Nur noch 2 km!

Im Kopf gerade so viele offene Baustellen, dass sich die Gedanken aufstauen, wie die langen Schlangen von Kraftfahrzeugen auf bundesdeutschen Autobahnen an Sommerferienwochenenden. Als ich das Bild im Kopf habe, fällt mir schmerzlich auf, dass in meinem Kopf die ‚Nur noch 2 km. Vielen Dank für Ihre Geduld‘-Schilder fehlen und auch die großen Tafeln am Baustellenanfang und Ende, auf denen verkündet wird, wann mit einem zeitlichen Ende der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zu rechnen ist. Wie schön wäre es, wenn man wüsste: da jetzt nochmal 2 Wochen intensiv drüber nachdenken und dran arbeiten und dann ist der Asphalt aber wieder tippitoppi und die Gedanken können nur so drüberflutschen und holpern nicht mehr durch jenes Schlagloch aus Angst, das da seit Jahren bestand.

Stattdessen immer mehr Baustellen, immer mehr Dinge, über die ich nachdenken will/muss/sollte und ich bin wieder mal total davon überfordert, wie und wo ich damit anfangen soll. Und dann gerade jetzt beim Aufschreiben wird mir klar, dass es vermutlich wieder mal darum geht, erst mal den ganzen alten Shice noch weiter aufzugraben und auszubaggern und freizulegen, was da überhaupt drunter liegt. Dieser Gedanke, die Idee ereilt mich alle paar Wochen oder Monate und ich verstehe nicht, wieso sie mich jedes Mal wieder auf’s neue überrascht als hätte ich sie gerade zum ersten Mal.

Also erst mal atmen, dann weitergucken. Wieder mal. Immer noch. Immer weiter.

Katja