Fruchtig-scharf

Wenn es um Soßen geht, glaube ich unumbrüchlich an Liebe auf den ersten Blick äh Probelöffel und in diese Orangen-Ingwer-Soße habe ich mich vor ein paar Tagen ganz frisch verliebt. Ich habe es natürlich wieder mal versäumt, das Essen zu knipsen, das Rezept möchte ich aber trotzdem nicht wieder vergessen – daher bekommt es hier seinen Platz.

Man braucht dafür:

die dünn abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Orange – oder (wenn man in der Kleinen Stadt wohnt, wo es zwar zum Glück immer unbehandelte Zitronen, aber fast nie unbehandelte Orangen gibt) ca. 1 EL Orangenschale aus dem Backzutatenregal
400 ml frisch gepresster Orangensaft (es geht natürlich auch Direktsaft)
1-2 daumengroße Stücke Ingwer – je nach gewünschtem Schärfegrad, bei mir waren es etwa 1,5 Daumen
2-3 Zehen Knoblauch
1 EL brauner Zucker
1-2 EL Sojasoße
Pfeffer und Salz, frisch gemahlen

Und so geht’s:

Ingwer und Knoblauch möglichst fein schneiden, alle Zutaten – bis auf Salz und Pfeffer – zusammen in einen kleinen Topf geben, aufkochen lassen und dann 20-30 min im offenen Topf leise vor sich hinköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und wenn einem die Soße noch zu flüssig ist, kann man einen TL Speisestärke mit kaltem Wasser verrühren und zum Binden in die Soße rühren. Mir hat die Konsistenz aber auch so schon gut gefallen.

Schmeckt fruchtig und scharf gleichermaßen und passt hervorragend zu asiatischen Gerichten bzw. verleiht die Soße einem Gericht eine asiatische Note.

Bei uns gab es dazu Jasiminreis und knusprige Hühnerbruststücke aus dem Backofen. Für letzteres einfach die Hühnerbrust in Stücke schneiden, in Mehl wälzen, in mit Salz und Pfeffer verquirltes Ei tunken, dann in Semmelbröseln wälzen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und 2-3 EL Öl mit einem Backpinsel darauf verteilen. Die Hühnerstücke auf dem Blech platzieren, einmal umdrehen, damit beide Seiten ganz dünn mit Öl benetzt sind, dann für 30 min bei 200°C Umluft in den Backofen geben. Nach der Hälfte der Zeit alle Stücke wenden. Das ganze dann noch mit leicht angerösteten Sesamsaaten und Frühlingszwiebelringen bestreuen, wenn es aus dem Ofen kommt. Gut war’s. 🙂

Katja