tied&bond

Vielleicht habe ich wirklich in den letzten 30 Jahren so sehr an der Trauer festgehalten, weil ich dachte, dass ich dich endgültig verlieren würde, wenn ich nicht mehr um dich trauere. Als wäre die Trauer das einzige Band, das die Verbindung zwischen uns noch aufrecht erhält. Als würde es bedeuten, dich nochmal und noch endgültiger zu verlieren, wenn ich nicht mehr in diesem Ausmaß um dich trauere. Die Trauer loslasse.

Gestern war dein 30. Todestag und in den letzten 30 Jahren ging es mir nicht einmal am 24. November so (annähernd) gut wie gestern. Ich habe viel an dich gedacht, aber es war ok und tat nicht weh. Erst abends kamen die Tränen und auch das nur für kurze Zeit.

Heute Morgen war einer meiner ersten Gedanken, dass ich die Trauer vielleicht gar nicht (mehr) brauche. Da war zum ersten Mal der ganz klare Gedanke, dass es doch gar nicht die Trauer ist, die die Verbindung zwischen uns aus- und starkgemacht hat, sondern die Liebe. In deinen letzten beiden Jahren dann doch noch. Dann endlich. Dann so stark, dass sie so verdammt vieles nicht unbedingt geheilt, aber doch gelindert hat.

Erstaunlich, welche Knoten sich gerade in mir lösen.

Katja

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