Im Wort-Sinn

Es ist manchmal so kompliziert, wenn der Kopf so übervoll ist und ich das, was mich so sehr beschäftigt, einfach nicht in Sätze gegossen bekomme. So viel Widerstreit – gedanklich und gefühlsmäßig – in mir, dass mir ganz schwindlig wird. Das kenne ich so nicht. Da war früher fast immer nur eine alles überdeckende Traurigkeit, die war vertraut, wie das alte Lieblingsshirt, damit konnte ich umgehen. Jetzt ist sie meistens immer noch die erste, die zur Stelle ist, aber da ist auch etwas in mir, das dann – nicht immer, aber gelegentlich – trotzig die Nase hochzieht und merkt, dass da noch jede Menge anderer Gefühle zum Vorschein kommen.

Und ich ahne, wie treffend der Begriff des Selbst-Bewusst-Seins ist, denn irgendwo unter und hinter der Traurigkeit liegt dieser ganze Rest von mir, der mir fast mein ganzes Leben verschlossen, und teilweise nicht nur das, sondern sogar verborgen, war und auch das gehört zu mir. Und je bewusster mir diese Teile meines Selbst werden und je mehr ich ihnen zugestehen kann, da und Teil von mir zu sein, desto selbst-bewusster werde ich tatsächlich. Zumindest ein Stück weit. Und neben all den komplizierten Dingen im Kopf ist das zumindest eine gute Erkenntnis.

Katja

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