Geschützt: Kopfstand

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Eins. Zwei. Drei.

Mit meinen schönsten und buntesten Stiften habe ich die Sehnsucht auf deine leinwandweiße Haut gemalt und in der gleichen Sekunde vergessen, dass es die Farben meiner Träume sind und nur von außen aufgemalt.

Dann, auf einmal, stehe ich bis zu den Knöcheln in einer bunten Pfütze. Einatmen. Ausatmen.

 

Und auch das größte Wunder geht vorbei
Und wenn es dich nicht loslässt zähl bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei

 

 

Den Blick geradeaus, nicht nach oben, widerstehe ich der Versuchung, in der Pfütze zu springen, halte die Füße still, atme ein, atme aus. Ein. Aus. Ein. Eins. Zwei. Drei.

Katja

La Primavera

Auf der Suche nach
bunten Farben
Sonne im Gesicht
dem Frühling zum Einfangen und Mitnehmen
einem freigelaufenen Kopf
und immer wieder mir selbst
am Rhein spaziert.

Beute gemacht
mit den Augen
dem Herzen
der Nase (sind das Kirschblüten, die gerade so betörend duften? das mit der Biene drin!)
der Händikamera.

(Klick macht groß)

Katja (Sonnenbetört. Blütenträumend. Frühlingsverliebt.)

Wenn du länger über einen Titel nachdenkst als du am Text geschrieben hast und ihn dann einfach weglässt

Wenn du wahnsinnig gerne bloggen würdest, deinen Kopf schreibend sortieren, aber das geht #aus_Gründen gerade nicht und du weißt nicht so recht, wohin sonst mit dem großen Wust an Durcheinander, der im Moment in dir herrscht. Eigentlich ist es ja alles ganz einfach und nichts ist anders und du hast sowieso viel, viel mehr gewonnen als du überhaupt hättest verlieren können, ach und doch in diesem Moment und gerade und heute fühlt sich alles wund in dir an und das Herz ist schwer. Und dann denkst du, ach besser es ist voll und gerade schwer als dass es leer wäre, denn das wäre doch irgendwie immer ein Grund für Traurigkeit und herrje es ist ja nicht nur blöd, dass du so ein emotionaler Mensch bist, so ein Gefühlsknubbel, denn es ist genau das, was dich vielleicht mehr als alles andere auf der Welt ausmacht, dich zu dir macht. Das dich zu dem Menschen macht, den du endlich nicht mehr ablehnen und hassen willst, sondern dafür annehmen, dass er nunmal genauso ist, wie er ist.

Was du auch gewonnen hast, ist wieder ein Stück Klarheit und Ruhe. Nicht nur nach außen, sondern, auch und gerade, in dir drin. Endlich verstehen, was mit dir passiert und dich aufwühlt und vielleicht sogar – ein kleines bisschen zumindest – weswegen das so ist. (Dich) verstehen nimmt Wucht und Hilflosigkeit raus, gibt dir Autonomie zurück. Wobei das Zurück im Zusammenhang mit Autonomie noch ein bisschen fremd erscheint, da ist immer noch viel zaghafte Wackligkeit in deinen Schritten. Aber es wird. Irgendwie. Es wird ja immer irgendwann irgendwie.

Was du (wieder mal) gemerkt hast, ist, wie mutig du manchmal sein kannst. Vielleicht da, wo es einem den größten Mut abverlangt, wenn es um die Ehrlichkeit mit sich selber geht.

Und jetzt? Doch nicht alles nur schlimm und schmerzhaft. Doch gebloggt. Kryptomode. Manchmal muss das gar niemand verstehen und es reicht, wenn du es aufschreiben kannst. Worte findest für schwurbelnde Gedanken und Gefühle und sie damit, wenigstens ein Stück weit, entschwurbelst. Wenn du die Dinge beim Namen nennen kannst, hast du mehr Macht über sie. Das weißt du seit Jahren und das gilt immer noch. Und gerade wieder.

Katja

 

Augenblick.

Dieser Moment, wenn der Sturm ein bisschen abflacht, der Regen nachlässt. Wenn zwar überall Blätter durch die Straßen fegen und kleine Äste rumliegen, weil noch niemand sie weg- und aufgeräumt hat, aber erst mal, wenigstens im Augenblick, keine neuen mehr runterfallen. Wenn die Luft ganz klar ist und frisch und noch nach Regen riecht. Wenn die grauen Sturmwolken erste Lücken bekommen, durch die Sonnenstrahlen gleißend einfallen und im Kontrast zum Grau, ein surreales Zwielicht entsteht. Wenn alles – für einen Augenblick nur – anhält. Ruhig. Klar. Durchatmen. Nur für einen Augenblick.

Dieser Moment. Aber in einem drinnen.

Katja

Freudemultiplikator

„Lass dich überraschen“ (stellt euch das bitte mit Rudi Carrell Stimme gesungen vor) lässt sich die Blogaktion sinngemäß zusammenfassen, bei der Anne mitmacht und die ich von ihrem Blog – da ich dort kommentiert habe – jetzt herschleppe und euch als Angebot unterbreite:

Die ersten 3 Kommentare unter diesem Beitrag bekommen von mir im Laufe des Jahres 2017 irgendwann per Post eine Überraschung ins Haus. Die einzige Bedingung, die daran geknüpft ist: ihr müsst im Gegenzug auf euren Blogs euren Lesern das gleiche Angebot machen und Überraschungen verteilen. Auf dass sich vielleicht ein bisschen Freude in Kleinbloggersdorf verbreitet! 🙂

Falls ihr mitmachen wollt (und ich eure Adresse nicht ohnehin schon habe), achtet bitte darauf, dass ihr beim Kommentieren eine eMail-Adresse angebt und/oder schickt mir, wenn ihr eine*r der ersten 3 seid, eure Adresse einfach direkt per Mail an ajtak33(arroba)gmail(punto)com.

Ich paste nochmal die Originalregeln, die Anne von dem Blog kopiert hatte, wo sie die Aktion aufgegabelt hat:

„Die ersten drei Menschen, die mir einen Kommentar hinterlassen, erhalten irgendwann dieses Kalenderjahr eine Überraschung von mir. Etwas Gebackenes, Gebasteltes, eine Postkarte oder irgendwas anderes Schönes… Auf jeden Fall etwas, das mit Liebe gemacht oder ausgewählt wurde. Wann die Überraschung kommt, steht noch nicht fest und wird auch nicht verraten. Nur, dass es dieses Jahr ankommt ist sicher. Der kleine Haken? Diese drei Leute müssen das gleiche Angebot in ihrem Blog machen. So lasst uns 2017 nette Dinge tun, ohne ersichtlichen Grund, einfach weil’s schön ist und Spaß macht!“

Da Anne mich erst vor kurzem mit einer ziemlich coolen Sache überrascht und bei mir genau ins Schwarze getroffen hat, bin ich schon gespannt und freue mich ein bisschen vor.

Macht doch mit und lasst euch von mir überraschen! 🙂

Katja