-3 Tage vorher an, mit

100 ml Whisky (nach Geschmack und Schmerzgrenze. Ich nahm einen Non Age Statement Bushmills, der mMn ein grandioses Preis-Leistungs-Verhältnis hat) in die man 80 g Cranberries (oder Rosinen, wer mag) einlegt.

für den Teig:

200 g Zartbitterschokolade
120 g Butter

zusammen über’m Wasserbad schmelzen

3 große Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und erst mal beiseite stellen.

Das Eigelb zusammen mit 140 g Zucker weißschaumig rühren, die geschmolzene Schokolade und Butter dazu geben und rühren, dann

100 g Mehl
1/2 TL Backpulver
120 g gemahlene Mandeln miteinander vermischen, ebenfalls unterrühren, genauso wie die Cranberries und den Whisky, in dem sie gebadet haben.

Zuletzt vorsichtig den Eischnee unterheben und den Teig in eine Springform mit 24 cm Durchmesser geben, bei der der Boden mit Backpapier ausgelegt ist und die Ränder leicht eingefettet und bemehlt sind.

Für 20 min bei 190°C Ober-/Unterhitze backen. Der Kuchen soll an der Oberseite fest sein, die Mitte bleibt Mousse-au-chocolat-mäßig weich.

Den Kuchen 10 min in der Form ruhen lassen, dann rausnehmen und vollständig erkalten lassen.

Dann 100 g Zartbitterschokolade über’m Wasserbad schmelzen, 50 g weiche Butter, 1-2 EL Whisky und 3 EL gesiebten Puderzucker unterrühren und den Kuchen mit einem Pinsel oder Messer mit einem Schokoladenguss überziehen. Bis zum nächsten Tag oder mindestens für 2-3 Stunden stehen lassen. Anschneiden.
Freuen.

Man kann die St. Kilians zwar auch ohne vorheriges Kuchenpicknick am Dorfplatz besuchen und ganz zur Not auch ohne unsere Gesellschaft, aber dann ist es natürlich nur halb so schön!

Katja

 

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4 Kommentare zu “Whisky-Schokoladen-Kuchen

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