Wenn du länger über einen Titel nachdenkst als du am Text geschrieben hast und ihn dann einfach weglässt

Wenn du wahnsinnig gerne bloggen würdest, deinen Kopf schreibend sortieren, aber das geht #aus_Gründen gerade nicht und du weißt nicht so recht, wohin sonst mit dem großen Wust an Durcheinander, der im Moment in dir herrscht. Eigentlich ist es ja alles ganz einfach und nichts ist anders und du hast sowieso viel, viel mehr gewonnen als du überhaupt hättest verlieren können, ach und doch in diesem Moment und gerade und heute fühlt sich alles wund in dir an und das Herz ist schwer. Und dann denkst du, ach besser es ist voll und gerade schwer als dass es leer wäre, denn das wäre doch irgendwie immer ein Grund für Traurigkeit und herrje es ist ja nicht nur blöd, dass du so ein emotionaler Mensch bist, so ein Gefühlsknubbel, denn es ist genau das, was dich vielleicht mehr als alles andere auf der Welt ausmacht, dich zu dir macht. Das dich zu dem Menschen macht, den du endlich nicht mehr ablehnen und hassen willst, sondern dafür annehmen, dass er nunmal genauso ist, wie er ist.

Was du auch gewonnen hast, ist wieder ein Stück Klarheit und Ruhe. Nicht nur nach außen, sondern, auch und gerade, in dir drin. Endlich verstehen, was mit dir passiert und dich aufwühlt und vielleicht sogar – ein kleines bisschen zumindest – weswegen das so ist. (Dich) verstehen nimmt Wucht und Hilflosigkeit raus, gibt dir Autonomie zurück. Wobei das Zurück im Zusammenhang mit Autonomie noch ein bisschen fremd erscheint, da ist immer noch viel zaghafte Wackligkeit in deinen Schritten. Aber es wird. Irgendwie. Es wird ja immer irgendwann irgendwie.

Was du (wieder mal) gemerkt hast, ist, wie mutig du manchmal sein kannst. Vielleicht da, wo es einem den größten Mut abverlangt, wenn es um die Ehrlichkeit mit sich selber geht.

Und jetzt? Doch nicht alles nur schlimm und schmerzhaft. Doch gebloggt. Kryptomode. Manchmal muss das gar niemand verstehen und es reicht, wenn du es aufschreiben kannst. Worte findest für schwurbelnde Gedanken und Gefühle und sie damit, wenigstens ein Stück weit, entschwurbelst. Wenn du die Dinge beim Namen nennen kannst, hast du mehr Macht über sie. Das weißt du seit Jahren und das gilt immer noch. Und gerade wieder.

Katja

 

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