AngSTarre

Ich weiss gar nicht mehr, wie das geht, mich mit solchen „Psychothemen“ auseinanderzusetzen, ohne sie ins Blog zu schreiben. Jetzt knabbere ich seit Wochen an einem rum und bekomme es nicht zu fassen, so wie es mir früher –  in Präblogzeiten – eigentlich immer ging, auch wenn ich mich kaum erinnern kann, was ich stattdessen gemacht habe. Ich weiss nur, dass ich damals™ ewige Gedankenkreisel hatte und nicht wirklich vorankam. Das Aufschreiben ist einfach meins. Aufschreiben, um zu sortieren, um Gedanken (be-)greifbar zu machen, als meine ganz eigene Therapie. Jetzt bei diesem Thema möchte ich das #aus_Gründen nicht. Das geht zu tief rein und überhaupt komme ich dem schreibend (ganz grundsätzlich, nicht mal auf’s Blog bezogen) nicht bei, schweife dann doch direkt wieder ab. Zu schwierig, zu tief, zu viel Angst vor dem, was ich damit (in mir) lostreten könnte. Ich weiss nicht, wie herum ein Schuh daraus werden kann. Vor allem einer, der mir dann auch passt.

Und so schiebe ich das über-diese-Sache-nachdenken-mich-dieser-Sache-stellen vor mir her wie einen Punkt auf der todo-Liste und genauso unangenehm piekt er von Tag zu Tag schlimmer. Ich will das ja eigentlich _hinter mich bringen_ – auch und gerade, um in der Therapie weiterzukommen. Den Termin heute habe ich abgesagt, weil ich mich ein Stück weit so fühle, als hätte ich die Hausaufgaben (die nur ich selber mir gedanklich gestellt habe) nicht erledigt. Keine Zeit, keine Ruhe, ich muss da noch mehr drüber nachdenken, das hat sich noch gar nicht gesetzt. Und eigentlich rede ich mich damit nur vor mir selber raus. Denn eigentlich ist es _wieder mal_ Angst, die mich davon abhält. Angst vor dem Ungewissen, das hinter dieser Tür liegt, Angst an einem Status Quo zu rütteln, ohne zu wissen, was danach kommen kann. Und statt einfach loszugehen und zu gucken, erstarre ich in einer vor einem ganzen Leben antrainierten Angst.

Und ich ahne nur vage, dass das hier keine Selbstschutzstarre ist, ganz im Gegenteil. Und dabei gibt es – ganz subjektiv betrachtet – für mich nichts zu verlieren.

Mistmist.

Katja

Werbung