Weil…

… mein Leben sich seit Wochen anfühlt, wie barfuß in Scherben zu treten. Wie Chilischoten zu schneiden und nicht an die offene Stelle am Finger gedacht zu haben. Wie unter einer kaputten Dusche, die nur zu heiß oder zu kalt sein kann. Wie bei 12°C im Regen durchzuweichen und dann durch den Wind nach Hause laufen zu müssen. Wie Sonnencreme mit sandigen Händen auf dem Rücken zu verteilen. Wie Fettspritzer aus einer heißen Pfanne auf dem Handrücken. Wie dringend zu müssen und 23 Leute vor sich in der Kloschlange zu haben. Wie verbrannter Toast. Wie der Nachbar mit Schlagbohrmaschine bei Kopfweh. Wie Zwiebeln zu schneiden. Wie jeden einzelnen Tag, fast rund um die Uhr, in den Abgründen der eigenen Psyche rumzustochern und sich selber in Frage zu stellen und falsch zu fühlen.

Wie dauernd gefragt zu werden, warum man denn *schon wieder* traurig sei…

Katja