Aussen und innen

Aus der Therapiesitzung raus und nur ein kleines Stück vom Haus des Therapeuten entfernt über die Brücke auf die Insel. Alles im Nebel und Dunst, einfach loslaufen, in den Wald rein und dann nach einer Weile auf einmal die ersten hell leuchtenden Flecken auf dem Boden und die Sonne, die sich anfangs nur kurz durch ein kleines Loch im fahlen Dunst zeigt, wird immer kräftiger und der Wald wird immer bunter und passend dazu verzieht sich auch ein wenig von dem Nebel im Kopf.

*

Das, was da in der Therapie passiert ergibt für mich noch kein Gesamtbild (vermutlich wäre das auch viel zu viel erwartet). Bisher sind das einzelne Episoden und jede davon macht mich ein bisschen reicher (Ich glaube, ich habe dieses Mal endlich [Ich würde das am liebsten mit 36 Punkt Schrift, kursiv, fett und gesperrt schreiben.] einen Therapeuten gefunden, der zu mir passt.), aber sie fügen sich für mich noch nicht zusammen. Da sind bisher nur einzelne Ideen im Kopf, eine lose Folge von Akkorden, die noch keine Melodie ergeben. Mein aktuelles ‚Grundthema‘ hat er mir in der 3. Sitzung mit großer Klarheit ins Gesicht gesagt und ich konnte nur mit offenem Mund nicken, denn auf einen solch einfachen Nenner konnte ich das nie runterbrechen.

Da sind gerade so viele offene Baustellen in mir und ich habe das Gefühl, es kommen andauernd noch neue hinzu, anstatt dass irgendwo mal eine abgeschlossen wird. Aber vielleicht ist es genau das, vielleicht muss erst mal alles noch viel mehr durcheinander geraten, damit es hinterher in Ordnung kommt. Wenn ich von der Anordnung in meinen Küchenschränken wieder mal sehr genervt bin, weil ich die Sachen, die ich selten brauche, immer rausräumen muss, um an die ranzukommen, die ich in der Phase häufig brache, mache ich’s ja ähnlich. Erst mal alles raus, Riesenchaos, dann gucken, was wo wie am besten passt.

*

Es ist ganz still im Wald und wenn ich kurz stehenbleibe um zu Lauschen, kann ich hören, wie laut in dieser Stille das Geräusch von herabfallenden Blättern ist, die auf der schon dichten Laubdecke am Boden landen. Dann beim Weitergehen bloß nicht die Füße anheben – eines der besten Dinge am Herbst ist es, laut raschelnd durch Laub zu laufen. Und die bunten Fotos. Nochmal richtig viel Farbe tanken, bevor alles nur noch grau und braun ist.

Hier nochmal bunte Beute:

(Klick macht groß)

Katja

Advertisements

3 Kommentare zu “Aussen und innen

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s