So einer.

Diese Tage, an denen man so in die altvertrauten Muster des Selbstzweifels und Selbsthasses zurückfällt, weil sie immer noch so dicht unter der Oberfläche lauern und diese sofort durchbrechen, wenn sie wittern, dass das endlich wieder mal eine Chance für sie ist, weil man gerade zu schwach ist, das im Kopf laut bohrende „was ist nur falsch an mir?“ zu ignorieren oder gar mit einem „gar nichts, du bist ok wie du bist“ gegenzuhalten, wie das an guten Tagen mittlerweile immerhin manchmal geht.

*

Diese Tage, an denen man sich fragt, wie es wohl wäre, eine Art Gartenzaun ums Herz zu haben, um es nicht immer direkt so weit für Menschen zu öffnen und sich damit nicht so schutzlos und verletzlich zu machen, aber noch während man überlegt, wie das sein könnte, fängt man eigentlich schon wieder an, darüber nachzudenken, dass es dann aber ein sehr kleiner und niedriger Zaun sein müsste und in einer freundlichen und einladenden Farbe und vielleicht mit ein paar Lücken und einem nie verschlossenen Tor und mit ein paar Blümchen die durch den Zaun nach draußen wachsen, weil man es eigentlich ja gar nicht will, dieses Menschen-Aussperren, weil man ihnen ja nahe kommen will.

*

Diese Tage, an denen man irgendwann mit Kaffee auf der Terrasse sitzt, nochmal kräftig die Nase putzt und den Wolken beim Umherziehen zuschaut.

Es ist, wie es ist und es kommt, wie es kommt.*

Katja

 

[*Das ist das Lebensmotto des Protagonisten aus „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson]

5 thoughts on “So einer.

  1. „dass es dann aber ein sehr kleiner und niedriger Zaun sein müsste und in einer freundlichen und einladenden Farbe und vielleicht mit ein paar Lücken und einem nie verschlossenen Tor und mit ein paar Blümchen die durch den Zaun nach draußen wachsen, weil man es eigentlich ja gar nicht will, dieses Menschen-Aussperren, weil man ihnen ja nahe kommen will.“
    Du bist echt süß!
    :o***

  2. Ich wünsche mir manchmal eine Seelenselbstschutzanlage, die immer, wenn sich mir jemand mit der Absicht nähert, mal so richtig in die Zwölf – du weißt vielleicht, was ich meine – mit einem lauten „Alarm! – Alarm! – Alarm!“ meterdicke Wände hochfährt…

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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