Veränderungskonstante

Eine meiner konstantesten Eigenschaften ist die Wahrnehmung bzw. Nichtwahrnehmung von (Selbst-)Veränderungen. Während ich mich über Jahr und Tag mit Selbstvorwürfen und Selbsthass malträtieren kann, über die Dinge, die ich alle nicht kann und hinbekomme, scheint jegliche Aufmerksamkeit dafür zu verdampfen, sobald ich etwas Neues (und damit meine ich meist diese emotionalen Dinge) „gelernt“ habe und die neue Fähigkeit wird einfach so als Status Quo integriert.

In den meisten Fällen ist das auch total gut. Es wäre unangemessen und müßig, mich als gestandene Frau noch jeden Tag darüber zu freuen oder auch nur zu bemerken, dass ich mir die Schuhe binden kann oder lesen.

Aber für neu erworbene Kompetenzen – und ganz speziell in depressiven Phasen, wenn ich wieder voller Selbstzweifel bin und gefühlt seit ewigen Zeiten auf der Stelle trete ohne voranzukommen – wäre es wirklich hilfreich, wenn dann solche „Errungenschaften“ vor mir aufpoppen würden und mir bewusst wären. Stattdessen brauche ich häufig die Rückmeldung von außen (meist vom besten Freund, der dahingehend ein für mich grandioses Gedächtnis besitzt und so Erinnerungen zu passenden Zeiten meist eingeleitet von einem belustigt-empörten „Aber“ rauskramt) und/oder ich muss mich gewaltig darauf konzentrieren, mir rückblickend vorzustellen, wie ich mit solchen Situationen vor einem halben Jahr oder einem oder dreien umgegangen wäre und bin.

Ein bisschen weniger dahingehende Konstanz in der Veränderung käme mir echt gelegen…

Katja

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