Schönes 42/15

*Gekocht. So richtig mit viel Planung und Hingabe und wieder mal gemerkt, WIE gerne ich für liebe Menschen koche.

*Die liebste Guinan in echt kennengelernt und sie ist genauso toll, wie ich schon seit Jahren ‚befürchtet‘ hatte. ❤

*In dem Zusammenhang festgestellt, dass es tatsächlich leichter wird, mich einfach kopfüber in solche Treffen zu stürzen und die Angst zu überwinden.

*Good News.

*Mutig gewesen.

*Offen gewesen, Offenheit eingefordert.

*Den Therapeuten vermisst, der sich derzeit für 4 Wochen im Urlaub befindet. Eigentlich ist das ja kein guter Punkt, wenn ich aber nach nur 4 Sitzungen schon so weit bin, dass ich dann, wenn er im Urlaub ist, denke, er könnte jetzt langsam mal zurück sein, werte ich das mal als gutes Zeichen dafür, dass mir die Sitzungen gut tun.

*Beim Hören des aktuell dauernd hier in Schleife laufenden Songs einen traurigen Tweet geschrieben

und eine ganz unglaublich freundliche Antwort darauf bekommen

(Immer noch sprachlos froh. Dass ich schon so lange nicht auf Konzerte gehen kann, setzt mir oft enorm zu. Muss mich jetzt nur noch trauen, mich da tatsächlich zu melden. Ufff.)

*Schon wieder festgestellt, was für gute Menschen sich auf Twitter tummeln.

Katja

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und dergl sammelt Geschichten über Menschen, die die Welt ein bisschen schöner machen.

Und du vielleicht auch bald? 🙂

quelquefois (nT)

Katja

Ten Forward (Rezeptesammlung für ein mediterranes Menü)

Wenn man tollen Besuch aus dem Internet bekommt, darf die Küche gerne hinterher wie ein Schlachtfeld aussehen!

Ganz einfach erreicht man das so:

(Klick macht die Fotos groß.)

Erst mal Tisch decken.

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Dann die Gästin begrüßen. Weil sie vorher wissen wollte, was es zu essen gibt und ich ihr ‚Spiegelei‘ genannt hatte, gab’s dann auch zur Begrüßung Spiegelei. 😀

Nämlich: Wachtelspiegelei mit knusprig gebratenem Bacon

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Man braucht dafür:

pro Nase eine Scheibe Bacon und ein Wachetelei
eine Prise Salz

Und so geht’s:

Die Baconscheiben in eine kleine kalte beschichtete Pfanne legen, bei 3/4 aufgedrehtem Herd (bei mir Stufe 7 von 9) den Bacon so lange auslassen bis er knusprig wird. Dann in dem ausgelassenen Baconfett die Wachteleier braten. Die sollten sich nicht berühren, damit das Eiweiss nicht ineinanderläuft. Einen Hauch Salz drüber streuen. Voilà!

 

Danach dann: Rucola mit Feige, Parmaschinken und Parmesan

IMG_20151013_133900Man braucht dafür:

Rucola
frische Feigen
Parmaschinken
Parmesan

Für das Dressing:

1 Frühlingszwiebel
1 EL Dijon-Senf
Pfeffer, Salz aus der Mühle
1 Prise Zucker
Feigen-Balsamico (oder einen anderen möglichst fruchtigen Essig) (geschätze 2-3 EL)
Olivenöl (geschätzte 50 ml)

Und so geht’s:

Den Rucola putzen und waschen, die Feigen waschen. Die Frühlingszwiebel fein schneiden, in einer Schüssel mit Senf, Pfeffer, Salz, Zucker und Balsamico vermischen und mit einem Schneebesen das Öl unterschlagen bis eine flauschige Konsistenz entsteht.

Rucola auf einen Teller drappieren, Dressing drüberträufeln, die aufgeschnittenen Feigen in Parmaschinken wickeln und auf oder neben den Salat setzen, Parmesan frisch drüberhobeln.

 

Mit Suppe liegt man bei dem Wetter ja auch immer richtig. Es gab Rosmarinsuppe mit Geflügelspießchen:

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Was man dafür braucht und wie die geht, hatte ich hier schon einmal aufgeschrieben.

 

Und weil ich vorher in Erfahrung gebracht hatte, dass Guinan Fisch mag, hab ich endlich mal für Gäste Thunfischfilet braten können. 🙂
Dazu gab’s Mediterranen Kartoffelstampf und karamellisierte Kirschtomaten.

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Man braucht dafür:

pro Nase 1 Thunfischfiletsteak
Butterschmalz zum Braten
2 Knoblauchzehen
2 Rosmarinzweige
Pfeffer aus der Mühle
Pyramidensalz oder Fleur de Sel zum Drüberstreuen

Für die Tomaten:

pro Nase 10-15 kleine Kirschtomaten
etwas Butter zum Braten
1-2 TL Puderzucker (gesiebt)
wenig Salz aus der Mühle

Für die Stampfkartoffeln: (Der Einfachheit halber schreibe ich die Menge auf, die für 2 gut passt, wenn man das ganze nicht in so ein Menü einbettet, da reicht etwa die halbe Menge.)

500 g Kartoffeln
2 Schalotten
2 Zehen Knoblauch
1/2 Bund Basilikum (Ich hab bei meinem kleinen Topf ca. 1/3 gerupft)
50 g Pinienkerne
50 g getrocknete Tomaten in Öl
50 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zitronensaft zum Abschmecken

Und so geht’s:

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen. Schalotten schälen und klein hacken, ebenso die Knoblauchzehen. Beides in etwa einem EL vom Öl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett hellbraun rösten. Basilikum waschen, von den Stielen zupfen und kleinschneiden. Tomaten aus dem Öl fischen, ausdrücken und kleinschneiden.

Wenn die Schalotten und der Knoblauch glasig sind, den Rest des Öls dazugeben und leicht erwärmen.

Die Kartoffeln abgießen, wenn sie gar sind, mit einem Kartoffelstampfer nicht zu fein stampfen, Pinienkerne, Tomaten, Basilikum und Öl samt Schalotten und Knoblauch dazu geben und unterziehen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Wenn die Kartoffeln fast schon gar sind:

In einer kleinen Pfanne wenig Butter schmelzen lassen und die gewaschenen und trocken getupften (oder so rechtzeitig waschen, dass sie trocknen) Kirschtomaten in die Pfanne geben. Die Tomaten mit dem Puderzucker bestäuben und so schwenken, dass sie möglichst von allen Seiten damit benetzt sind. Die Pfanne im Auge behalten – wenn sie zu heiss ist, verbrennt der Zucker leicht, wenn sie zu kalt ist, karamellisiert der Zucker nicht richtig. Ich hab meine Platte auf 7-8 von 9 und schwenke oft durch bis die Tomaten ein bisschen weich sind. Dann noch etwas Salz drüber mahlen.

Während die Tomaten in der Pfanne schwitzen, Kartoffeln stampfen und wie oben fertig machen.

Wenn die Tomaten in der Pfanne und fast fertig sind:

Eine weitere Pfanne (für den Fisch) aufstellen und darin bei großer Hitze Butterschmalz schmelzen, das darf ruhig etwas großzügiger sein, damit der Fisch nicht festklebt. Die Knoblauchzehen nicht schälen, sondern nur mit dem Messer ein bisschen andrücken und in die Pfanne geben, ebenso die (gewaschenen, trocken getupften) Rosmarinzweige.

Wenn die Tomaten fertig sind, die Pfanne für den Fisch auf ca. Stufe 7 – 7,5 runterdrehen, die Thunfischsteaks reingeben und von jeder Seite 1 min braten. (Bei Steaks mit einer Dicke von ca. 2,5 cm sind sie dann innen noch ein kleines bisschen rosa und bleiben saftig.) Dann die Pfanne sofort vom heissen Herd wegnehmen (oder bei meinem Induktionsfeld die Platte ausschalten).

Während der Fisch in der Pfanne ist:

Kartoffelstampf auf Tellern anrichten. Wenn der Fisch fertig ist die Tomaten dazugeben und zuletzt den Fisch. Die Thunfischsteaks mit Pfeffer und Salz würzen.

Fertig!

 

Zeit für Espresso und Schnaps und vor allem eine Pause beim Essen!

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Aber dann: Nachtisch!

Es gab: Panna Cotta mit Orangenkompott

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Für das Orangenkompott braucht man:

1 – 2 Orangen
ca. 2 EL Zucker (je nach Süße der Orangen)
den restlichen Schluck aus der Grand Marnier Flasche (ca. 2 EL)
1 gute Prise gemahlenen Kardamom
1 TL Speisestärke, in einem Schluck kaltem (!) Wasser aufgelöst

Und so geht’s:

Die Orangen mit einem scharfen Messer so schälen, dass die „Filets“ frei liegen. Diese dann so raustrennen, dass die ganze Haut zurückbleibt. Das macht man idealerweise direkt über einem kleinen Topf (auch das Schälen), um den Saft aufzufangen. Den Saft aus der Haut mit der Hand ausdrücken. Grand Marnier, Zucker (erst mal mit einem Löffel anfangen und probieren) und Kardamom dazugeben, kräftig aufkochen und für ca. 5 min einköcheln lassen. Dann die in Wasser aufgelöste Stärke einrühren und noch eine Minute weiterkochen lassen.

Im Kühlschrank über Nacht abkühlen lassen.

Für die Panna Cotta braucht man: (das ergibt bei mir 3 so Portionsförmchen)

300 ml Sahne
40 g Zucker
2 Blatt Gelatine
3 EL Grand Marnier
1 TL Orangenschale (ich hatte fein pulverisierte vom Gewürzhandel drin, andere setzt sich – trotz absiebens – am Boden der Förmchen ab und bildet dann eine Schicht, die nach dem Stürzen auf der Oberseite liegt)

Und so geht’s:

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen (oder eben sonstwie nach Packungsanweisung vorbereiten). Die Sahne mit Zucker, Orangenschale und Grand Marnier vermischen und unter Rühren aufkochen bis der Zucker sich gelöst hat. Den Topf vom Herd nehmen, die Gelatine ausdrücken und einrühren bis sie sich komplett aufgelöst hat. Durch ein kleines Sieb in Portionsförmchen füllen.

Im Kühlschrank über Nacht abkühlen und erstarren lassen. (Mind. aber für 4 – 6 Stunden.)

Ich habe so kleine konische Metallformen, die sind ideal dafür. Vor dem Servieren taucht man sie einfach kurz in heisses Wasser (so dass nichts reinschwappt) und die Panna Cotta wird am Rand flüssig und löst sich vom Schälchen und lässt sich ideal stürzen.

Zum Anrichten also die Panna Cotta auf Teller stürzen, etwas Kompott drüber geben und mit Obst nach Belieben garnieren.

 

Wenn sich dann tatsächlich noch jemand bewegen kann, kann man für einen Gast, der lieber herzhaften Kram als Kuchen mag, später noch ein bisschen Käse mit Chutneys und Obst auf den Tisch stellen. 🙂

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Hachz. Ich durfte mich ausgiebig in der Küche austoben, hab eine klasse Frau jetzt auch in echt kennenlernen dürfen, hab viel gelacht, viel gequatscht. Toller Tag! Vielen Dank, dass du da warst, liebe Guinan! ❤ Dasmachenwamalwieda.

Katja

Pues claro prefiero aprender sin dolor

Und auf dem Weg begegnest du diesen wenigen Menschen im Leben, die irgendetwas in dir ansprechen, das dich denken lässt, du seist bei ihnen sicher. Die lässt du durch alle inneren Zäune und Mauern hindurch, ganz bis zu deinem Kern vordringen, legst ihnen Kopf und Herz zu Füßen, ziehst vor ihnen blank: Hier, das bin ich. Ohne Maske, ohne Schminke, ohne Fassade. Das hier ist die offenste, echteste und ehrlichste Version, die es von mir gibt und dir zeige ich sie. Bei dir will ich, dass du _mich_ siehst, so siehst, wie ich wirklich bin.

Es ist nur ein leises Klirren zu hören, tief in dir drin, nur ein feiner Sprung, den das Herz bekommt, wenn ausgerechnet einer dieser Menschen, dir zu verstehen gibt, dass du mit genau dieser Nähe bei ihm verkehrt bist, dass du lieber bequeme Lügen erzählen sollst.

Dann stehst du da mit Tränen in den Augen, die Arme in einer hilflosen Geste ausgestreckt und das erste ‚Aber…‘ bleibt dir fast im Hals stecken.

Bis du dich darauf besinnst, wer du bist, wie du bist und dass genau und ausgerechnet diese Offenheit und Echtheit und Ehrlichkeit, die Dinge an dir sind, die dich ausmachen, die dich zu dir machen. Mit dem zweiten ‚Aber…‘ bricht die Wut aus dir heraus und du fragst: was willst du denn überhaupt?! Wasch mich, aber mach mich nicht nass?! Und du merkst, inmitten des Strudels aus Ent*Täuschung, dass dieses vermaledeite 2015 doch ein gutes Jahr ist, weil diese Wut eine gute und neue Wut ist, die dich über die Hilflosigkeit und Kleinheit hinauswachsen lässt.

Und dann wird dir bewusst, dass das, was da gerade passiert, wohl bedeutet, dass du dir deiner selbst bewusst wirst. So fühlt sich das also an?

Katja

Schönes 41/15

*Schlimmen, schlimmen Angsttermin hinter mich gebracht und überlebt.

*Spontane ‚ich würd‘ gerne für dich kochen‘-Einladung ausgesprochen.

*Trotz des Punktes drüber, NICHT Fenster geputzt, obwohl man bei Sonne gerade kaum durchgucken kann. (Ist das dieser lässigere und entspanntere Umgang mit Menschen?)

*Dankbar für Bodenhaftung und Erdung in der DM-Box! ❤

*Zusammen mit dem Rest der Simulationsgruppe für Sozialkompetenz den Lieblingsrüdiger nach vielen Jahren endlich in echt auf einen** Kaffee getroffen und a) festgestellt, dass das Präfix stimmt und mich b) gefragt, wieso ich mich nicht schon viel eher getraut habe 🙂

*Dabei sehr geilen Kaffee getrunken, zum Glück den Cafébetreiber danach gefragt und dann noch mehr über Kaffeeröstung gelernt. Die rösten dort nämlich auch selber und ab Ende Oktober kann man die tollen Bohnen dort käuflich erwerben. \o/ (Ich glaube, ich fahre da im November nochmal hin, kommt wer mit? 🙂 )

*Ein langes Telefonat mit der Lieblingsschwester. Seit langem endlich wieder mal. 🙂

Katja

 

[**Die symbolisch gewählte Zahl stimmt nicht zwangsläufig mit der Menge des tatsächlich konsumierten Kaffees überein. :mrgreen: ]

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Let’s get ready to rumble… (nT)

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Katja

Schönes 40/15

*Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: das mit dem Therapeuten läuft gut an. Der rettet für mich gerade viel bei seinem Berufsstand, was vorherige verbockt haben. Selten einen Menschen erlebt, der mir so nicht-wertend begegnet ist – egal was ich ihm so erzähle und das sorgt dafür, dass ich das Gefühl habe, erzählen zu können. \o/

*Wortbrücken gebaut, Erleichterung geatmet.

*Wunderschöne Rosen geschenkt bekommen. 🙂

*Kuschelsocken mit Scheissherzchen drauf gekauft

*Dobby ist eingezogen und wir müssen noch Freunde werden

*Kaffee am Rhein with the one and only avec la seule et unique @nelladarren, (die gerade dithyrambique Französisch lernt), voll im Sonnenschein und nochmal mit Draussensitzen

(Zwei Twitterer zwitschern bei Kaffee im Sonnenschein. Symbolbild.)

(Zwei Twitterer zwitschern bei Kaffee im Sonnenschein. Symbolbild. Tschilp.)

*Endlich wieder mal (sogar gleich 2) passable Wohnungen auf dem Markt (wovon wir eine schon angeguckt haben und die war dann doch nix)

*Mir selber zugestanden, die Anrufe meiner Mutter zu ignorieren, ohne ein allzu schlechtes Gewissen dabei zu haben.

*Kuchen gebacken (das mache ich viel zu selten)

*Echt guter Rotwein

*Dinge telefonisch geklärt, was tatsächlich Grund zur Freude ist, denn Telefonieren fällt mir gerade viel leichter als in den letzten 10 Jahren. \o/

*Beim Improvisationskochen am Sonntag ist was wirklich Gutes rausgekommen.

Katja

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Und du vielleicht auch bald? 🙂