Wirre Träume

Ich bin mit einer Gruppe von Menschen, von denen mir aber niemand bekannt vorkommt, in einem riesig großen, aber ziemlich abgerockten Hotel. Es findet irgendein Seminar statt, aber ich weiss nicht, worum es geht. Ob ich das im Traum wusste und nur beim Aufwachen vergessen habe oder ob ich es auch im Traum nicht wusste, weiss ich nicht so genau. Weil ich aber ohnehin nicht zuhörte, worum es ging, vermute ich, dass ich es auch im Traum gar nicht wusste.

Wir befinden uns in einer riesigen Halle des Hotels, dann bin ich aber urplötzlich auf einem kleinen Zimmer und Loreley und Rory Gilmore (ey, es ist Jahre her, dass ich die Gilmore Girls gesehen habe) kommen in mein Zimmer gestürmt, lassen sich auf mein Bett fallen und plappern non Stop auf mich ein als wären wir die ganze Zeit schon mitten in einer Unterhaltung gewesen. Ich versuche, mich weiter auf das Auspacken meines Koffers – ein kleiner roter Lederkoffer, den ich in meiner Kindheit immer mit auf Reisen hatte – zu konzentieren. Die ganze Situation scheint mir absurd, weil ich gar nicht weiss, worüber die beiden reden und weil ich weiss, dass ich die beiden nur aus der Serie kenne und nicht verstehe, wieso die mich auf einmal kennen. Dann hänge ich ein weisses Flatterkleid, das ich mit 16 besessen habe, in den Schrank des Hotelzimmers und als ich mich wieder zum Zimmer rumdrehe, stehe ich wieder in diesem riesigen Saal des Hotels, in dem das Seminar stattfindet.

Der Raum ist hoch und hat alle paar Meter große Kronleuchter von den Decken hängen und auf dem Boden und an den Wänden ist ein dunkelrot-orange gemusterter Teppich verlegt. Es gibt keine Fenster, nur künstliches Licht, was die ganze Atmosphäre unwirklich erscheinen lässt. In der vorderen, vom Eingang aus rechts gelegenen Ecke gibt es laut ratternde und blinkende Spielautomaten. Ganz an der hinteren Wand, mittig, sitzt meine Seminargruppe. Der Raum ist so riesig, dass ich sie von der Tür aus kaum dort sehen kann. Ich laufe los und der dicke Teppichboden verschluckt meine Schritte komplett. Das Rattern der Spielautomaten wird immer leiser, je weiter ich mich davon entferne. Irgendwann komme ich bei der Gruppe an, die in bequem aussehenden Polstermöbeln sitzt. Ich lasse mich in einen kiwigrünen freien Sessel fallen, der mehr aus einer Liegefläche als aus Sitzfläche und Rücken besteht. Kaum lehne ich mit dem Rücken an, rast der Sessel los, quer durch den Raum. Er scheint irgendeinen Mechanismus zu haben, der ihn in Gang setzt, sobald man sich gegen die Rückenlehne lehnt. Ich finde schnell heraus, dass ich durch Gewichtsverlagerung die Richtung ändern kann und immer wenn ich das tue, entfährt mir ein lautes ‚huuuiiiii‘.

Meine Seminargruppe wird total ungehalten, weil ich ohnehin schon zu spät war und sie deswegen nicht anfangen konnten und ein Mann, den ich auf einmal erkenne (O. mit dem zusammen ich eine dreijährige Fortbildung gemacht habe) brüllt mich mit einem Megaphon quer durch den Raum an. Mir ist das aber egal. Ich sause weiter mit meinem Sessel, laut ‚huuuiiii‘-rufend über den schweren Teppichboden.

Irgendwann bin ich zu schnell und knalle gegen eine der mit Teppich verkleideten Wände und werde wach.

Katja

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4 Kommentare zu “Wirre Träume

  1. @Jule: Ich drücke dir die Daumen, dass deine Träume bald wieder schöner werden! Ich hab mich jahrelang immer nur an Albträume erinnern können, das war nicht schön. Drück dich! 🙂

    @lollyjanepolly: Da würden sicherlich noch mehrere mitmachen wollen! 😀 Sei herzlich auf meinem Blog willkommen! 🙂

    @Anette: Das fand ich auch erstaunlich logisch für einen Traum! Ohne hätte ich ihn ja in dieser riesigen Halle gar nicht hören können. 😀

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