Als ob man mit dem Denken je fertig würde / 17 to go

Wo ich mich gerade wieder so häufig im Blogdashboard rumtreibe, ist mir aufgefallen, wie viele Entwürfe von Blogartikeln ich noch dort gespeichert habe.

Vieles angefangene Gedanken, bei denen ich aus irgendeinem Grund, vermutlich meist vom klingelnden Telefon, aus dem Denk- und Schreibfluss gerissen wurde, die ich dann nicht direkt weiterschreiben und auch später nicht wieder aufgreifen konnte, weil die Gefühlslage, aus der heraus sie entstanden sind, dann nicht mehr so war und ich den losen Faden nicht mehr zu greifen bekam. Gerade habe ich in ein paar davon reingelesen, mich teilweise gefreut, wieviel weiter ich doch in meiner Entwicklung bin, teilweise geschluckt, weil die Dinge immer noch so plastisch und aktuell sind, wenn ich darüber lese.

Zum Glück gibt es aber auch so „harmlose“ Dinge, wie angefangene Rezepte, wo ich nur schnell die Zutaten notiert habe, um sie nicht zu vergessen, aber nie dazu gekommen bin, das Rezept dann tatsächlich zu bloggen. Vielleicht sollte ich wenigstens einige davon noch aus der Versenkung holen, um sie wiederzufinden. Die Entwürfe durchsuche ich ja niemals mit, wenn ich auf der Suche nach einem Rezept bin, von dem ich denke, es schon gebloggt zu haben.

Und dann noch jene Entwürfe, wo ich scheinbar irgendeinen Gedanken hatte, ein Thema, über das ich dringend mal bloggen wollte, aber gerade keine Zeit dafür hatte und wo ich dann teils nur Überschriften, teils 2, 3 Sätze skizziert habe.

Am meisten erstaunt hat mich aber der Fund eines kompletten Artikels (über Florenz!1elf) aus einer Serie von Reiseberichten. Den hatte ich damals fertig geschrieben, wollte ihn aber erst veröffentlichen, wenn ich mit dem nächsten Teil wenigstens schon begonnen hatte, weil ich pro Teil mehrere Stunden brauchte und dann habe ich aber nie weitergeschrieben und jetzt liegt dieser eine Teil immer noch in den Entwürfen rum.

Eigentlich müsste/sollte/könnte ich da mal aufräumen. Ein paar löschen, ein paar fertig schreiben, ein paar einfach so veröffentlichen, auch wenn der zeitliche Bezug nicht mehr da ist. Mal sehen, ob ich Zeit dafür finde!

Es ist ja schon manchmal schräg, im eigenen Blog ein bisschen zurückzublättern und zu lesen, in den Entwürfen fühlt sich das noch seltsamer an, so viele unfertige Gedanken…

Katja