Ey wie Feige!

Juppidu! Es gibt wieder die ersten richtig leckeren Feigen des Jahres und genau passend dazu, bin ich vor ein paar Tagen in meinen Blog-Entwürfen über die beiden Zutatenlisten gestolpert. Zum Glück hatte ich die Zutaten bei der Zubereitung direkt notiert, das ist nämlich beides verdammt lecker geworden. Hier jetzt also noch mit Anleitung die kompletten „feigen“ Rezepte.

Feigen-Chutney

Dafür braucht man:

12 Feigen (das sind ca. 500 g)
500 g rote Zwiebeln
1 daumengroßes Stück Ingwer
4 Knoblauchzehen
150 g Rohr-Ohr-Zucker
1/3 Tube Tomatenmark
2 TL Harissa (oder was man eben so zum Schärfen mag, Chili, Sambal Oelek…)
2 TL Salz
100 ml heller Balsamico
300 ml trockener Rotwein
2 EL getrockneter Thymian
1 Zimtstange
Pfeffer, frisch gemahlen
1/2 TL gemahlenes Piment
Olivenöl

Und so geht’s:

Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch schälen und sehr klein schnippeln, die Feigen waschen und in kleine Stücke schneiden, die Gewürze bereitstellen und den Rest abmessen.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln, Knobi und Ingwer darin unter Rühren anschwitzen, die Feigen dazugeben, ebenso den Zucker und das Tomatenmark. Bei ca. 2/3 aufgedrehter Herdplatte unter Rühren ein paar Minuten braten bis der Zucker schmilzt und das Tomatenmark ein bisschen bräunt, dann mit Balsamico ablöschen. Den Rotwein dazugeben und ebenfalls alle restlichen Zutaten. Ca 1 Stunde leise vor sich hinköcheln lassen bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist, evtl. noch mal abschmecken, dann die Zimtstange rausfischen und das heiße Chutney in sterile (wie man das im Backofen machen kann, hatte ich hier mal beschrieben) Schraubgläser füllen. Für ein paar Minuten auf den Deckel stellen, dann umdrehen. Die angebrochenen Gläser sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Chutney ist, ähnlich wie Marmelade, etliche Jahre haltbar.

*

Feigen-Marmelade

Dafür braucht man:

20 Feigen (etwas über 800 g)
270 g Gelierzucker 1:3
60 ml Portwein
2 Vanilleschoten
1 Prise Zimt
6 schwarze Pfefferkörner

Und so geht’s:

Die Feigen waschen und in kleine Würfel schneiden. In einem großen Topf mit dem Portwein vermischen und eine Weile durchziehen lassen. (Ich hatte einen sehr genialen Vintage-Port, der mittlerweile leider alle ist. Geschmacklich ebenso gut vorstellen könnte ich mir einen Olorosso-Sherry oder noch besser einen Pedro Ximénez.)
Die Vanilleschoten auskratzen, die Pfefferkörner in einem Mörser oder mit einem Messergriff grob zerstoßen. Vanillemark, Pfeffer und den Zimt zu den Feigen geben, die Vanilleschoten ebenfalls und alles für eine Weile bei niedriger Hitze vor sich hinköcheln lassen, damit die Feigen etwas weichkochen und der Alkohol verfliegt. (Bei früheren Marmeladenrezepten mit Alkohol ist mir irgendwann aufgegangen, dass der Alkohol das Gelieren verhindert, wenn zu viel drin ist und dass die Marmeladen dann recht flüssig bleiben.) Alles ein kleines bisschen abkühlen lassen, dann die Vanilleschoten rausnehmen und unter kräftigem Rühren, damit es nicht klumpt, den Gelierzucker einrühren. Wieder auf den Herd und unter Rühren zum Kochen bringen und für 3 – 4 min sprudelnd kochen. Dann sofort in sterile Schraubgläser füllen und diese für ein paar Minuten kopfüber hinstellen. (Also die Gläser, nicht die Köchin kopfüber!)

Fertig! Lecker!

Katja

11 thoughts on “Ey wie Feige!

  1. Feigen an sich mag ich nicht. Ich hab die aber zum Süßen für alles Mögliche entdeckt. Selbstgemachte Nougatcreme schmeckt damit sooo lecker … Vielleicht trau ich mal ein ein Chutney.

      • Julchen😉 :-*
        Du erlaubst, Katja?
        200g Haselnüsse rösten (bummelig 10, 12 Minuten bei ca. 120Grad), bis sie braun werden, es nach Nüssen duftet. Nüsse in ein Geschirrtuch geben und durchkneten. Die Haut geht so spielend leicht ab. Die noch warmen Nüsse in einen Mixer geben und zu Nussmus pürrieren. Wenn du eine richtig homogene Masse hast, drei, vier, fünf oder sechs getrocknete Feigen dazugeben. Je nachdem, wie süß du es magst. Weiter mixen. Dazu dann Schokolade mit 80/85% Kakaogehalt, (circa 80-100g, Musst du probieren zwischendurch, wie schokoladig du es magst), die gibts ja sicher auch vegan, sonst musst du zu Kakaobohnen greifen (ich übe mich gerade im Selbstmachen von Schokolade; was eine Sauerei und bisher eher mit „mäßigen“ Erfolgen.) Weiter mixen. Das hat jetzt die Konsistenz von fertiger Nougatcreme, die in der Sonne stand, würde aber so wie sie ist steinhart werden, wenn sie abkühlt. Also Öl rein. Ganz wichtig: Albaöl! Albaöl ist ein rein pfanzliches Öl, das original wie geschmolzene Butter schmeckt. Dadurch bekommt die Nougatcreme einen ganz weichen Geschmack. Mit anderen Ölen ist das irgenwie … hm. Langweilig. Wie viel Öl, kann ich dir gar nicht sagen. Ich mach das nach Gefühl. Mach lieber weniger rein. Wenns zu fest wird, kann man das Ganze nochmal im Wasserbad erwärmen, und mehr Öl dazugeben. Andersrum bleibt flüssig flüssig. Ich denke so 150ml müssen schon rein.Pi mal Auge.
        Sorry, meine „Rezepte“ sind nicht zum Weitergeben gedacht. Ich benutze weder Messbecher noch Waage und mach alles freischnauze😉

  2. Hättste mir doch schonmal nen Eimer von schicken können…;o)>

    Wird nächste Woche direkt nach gebaut!
    Ich habe italienische Schoko/Nusscreme bestellt die ist mit Olivenöl, schmeckt auch.

      • Leider ja. Unser neues (gebrauchtes) Motorboot liegt bei Papa in der Elbe und leider ist, vermutlich wegen dem höheren Gewicht des Bootes und dem derzeitigen extremen Niedrigwasser unser Steg kaputt gegangen…ein ordentlicher Knick im Flachstahl. Sieht aus als wäre da ein Dampfer gegen gefahren. Vermutlich Scherkräfte in der Buhne. Da wollten wir lieber ein paar Tage früher als zu spät nach sehen. Das Boot bekommt der Papa ja nicht aus dem Wasser, das machen wir morgen früh. Und das Wetter ist hier fast genauso toll wie in Kroatien.
        Liebe Grüße.

  3. @Steffi: Haste schon?🙂

    @Jane: Ich mag frische Feigen noch deutlich lieber als getrocknete. Kann mich noch erinnern, dass ich die zum ersten Mal auf meiner ersten Spanienreise frisch probiert habe und da noch gar nicht wusste, wie man sie nun isst und ob man tatsächlich einfach reinbeißen und die ganze „Schale“ mitessen kann.😀
    Ich träume noch von einem Feigenbaum hier im Garten, aber erst mal noch ein paar andere Dinge hier richten.

    Und klar erlaube ich und freu mich auch über’s Rezept. Verdammt klingt das lecker! Wo bekommt man denn das Albaöl? Hab ich, glaube ich, noch nie gesehen.

    @Jule: Ach wie schade, dass ihr früher zurück musstet! Ist alles gut gegangen beim Boot aus dem Wasser holen? Lässt der Steg sich richten?

    • @Holger: Danke! Und lecker ist das wirklich. Nachdem wir in diesem Jahr im neuen Garten noch nichts gemacht haben, außer das Gewächshaus aufzubauen und Rasen zu mähen, will ich nächstes Jahr mal nach einem Feigenbäumchen Ausschau halten. Mit Glück gedeihen die nämlich in der Gegend, ich hab schon ein paar gesehen.🙂

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