Schönes 50/15

*im Sonnenschein mit guter Musik in den Ohren am Rhein spazieren gegangen

*als liebenswert bekloppt bezeichnet worden 🙂

*ein bisschen gerührt über Sorge

*großartige Menschen aus dem Internet schicken mir Rotwein und Vanillekipferl ❤

*und nochmal neue Blümchen zum Freuen geschenkt bekommen ❤

*viel Zeit mit der Nase in Büchern verbracht

*mitgefreut und wieder mal und immer wieder froh über Austausch ❤

*den kompletten Sonntag auf dem Sofa vor der aktuellen Serie verdrömmelt, was ich, glaube ich, noch nie gemacht habe, was aber tatsächlich mal sehr entschleunigende Wirkung hatte

Katja

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Gelesen von August bis November

Ja äh. Nachdem ich in den ersten 7 Monaten des Jahres wirklich viel gelesen habe, habe ich dann erst mal schlagartig aufgehört und zwischendrin wochenmonatelang überhaupt nicht gelesen, weil so viel anderes so viel wichtiger war. Aber ich bin ziemlich froh, dass ich jetzt langsam wieder zu meinem fast täglichen Lesen zurückkehre. Zwar nicht ganz so viel wie vorher, aber das ist gerade alles besser als diese ganze Zeit ohne Bücher.

Leonie Swann – Dunkelsprung

Das arme Buch hat nicht verdient, was ich ihm angetan habe – ich hab’s nämlich zwischendurch wochenlang liegen lassen statt es flüssig durchzulesen. Das ist besonders deswegen schade, weil Leonie Swann mich eigentlich von den ersten Seiten an, in ihrem Bann hatte. Ich mochte schon ihre beiden Schafskrimis (Glennkill und Garou) wegen der originellen Idee, sie aus der Perspektive der Schafherde zu schreiben sehr, aber mit Dunkelsprung setzt sie da noch eins drauf.

Ich bediene mich für den Inhalt mal des Klappentextes, weil der einen Einblick gibt, ohne direkt zu spoilern, was mir bei dem Buch total schwer fallen würde:

Julius Birdwell, Goldschmiedemeister, Flohdompteur und unfreiwilliger Einbruchkünstler, wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich eine ruhige, unbescholtene Existenz führen zu können. Doch als seine Flohartisten einem plötzlichen Nachtfrost zum Opfer fallen und die geheimnisvolle Elizabeth Thorn in sein Leben tritt, überstürzen sich die Ereignisse. Ein Magier wird ohnmächtig, eine alte Dame macht sich in einem gestohlenen Lastwagen davon, ein Detektiv mit Konzentrationsstörungen findet zu einem ungewöhnlichen Haustier, und Julius sieht sich auf einmal mit existentiellen Fragen konfrontiert: Wie befreit man eine Meerjungfrau? Wie viele Flöhe passen auf eine Nadelspitze? Und warum ist das Leben trotz allem kein Märchen? Julius bleibt nichts anderes übrig, als sich weit über den Tellerrand seiner Welt hinauszulehnen und den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Ein phantastisches Abenteuer beginnt …

So vielschichtig, wie sich der Inhalt hier andeutet, ist er auch und das ist tatsächlich ein gewaltiges Abenteuer. Das wirklich Faszinierende an Dunkelsprung ist aber die Sprache des Buchs. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Stellen in einem Buch markiert, um sie wiederzufinden. Das ist eine solche Schatzkiste an schönen Sätzen, die Leonie Swann da in Buchform abgeliefert hat. Grandios.

Es war auf eine seltsame Art schlimmer gewesen, als wirklich zu ertrinken, ein Ertrinken an Küssen, jeder tiefer und trauriger als der vorherhige, und jeder mit einem bitteren kleinen Luftbläschen Hoffnung, das ihn schwindelig werden ließ vor Sehnsucht nach dem Leben.

.

„Wünsch mir Glück“, sagte Elizabeth.
„Glück“, sagte Julius, und er meinte es auch. Manchmal half es nichts wegzulaufen, sogar seine Flöhe hatten das begriffen. Manchmal musste man einfach springen, hinein ins Ungewisse. Es war eine radikale Erkenntnis. Er seufzte melancholisch.

Und vielleicht mein Lieblingssatz, den ich bisher in einem Buch gelesen habe:

Dann passierten Dinge.

 

Markus Zusak – Die Bücherdiebin

Der Tod erzählt die Geschichte von Liesel Memminger, die 1939 zu Pflegeeltern in der Nähe von München kommt. Auf dem Weg dorthin begegnet er ihr zum ersten Mal als er ihren, in ihren Armen sterbenden kleinen Bruder abholt und bei dessen Beerdigung stiehlt die 9-jährige Liesel, die gar nicht lesen kann, ihr erstes Buch. Im Hause ihrer Pflegeeltern herrscht ein eher ruppiger Ton, zumindest von der Stiefmutter aus, doch der Pflegevater bringt ihr mit viel Geduld nachts das Lesen bei, wenn Liesel wieder einmal von einem Albtraum geplagt erwacht ist. Liesel freundet sich schnell mit dem Nachbarsjungen Rudi an und dann ist da auch noch der Jude Max Vandenburg, dessen Vater Liesesls Pflegevater Hans Hubermann im 1. Weltkrieg das Leben gerettet hat. Und natürlich Liesels Liebe zu Büchern. Doch an die ist schwer heranzukommen, wo kaum genug zu Essen da ist…

Markus Zusak hat hier eine gute Verbindung aus Tragik und Humor abgeliefert. Angefangen beim Tod, der sich selber die Pointen vorwegnimmt und in dieser Zeit mit seinem Job alles andere als glücklich ist über die beklemmenden Situationen bei Bombenangriffen, die für alle im Luftschutzkeller Anwesenden dadurch erträglicher werden, dass Liesel ihnen aus ihren Büchern vorliest, bis hin zu den oft ganz normalen Streitgesprächen zwischen Liesel und Rudi und nicht zu vergessen, den verbalen Ausrastern von Liesels Pflegemutter. Von herzhaftem Lachen bis zum dicken Kloß im Hals, alles da, alles im Wechsel. Gutes Buch, alleine schon weil ich Liesels innige Bücherliebe so gut nachvollziehen kann.

 

Andy Stanton – Sie sind ein schlechter Mensch, Mr. Gum

„Magst du eigentlich Hörbücher?“, fragte mich letztens einer und obwohl ich bisher nie Zugang zu Hörbüchern gefunden hatte (Ich kann da nicht wirklich was nebenbei machen, sonst bekomme ich nichts mit und dann hab ich bisher immer Lesen vorgezogen.), war ich spätestens neugierig als ich hörte, dass es ein selbst eingesprochenes und mit allerlei Sound unterlegtes Hörbuch, also eher ein Hörspiel ist. Irgendwann nachts hatte ich’s fertig runtergeladen und wollte nur mal gaaaanz kurz reinhören und dann war’s auch schon halb 4, das Buch zu Ende und ich war vom vielen Lachen wieder hellwach.

Ganz grob geht es um einen Bösewicht, Mr. Gum, der in einem total versifften Haus, inmitten des hübschesten, grünlichsten, geblümtesten, gartenartigsten Gartens von ganz Bad Lamonisch an der Bibber lebt. Und dass der Garten so hübsch, grünlich, geblümt und gartenartig ist, liegt daran, dass immer, wenn er den nicht ordentlich pflegt in seiner Badewanne eine Fee mit einer Bratpfanne erscheint und ihn verhaut. Nun gibt es aber auch einen Riesenköter von einem Hund, Jakob, dem der Garten gefällt und der dort regelmäßig spielt, was den Garten verwüstet, was Mr. Gum Hiebe mit der Pfanne einbringt. Der Hund muss also weg! Aber dann ist da auch noch Polly…

Nun hieß dieses kleine Mädchen zwar Jammy Grammy Lammy F’Huppa F’Huppa Berlin Stereo Eo Eo Lebb C’Yepp Nermonica le Straypek de Grespin de Crespin de Spespin de Vespin di Schwupp di Wupp de Brönckel Frohe Weihnachten Lenoir, aber ihre Freunde nannten sie einfach Polly.

Du wirst dich jetzt entscheiden müssen, ob du mit ihr befreundet bist. Wenn ja, darfst auch du sie Polly nennen.

Aber wenn du nicht mit ihr befreundet bist, musst du jedes Mal, wenn du in dieser Geschichte den Namen »Polly« siehst, im Geiste stattdessen »Jammy Grammy Lammy F’Huppa F’Huppa Berlin Stereo Eo Eo Lebb C’Yepp Nermonica le Straypek de Grespin de Crespin de Spespin de Vespin di Schwupp di Wupp de Brönckel Frohe Weihnachten Lenoir« sagen. Wenn sie zum Beispiel einen Hügel hinunterrennen will, etwa so –

Polly raste den Hügel hinunter wie eine wild gewordene Murmel

– brauchst du dir, wenn du mit ihr befreundet bist, keine Sorgen zu machen. Aber wenn du nicht mit ihr befreundet bist, wirst du es so lesen müssen:

Jammy Grammy Lammy F’Huppa F’Huppa Berlin Stereo Eo Eo Lebb C’Yepp Nermonica le Straypek de Grespin de Crespin de Spespin de Vespin di Schwupp di Wupp de Brönckel Frohe Weihnachten Lenoir raste den Hügel hinunter wie eine wild gewordene Murmel.

Die meisten Menschen in Bad Lamonisch an der Bibber zogen es vor, mit Polly befreundet zu sein, um Zeit und Aufwand zu sparen.

…und Freitag O’Leary, die Jakob natürlich am Ende retten! Schließlich ist das ein Kinderbuch! Aber tragisch wird’s schon zwischendrin…

Das Buch ist eines der großartigsten Kinderbücher, die ich je gelesen habe – das habe ich mittlerweile nämlich auch nachgeholt, nachdem ich es schon ein gutes Dutzend Mal angehört hatte. Andy Stanton schreibt unheimlich witzig und hat total verrückte und interessante Ideen. Noch besser gefällt mir aber die Hörbuch-/Hörspielvariante! Die ist so unfassbar charmant, dass ich auch nach so vielen Malen, die ich sie schon gehört habe, jedes Mal wieder lauthals lachen muss.

Und damit du dir vorstellen kannst, wie erstaunlich das (Hör-)Buch ist

denk dir eine Zahl zwischen eins und zehn.

Multipliziere diese Zahl mit fünf.

Addiere zu der Zahl dreihundertfünfzig.

Ziehe elf ab.

Wirf all diese Zahlen weg.

Und stell dir einen ganz erstaunliches Buch vor.

Egal, mit welcher Zahl du angefangen hast, nach meinen Berechnungen müsstest du jetzt an ein erstaunliches Buch denken. Und genauso erstaunlich war Andy Stantons Buch.

(Das stammt natürlich auch aus dem Buch, ich hab’s nur von Garten in Buch abgewandelt, denn eigentlich geht es um den hübschen, grünlichen, geblümten, gartenartigen Garten von Mr. Gum.)

Wie großartig, dass es noch jede Menge ungelesene Bände der Reihe gibt! \o/

 

Katja

#irgendwas_mit_Halt

abhalten
abseitshalten
anbehalten
aneinanderhalten
anhalten
aufhalten
auseinanderhalten
aushalten
behalten
beibehalten
beeinanderhalten
beihalten
beinhalten
beisammenhalten
bereithalten
dafürhalten
dagegenhalten
danebenhalten
davorhalten
dazuhalten
dichthalten
dranhalten
draufhalten
durchhalten
einhalten
emporhalten
entgegenhalten
enthalten
erhalten
feilhalten
fernhalten
festhalten
freihalten
gefangenhalten
gegeneinanderhalten
gegenhalten
gehalten
geheimhalten
geradehalten
geringhalten
haushalten
herhalten
hinhalten
innehalten
mithalten
nachhalten
nebeneinanderhalten
niederhalten
offenhalten
ranhalten
raushalten
sauberhalten
standhalten
steifhalten
stillhalten
überhalten
unterhalten
verhalten
vorenthalten
vorhalten
wachhalten
warmhalten
weghalten
werthalten
zueinanderhalten
zugutehalten
zuhalten
zurückhalten
zusammenhalten

 

Katja

Schönes 49/15

Erstaunlich, wie viel sich selbst in Wochen, in denen ich krank bin und echt durchhänge, so ansammelt, wenn ich nur genau hinschaue, wo das Gute sich versteckt hält!

*eine Nacht mit fast 7 Stunden Schlaf! \o/ \o/ \o/

*wieder mal festgestellt, wie sehr mir in den letzten Jahren einige Menschen ans Herz gewachsen sind und was für großartige Freunde ich habe

*festgestellt, dass ich das noch kann mit dieser Konsequenz und Kontinuität, wenn ich mir etwas vorgenommen habe 🙂

*krank geworden, was blöd ist, aber mich auch gewaltig zum Staunen gebracht hat, weil ich ’nen großen Batzen lieber Nachrichten bekommen hab. #internet<3

*erst was versteckt, dann sowas ähnliches gefunden ❤ #irgendwasmiteiern

*neue bunte Socken (ja, schon wieder *knirsch*)

*die zu großen Teevorräte durch krankheitsbedingten tagelangen Kaffeeverzicht und nur Teetrinken ein bisschen eingedampft (hey, Positives in blöden Sachen finden, kann ich voll gut! :mrgreen: )

*nach einer Woche in der Bude zum ersten Mal wieder rausgehen \o/

*ein Notizbuch eingeweiht und spontan eine ganze Menge ziemlich gute Dinge reingeschrieben

*eine neue und gute trotzige Seite an mir entdeckt

*’bleib du selbst‘ gesagt bekommen, was wohl eines der freundlichsten und schönsten Dinge ist, die man gesagt bekommen kann

*der erste Kaffee nach 5 Tagen Abstinenz \o/

*Menschen, die einen erden!1elf

(tld) – 📫 – 🚹 (This!) #gnihihi #gogogo 🙂

Katja

 

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trotzig

Dann wird dir zum ersten Mal bewusst, dass du in der letzten Zeit eine Art Trotzgefühl gegen dich selber, gegen deine eigenen Gedanken entwickelst, das, nicht immer aber doch schon gelegentlich, dann anspringt, wenn der Selbsthass in dir hochkocht. Wenn du dich gerade wieder mal klein und wertlos und falsch fühlst, so wie du bist, ist da auf einmal auch ein Gedanke, dass du dich nicht mehr so fühlen willst, dass du dich nicht mehr selber abwerten willst, dass du endlich aus diesem Muster ausbrechen willst. Und der Kopf traut sich zu denken und in Sätze zu fassen, dass es vielleicht ja auch gar nicht so ist, dass du überhaupt nicht wertlos bist, sondern ganz ok, so wie du bist und ja eigentlich genau weisst, wo diese negativen Gefühle herkommen und dass die dazugehörigen Gedanken nicht wahr sind oder zumindest nur so wahr, wie du ihnen Wahrheit zugestehst. Auch wenn sie sich so anfühlen. Und es wird dir bewusst, dass du wahrscheinlich diesem dich selber mögen und annehmen, diesem _Selbst_wert_gefühl noch nie so nah auf den Fersen warst, wie jetzt in dieser Zeit und dass das ja schon irgendwie ziemlich cool ist.

Katja

Moi j’veux crever la main sur le cœur

Wie riecht Winter für dich? Was siehst du, wenn du die Augen schließt? Hast du gerade kalte Füße? Und Hände? Magst du Erdnussbutter? Woran denkst du morgens als erstes? Und abends zuletzt? Wie trinkst du deinen Kaffee? Trinkst du überhaupt welchen? Ist in deinem Kopf immer Musik? Welcher Song jetzt gerade*? Marmelade oder Käse? Was schiebst du immer wieder auf? Und was erledigst du immer direkt? Fehlt dir der Sommer? Was fehlt dir sonst noch? Hast du heute schon laut gelacht? Worüber? Wein oder Bier? Berge oder Meer? Findest du die letzte Frage auch unnötig? Hast du einen Lieblingsduft? Wann stehst du morgens auf? Immer um die gleiche Zeit? Wenn du mit einem Fingerschnippsen an einem anderen Ort sein könntest, wo wärst du dann jetzt? Und wenn das gleiche auch mit einer anderen Zeit funktionieren würde? Enthalten deine Sätze eigentlich immer noch häufig das Wort „eigentlich“? Kannst du gut über dich selber lachen? Wen hast du als Kind am meisten bewundert? Bist du gerne alleine? Bist du ein Morgenmuffel? Was bringt dich so richtig auf die Palme? Wie kommst du wieder runter? Hast du eine Lieblingszahl? Rot oder blau? Popcorn süß oder salzig? Liest du gerade ein Buch? Ist es gut? Rund um einen See spazieren gehen oder von Kneipe zu Kneipe ziehen? Oder ist das Stimmungssache? Wann hast du zum letzten Mal geweint? Was tröstet dich, wenn du traurig bist? Lieber das Buch lesen oder den Film sehen? Magst du deinen Vornamen? Was hast du immer dabei, wenn du die Wohnung verlässt? Lächelst du manchmal dein Spiegelbild an? Möchtest du noch was trinken? Wie geht es dir gerade?

Katja

*Hierso:

Augen zu und tief einatmen!

Eigentlich sind wir nur auf dem Weg von A nach B in der Straße unterwegs, doch auf einmal ist da dieser Geruch mitten in der Altstadt von Antwerpen. Erdig, würzig, orientalisch. Die Augen schweifen, suchen den Ursprung. Das kann unmöglich eines der Restaurants in der Nähe sein. Das sind fast alles Italiener, typische Touristenabzockläden. Dann links, von aussen eher unscheinbar, durch’s Fenster sichtbar viele Reihen von Gewürzen. Ein Schriftzug ‚Jambalaya‘. Ich kann nicht vorbeigehen. Ich kann an solchen Gewürzläden oder -ständen nie vorbeigehen. Der Duft zieht mich magisch ins Innere des kleinen Ladens. Teile der Decke und der Wand hinter der Verkaufstheke sind mit schweren Orientteppichen abgehängt. Im Thresen, der eine Vitrine ist, stehen unzählige Behälter mit eingelegten Oliven, Peperoni, Artischocken und sicher einem halben Dutzend Dingen, von denen ich nicht mal genau weiss, was es überhaupt ist. An der gegenüberliegenden Wand über die komplette Länge ein großes Holzregal mit schrägen Kisten, in denen sich die Gewürze in Tüten stapeln. Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer, Oregano, Knoblauch. Ich kann mich überhaupt nicht satt riechen. Immer wieder schließe ich die Augen und atme tief ein. Irgendwann bemerke ich den Verkäufer im Hintergrund, der mich still grinsend beobachtet. Ich kann nicht anders als ihm, immer noch schnuppernd, zu sagen, was für einen großartigen Laden er hat. Er strahlt, freut sich sichtlich.
An der Wand hinter der Verkaufstheke noch ein Regal. Bis unter die Decke vollgestellt mit großen Vorratsgläsern. Nüsse, kandierter Ingwer, Kerne, Mandeln, Rosinen, Hülsenfrüchte, getrocknetes Obst, Datteln, Süßigkeiten. Der ganze Laden ein Fest für Augen und Nase. Ich sammle ein paar Gewürze zusammen, will mich aber am liebsten gar nicht losreissen. Wenn da nicht vor der Ladentür diese großartige Stadt wäre, von der ich noch so viel mehr sehen möchte…

*

Der neue Header stammt aus ebenjenem Laden, in dem ich im Juli in Antwerpen war, und ich muss nur die Augen schließen und tief einatmen und habe sofort wieder den intensiven Geruch der Gewürze in der Nase. Überhaupt wollte ich eigentlich schon lange noch viel mehr Eindrücke aus dieser tollen Stadt, die mein Herz so im Sturm erobert hat, wie es bisher nur Sevilla und Hamburg gelungen ist, hier festhalten. Vielleicht bringt mich ja der Header dazu, noch ein paar mehr Fotos rauszusuchen. 🙂

Bisweilen euch allen einen schönen Dezember! Ich bin ein bisschen spät mit dem Header am Start und auch mein Adventskalender hat noch lauter geschlossene Türchen, weil ich die letzten 2 Tage nur krank im Bett verbracht habe. Aber heute ist’s schon viel besser und morgen wird alles wieder gut! OMMM! 🙂

Katja