Weisst du denn gar nicht…

…wie blöd du bist?

(via)

Katja

Wandschrankentdeckung

Diese Dinge, die ich gerade kann und schaffe und anpacke und mutig einfach mache, statt mir lange den Kopf darüber zu zerbrechen und mir mit meiner Angst selber im Weg zu stehen sind gut.

Aber da ist auch eine Schattenseite, wenn man anfängt, zu sehr an sich selber zu rütteln, das Innere zu sehr durchzuschütteln, neu zu sortieren, auf den Kopf zu stellen.

Da springen gerade Türen in meinem Inneren auf, hinter denen, sorgfältig verborgen, wie in einem großen, alten Wandschrank, bei dem man immer nur kurz die Tür einen Spalt weit öffnet, um nochwas reinzuschieben und den man um Gottes Willen bloß nicht zu weit öffnen darf, damit einem der ganze reingestopfte Mist nicht entgegenfällt, noch furchtbarere Wahrheiten und ältere Muster lauern als mir bisher bewusst war.

Da wird mir schmerzhaft bewusst, wieviel größer die Macke ist, die ich eigentlich habe und es erschreckt mich, dass ich, die ich eigentlich seit ein paar Jahren dachte, mich ganz gut zu kennen – vor allem all diese Muster, die mir ein so starres Korsett anlegen, von dem ich mich nur so schwer befreien kann – merke, dass ich ganz wesentliche Anteile von mir bisher nicht kannte, nicht mal eine Ahnung davon hatte, dass sie da sind, also quasi dieser Schrank überhaupt da ist.

Neben all den mutigen Dingen, auf die ich gerade tatsächlich stolz bin, kommen an fast jedem Tag, neue verdammte Ängste und erschreckende Erkenntnisse in mir hoch. Viel zu schnell, viel zu gewaltig, als dass ich da gerade noch irgendwie mit- oder hinterherkäme. Und ich weiss nicht, was ich machen soll. Wenn diese Türen einmal aufgesprungen sind und einem der ganze Kram entgegengefallen ist, kann man ja auch nicht so tun als sei nichts gewesen. Alles schnell wieder wegstopfen, die Tür verrammeln, von draussen ein Poster davor kleben, damit man sie nicht mehr sieht. Das funktioniert ja nicht, zumindest nicht bei mir. Ich weiss jetzt, dass da noch so viel mehr ist. So viele Aufgaben mehr. So viel mehr, das mir Angst macht.

Und doch…

Katja

(Kann es so einfach sein? Schranktür auf, Zeug raus und auf dem Boden ausbreiten, einzeln anheben, von allen Seiten betrachten, überlegen, was damit zu tun ist? Wenn es sich doch wie so’n oller Schrank anfühlt, müsste doch das Ausmisten auch irgendwie auf ähnliche Weise zu schaffen sein…)

Zum ersten Mal #10

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…Straßenbahn gefahren.

Ich hab’s ja generell nicht so mit ÖPNV, bin damals™ genau ein Semester lang mit der Bahn zur Uni gefahren, danach nur mit dem Auto, weil ich von der Bahn so genervt war und insgesamt saß ich zuletzt vor fast 10 Jahren in einem Zug.

Jetzt bin nich nicht nur Straßenbahn gefahren, sondern war damit in der Darmstädter Innenstadt – wo ich an sich nie bin (sprich in den letzten 5 Jahren gar nicht, weil mir da zu viele Leute sind) und ich war dort noch dazu zum Einkaufen, was ich üblicherweise quasi nie mache, bei einem neuen Duft (OK, es wurden zwei neue + doch wieder mein seit fast 20 Jahren innig geliebter) aber nunmal offline am einfachsten ist. 🙂

(Danke an die großartige @nelladarren, ohne die ich mich vermutlich nicht getraut hätte…)

Sehr merkwürdige Zeit gerade. Erstaunlicherweise schaffe ich es ausnahmsweise, Dinge einfach zu machen, statt lange drüber zu grübeln, ob ich mich das traue.

Katja

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Schönes 36/15

*just another manic monday

*Blümchen geschenkt bekommen

*Erstgespräch beim Therapeuten gehabt. Ich traue mich ja nicht, direkt umfassend begeistert zu sein, aber das war schon ziemlich gut. Gute Fragen und Anmerkungen von ihm, direkt gute Denkansätze, das wirkte alles sehr besonnen und reflektiert. Bin jetzt auf jeden Fall auf den nächsten Termin gespannt.

*sehr mit jemandem gefreut, der eins seiner Monster umgeboxt hat \o/

*lange mit dem Lieblingsneffen telefoniert und festgestellt, dass er tatsächlich langsam erwachsen wird

*Besuch gehabt und an dem Tag so viel Kaffee geschlürft, dass ich abends komplett aufgedreht war. Gut unterhalten. 5 Sterne, 1 a Kaffee-Gast, gerne wieder! ❤
(Sehr cool daran war übrigens auch, dass ich vorher ziemlich entspannt war und nicht das Bedürfnis hatte hier 3 Tage lang zu putzen, um mich hinter einer sauberen Wohnung zu verstecken.)

*für den nächsten Spanischkurs angemeldet

*einige Anrufe, die mir nicht leicht fielen, hinter mich gebracht

*die spontanste Verabredung der letzten 15 Jahre getroffen. (Für heute schon! Mimimi…mimi)

 

Katja

 

 

(mehr Schönes)

Ausserdem sammeln mit:
die wunderbarste Welt des Wissens
Rabea
Sternenkratzer

und dergl sammelt Geschichten über Menschen, die die Welt ein bisschen schöner machen.

Und du vielleicht auch bald? 🙂

(Liebens-)Wert

Wann ist man liebenswert? Was bestimmt den (Liebens-)Wert eines Menschen? Hat man das in sich oder wird man das erst dadurch, dass einen jemand liebt oder einen wenigstens dafür hält? Und kann man – wenn man als Kind nicht geliebt wurde – irgendwann und -wie als Erwachsene so sehr heilen, dass man ohne diese Bestätigung von aussen, an den eigenen (Liebens-)Wert glauben kann? Und falls ja, wie macht man das? In mir ist da ewig eine Lücke und ich weiss überhaupt nicht, wie ich die füllen soll ohne Input von aussen. Wenn ich den bekomme, fällt es mir viel leichter, mich selber mal nicht zu sehr zu hassen, manchmal sogar zu mögen. Aber ich denke immer, es gilt eigentlich nur, wenn man das alleine schafft an diesen eigenen Wert zu glauben, völlig unabhängig davon, ob man gerade dahingehende Bestätigung von aussen bekommt oder nicht.

Katja

 

Katja knipst Sonnenuntergänge, die 143. #21

Zum Beispiel jenen vor 1,5 Wochen in Kolberg, vom Hotelzimmerbalkon aus, kurz bevor wir vorm Hotel in ein Taxi geplumpst sind, um nochmal in das zwei Tage vorher schon entdeckte großartige Restaurant aufzubrechen.

Dabei ist auch das Foto entstanden, dessen Ausschnitt hier für den September als Headerbild dient.

(Klick macht groß!)

Katja