Round and round

Da ist schon wieder so viel innere Unruhe, so viel Gehetztheit, so viel Überforderung. Heute den ganzen Tag am Tun und Machen und abends dann doch wieder das Gefühl, eigentlich gar nichts geschafft zu haben und dass das Bergmassiv an zu erledigenden Dingen, das vor mir liegt, eher höher geworden ist und man den erledigten Minihügel quasi gar nicht sehen kann. Zum Glück falle ich nicht mehr so leicht darauf rein. Ich kenne das ja nun schon seit Jahren aus immer wiederkehrenden Phasen und weiß, dass es vermutlich auch dieses Mal _eigentlich_ irgendetwas ganz anderes ist, das da noch unter der Oberfläche brodelt und mir die Ruhe stiehlt und dass ich aus diesem gedanklichen Hamsterrad am besten und einfachsten rauskomme, indem ich genau das Gegenteil mache, nämlich anstatt rumzuhetzen, mir bewusst Zeit für Dinge zu nehmen. Und doch, trotzdem ich den Weg kenne, kostet es jedes Mal wieder so dermaßen viel Überwindung, es dann auch so zu machen und ich weiß gar nicht, ob ich dann jetzt besonders streng oder besonders nachsichtig mit mir bin, wenn ich versuche, langsam zu machen, denn es ist immer noch eher die Langsamkeit zu der ich mich bewusst zwingen muss. Also irgendwie mehr Strenge, um nachsichtiger mit mir zu werden und mir mehr Ruhe zuzugestehen. Das klingt schon beim Formulieren kompliziert und so fühlt es sich auch (wieder mal) an.

Katja

4 thoughts on “Round and round

  1. Das Gefühl kenne ich gut: zu wissen, was eigentlich gut für einen wäre, aber es nicht zu machen, weil es irgendwie doch allem widerspricht, was man gewohnt ist. Dass du weißt, dass langsamer machen gut wäre, ist aber schon ein super erster Schritt! Alles Gute auf deinem Weg zur Langsamkeit!

    • @Lebenswanderung: Danke für die Wünsche!🙂
      In meinen Augen ist eines der gemeinen Dinge, dass solche Veränderungen so mühsam und langwierig sind. Es ist ja schon ein gewaltiger Schritt, die eigenen Muster zu erkennen und wahrzunehmen, aber dass das nur so ein winziger Schritt ist im ganzen Prozess des Vorankommens und Änderns ist, frustriert mich seit Jahren immer mal wieder.

      • Das verstehe ich wirklich sehr gut! Mir geht es genauso: diese Veränderung der eigenen Verhaltensstrukturen, die einem selbst nicht gut tun, ist so schwierig und es gibt einfach keine Abkürzung dafür. Aber irgendwie können wir auch stolz sein, dass wir uns diesen großen Veränderungen stellen und sie aktiv gestalten und nicht deren Opfer sind. Wir halten durch!!🙂

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