Katja knipst Sonnenuntergänge, die 143. #20

Zum Beispiel jenen spektakulären, der hier gerade am Himmel stattfindet. Holy Cheesecake, was für Farben!

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Katja

Was sich als Marmeladenkombi so gut macht, wird ja wohl auch als Chutney funktionieren!

…dachte sie sich so und machte sich daran, Rhabarber zu putzen.

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Die Rechnung ging so gut auf, dass ich ein paar Tage später noch eine zweite Portion davon kochte – man muss die Rhabarberzeit ja nutzen so lange sie dauert.

Rhabarber-Erdbeer-Chutney

Man braucht dafür:

ca. 1 kg Rhabarber (ich hab ihn ungeschält gewogen)
ca. 250 g Erdbeeren
6 Zwiebeln (ich nahm 3 rote und 3 weisse)
4 Zehen Knobi
Ingwer (meins waren nach Schälen und Schnippeln etwa 2 gehäufte Esslöffel)
3-4 EL Tomatenmark
300 g brauner Zucker (meins war Rohrohrzucker und ich liebe das Wort sehr, weil ich immer Rohr-Ohr lese :mrgreen: )
250 ml Weinessig (ich nahm einmal weissen, einmal roten, das ist völlig wurscht)
3-4 gehäufte TL Salz
2-4 TL Harissa (oder kleingeschnippelte frische Chilischoten – je nach eigenem Schärfebelieben)
einige Zweige frischer Thymian oder 2-3 EL getrockneter
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Prisen gemahlener Kreuzkümmel
ca. 1 TL gemahlenes Piment
etwas Olivenöl

Und so geht’s:

Rhabarber und Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden. Zwiebeln, Knobi und Ingwer schälen und sehr fein schneiden. Falls man frische Chilischoten und/oder frischen Thymian verwendet ebenfalls waschen und klein schneiden.

In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen, darin Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer für ein paar Minuten anschwitzen. Das Tomatenmark dazugeben und anrösten, dann den Zucker dazugeben und ein bisschen schmelzen und karamellisieren lassen. Rhabarber mit dazu, immer kräftig rühren. Mit Weinessig ablöschen, Harissa und die Gewürze dazugeben, ebenfalls die Erdbeeren. Die Masse aufkochen lassen und dann für ca. 1 Stunde bei geringer Hitze vor sich hinköcheln lassen bis das Chutney eine Konsistenz hat, die einem gefällt. Probieren und evtl. noch nachwürzen, in saubere Schraubgläser füllen und freuen!

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Passt hervorragend zu allem möglichen vom Grill, zu Käse / auf Käsebrot (besonders zur Abmilderung von etwas strengerem Käse), zu Reis oder Nudeln oder auch einfach pur auf’s Brot.

Katja

erkannt

Manchmal denke ich, so schlimm könnte das gar nicht sein, wenn eine der Dystopien wahr wird, in denen nicht mehr Eltern Kinder bekommen, sondern die kleinen Menschen in Nährlösungen in irgendwelchen Retorten heranwachsen und ohne Familien aufgezogen werden. Manchmal denke ich, dann ist wenigstens keine Mutter da, die einen in frühester Kindheit total verkorksen kann, die einen so prägen kann, dass man später Jahre darauf ver(sch)wenden muss, da irgendwie wieder rauszukommen.

Und dann denke ich als nächstes, wie einfach ich es mir doch damit mache, wenn ich immer (noch) so an meiner Kindheit und der Prägung in der Zeit klebe. Ich bin erwachsen, habe lange begriffen, was mit mir los ist, wo das alles herkommt und müsste es doch einfach nur mal auf die Reihe bekommen. Wer hat schon eine gute Kindheit und alle anderen bekommen es doch auch hin. Es liegt alles nur an mir. Zu klein, zu blöd, zu unfähig.

Alles, womit ich in den letzten Monaten auseinandergesetzt habe, alle Versuche, mich selber endlich anzunehmen und damit vielleicht auch all meinen seelischen Ballast loszulassen, kommen mir gerade so weit entfernt vor und die Welle aus Selbsthass zieht mir die Füße unter dem Boden weg.

Dabei ist – eigentlich – gar nichts passiert.

Ich hab auf Twitter rumgealbert, weil ich ein recht krasses Kuchenrezept entdeckt hatte und meine Unfähigkeit / Angst / Feigheit, mich in ‚echt‘ darauf einzulassen, Menschen zu begegnen, die ich im Netz kenne (was ja auch eine sehr simple Lösung für meinen Wunsch wäre, viel häufiger mal für jemanden zu kochen), sorgt nach ein paar Tweets hin und her dafür, dass ich heulend hier sitze und alles in mir schmerzt und schreit.

„Probleme sehen statt Chancen?“ schreibt mir jemand (den ich ziemlich dafür bewundere, dass er genau das umgekehrte Konzept drauf hat) – ich mag’s nicht als Tweet zitieren, weil derjenige ja nicht ahnen konnte, dass mich diese eine Frage so umhauen kann – und beim Lesen krampft sich mein Magen zusammen, der Blick wird eng, der Nacken steif, ich komme nicht gegen die Tränen an, denn genau DAS bzw. so bin ich. Mit meiner elenden Angst vor allem, mit meiner Unfähigkeit einfach mal zu machen, statt vorher über alles nachgrübeln zu müssen, mit meinem ewigen mir selber im Weg stehen – mit jeder meiner Fasern bin ich so.

Und ich kenne mich, ich weiss, dass ich so bin. Ich kenne meine Probleme, meine (falschen) Denkmuster, meine ganzen Schwachstellen. Ich setze mich seit Jahren damit auseinander, kämpfe dagegen an, arbeite an mir… Ich will WILL W-I-L-L nicht so sein und doch bekomme ich die Kurve nicht. Ich komme nicht da raus, kann nicht loslassen, weiss nicht wie und was ich noch machen soll. Ich weiss nicht, wie ich die verdammte Angst ablegen soll. Ich habe keine Ahnung, was ich mit den verfluchten Abers machen soll, die sich turmhoch vor mir aufbauen.

Der Weg, den ich dahingehend schon hinter mir habe, erscheint mir gerade so geschrumpft im Angesicht des „Probleme sehen statt Chancen“… der vor mir endlos lang und mir fehlt das richtige Schuhwerk und wo genau es lang geht, weiss ich auch wieder mal nicht. Und ich will verflucht nochmal nicht immer nur geduldig sein müssen und momentan schon gar nicht mit mir selbst.

Ich merke, wie zerbrechlich all meine Fortschritte an manchen Tagen sind.

Alles in mir fühlt sich gerade wund an.

Katja

 

 

Schönes 24/15

*Spätabends eine Mail von einem der spanischen Hotels bekommen, in denen wir im letzten Oktober übernachtet haben. Vorgenommen, die Mail am nächsten Morgen zu lesen und nur fix überflogen. 2 Minuten später, als ich längst was ganz anderes gemacht habe, gestutzt, weil mir aufging, dass ich sie nur durch das kurze Überfliegen komplett verstanden hatte. Jetzt nicht jedes einzelne Wort, aber mir ist, ohne dass ich mich darauf konzentrieren musste oder darüber nachdenken, der Inhalt beim Überfliegen klar geworden. Ich glaube, das mit dem Spanischen wird so ganz langsam. 🙂

*Furchtbar viel Zeit in der Küche verbracht. Rhabarber-Marmelade, Rhabarber-Erdbeer-Chutney, Holunderblütengelee, Holunderblütensirup und Boeuf Bourguignon gekocht. Letzteres im Riesentopf als togo Variante zum Aufwärmen in des Mitdingsens Büro. Hat gut getan, mich wieder mal richtig auszutoben.

*Mich was getraut.

*Ein Besuch bei der Lieblingsschwester!1elf

(Ansonsten: Zeit rast in unermesslichem Ausmaß und ich komme zu nix.)

Katja

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Wie geht das denn? #6 – heute: Gläser für Marmelade sterilisieren

Ich muss das jetzt mal hier festhalten – auch, weil ich mir nie die Gradzahl und Dauer merken kann und es immer wieder nachschlagen muss. Früher habe ich Gläser zum Einkochen im Topf ausgekocht oder einfach nur heiss ausgespült, aber im Backofen sterilisiert es sich ganz einfach, während man die Früchte (oder was auch immer man einkochen möchte) vorbereitet.

Den Backofen auf 130°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann auf 120°C zurückdrehen und die sauberen Gläser (ohne Deckel!) auf den Rost (mittlere Höhe) stellen. 10 Minuten abwarten, dann den Ofen ausschalten und die Tür einen Spalt öffnen. Die Gläser dann direkt aus dem Backofen kommend, am besten noch warm, befüllen.

Die Deckel packt man unterdessen in einen kleinen Topf mit Wasser und kocht sie eine Minute lang.

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Katja

Schönes 23/15

*Endlich abends wieder eine Runde um den Block (ich will immer Blog schreiben) drehen können, ohne dass irgendwas wehtut.

*Warm! Hell yeah! So plötzlich so warm!

*Die Aussicht, bald mal wieder für Gäste kochen zu dürfen. Und just im Moment der Terminfindung fängt im Kopf ratternd die Planung an.

*Quasi aus Versehen angefangen, meine jahrelang eingestaubten Französischkenntnisse aufzufrischen und festgestellt, wie toll ich Sprachenlernen generell mittlerweile finde, zu Schulzeiten hat mir das viel weniger Spaß gemacht. 🙂

*Losgelassen: einen großen Karton mit sämtlichen Briefen meiner Kindheit und Jugend, inclusive aller alten Liebesbriefe. Ohne ihn nochmal zu öffnen weggeworfen – sonst hätte ich es vielleicht nicht fertig gebracht. Und doch bin ich froh, dass ich ihn aussortieren konnte, denn lesen möchte ich die Briefe ohnehin nicht mehr und es ist ein ganzer Karton weniger Ballast.

*Einen sehr tollen Abend mit Freunden im Lieblingsrestaurant verbracht, wunderbar gegessen, viel gelacht, bis spät abends draussen gesessen und geschnattert.

*Als Bonus gab’s ein Dudelsackkonzert. Ziemlich toll.

*Immer wieder Erdbeeren! So lange es welche gibt.

Katja

 

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Neulich an der Spargelbude

„Hier die Erdbeeren und ein bisschen Spargel würde ich auch gerne noch mitnehmen, ungefähr ein Pfund.“
„Was wollen Sie denn mit dem Spargel machen?“
„Der wandert mit den Erdbeeren in den Salat, ich glaube, da tut’s auch…“
„Bruchspargel!“ beendet der neue Verkäufer an der Lieblingsspargelbude meinen Satz und wir müssen beide lachen, weil wir uns so einig sind.

„Ich pack Ihnen schönen ein!“ sagt er dann noch, aber was genau er einpackt bekomme ich nicht mit, weil wir uns in der Zwischenzeit angeregt unterhalten.

Die großen Augen kommen erst zuhause als ich einen Blick in die Tüte werfe, denn er hat wirklich nicht gelogen. Ich muss nachzählen, weil ich es nicht recht glauben will. Das Pfund Spargelbruch entpuppt sich als 21 wunderschöne drittel bis halben Stangen Spargel mit Kopf und einer halben Alibistange ohne. Hammer. Manchmal ist das wirklich schön mit Menschen.

Katja