Winkst du noch?

Vorhin freute ich mich über den mittlerweile 14000. Kommentar auf meinem Blog. Weil ich ein große Affinität zu Zahlen habe, habe ich von Anfang an die Tausender bemerkt, darauf hingefiebert und in meinen Entwürfen liegen auch Links zu allen Jubiläumskommentaren (und auch Beiträgen).

Ich blogge jetzt seit etwa 6,5 Jahre, davon 5,5 Jahre bei WordPress und kam vorhin ins Grübeln über damals™. Irgendwie kam es mir so vor als hätten wir früher mehr miteinander geredet, wir Blogger*innen. Und ein Blick in diese Links im Entwurf bestätigt das auch, früher lag viel weniger Zeit zwischen so zwei Tausendern.

Und weil mir ausserdem vor ein paar Tagen aufgefallen ist, dass die WordPressApp jetzt als neues Feature hat, dass sie in den Statistiken nicht nur die Zahl der Aufrufe, sondern auch die der Kommentare und ‚Gefällt mir‘-Klicks ausweist, habe ich gerade mal genauer reingeschaut.

Im August 2010 hat WordPress den ‚Gefällt mir‘-Knopf eingebaut. Nur mal die Zahlen jenes Jahres und des letzten Jahres:

Kommentare in 2010: 3729, Gefällt mir-Klicks: 111
Kommentare in 2014: 1659, Gefällt mir-Klicks: 2873

Die Zahl der Blogaufrufe war in 2014 ungefähr doppelt so hoch wie in 2010.

Seit mir das so bewusst geworden ist, habe ich überlegt, ob und wie sehr sich mein eigenes Kommentierverhalten geändert hat, seit es den Knopf gibt. Ich glaube, ich gehe auch oft den ‚einfachen‘ Weg und klicke – auch und speziell, wenn mein Kommentar inhaltlich keinen großen Beitrag leisten würde oder wenn ich wieder mal sehr im Feedreader hinterherhinke und das, was ich zu sagen hätte, hat schon jemand anderes kommentiert. Manchmal ist mir das aber auch völlig egal und ich kommentiere auch bei recht alten Blogeinträgen noch. Hm.

Ich glaube, ich werde auf jeden Fall in der nächsten Zeit ein bisschen mehr darauf achten, was ich dahingehend mache. Denn so toll das mit den schnellen Klicks auch ist, ich möchte eigentlich doch lieber mit Menschen reden (oder da es in Schriftform ist, ja eher kommunizieren) als so oft nur still zu applaudieren. Das ist ja gerade das, was für mich das Gefühl ausmacht, in der Blogwelt ein virtuelles Zuhause zu haben; dazu gehören eben auch virtuelle Nachbarn.

Für mehr Treppenhausgespräche und weniger stummes Zuwinken!

Und du? Winkst du noch oder schwatzt du schon wieder? 🙂

Katja

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21 Kommentare zu “Winkst du noch?

  1. Ich freue mich generell über beides, zeigt es doch, dass jemand den Kram liest, der bei mir im Blog auftaucht. Macht sich jemand die Mühe einen Kommentar zu schreiben, ist das natürlich noch schöner. Wobei das Verhältnis Leser/Liker/Kommentierer echt krass verschoben ist. Ich habe hunderte Besucher/-innen pro Tag, kommentieren tun aber immer die gleichen 5 Leute. Liegt m.E. daran, dass 1. ich sehr selten in anderen Blogs kommentiere und 2. Blogs meist über Reeder (und damit losgelöst von Kommentarfunkion) oder auf Konsumgeräten gelesen werden (übers Smartphone kommentieren macht man halt selten).

    Auf jeden Fall: Glückwunsch zum 14.000sten Kommentar!

  2. Herzlichen Glückwunsch – da bist Du ja wirklich lange dabei. Auch ich mache mir in letzter Zeit verstärkt Gedanken, wie ich „Allen“ gerecht werden kann. Vielleicht weniger, aber dafür intensiver lesen? liebe Grüße und ein schönes Wochenende Leonie

  3. Ich freue mich über beides (über Kommentare ein wenig mehr)… und nutze beides. Aber da ich ja ganz schlecht im Kommentare beantworten bin kann ich schon verstehen, wenn meine Leser sich fürs Klicken entscheiden.

    Ob ich weniger kommentiere kann ich nicht sagen, ich weiß aber dass ich jetzt häufiger überhaupt eine Reaktion da lasse. Klicken „kann“ ich auch bei Blogs von „Fremden“… Kommentare schreibe ich fast nur, wenn ich weiß dass der Blogger mich kennt.

  4. Beides ist auch bei mir der Fall, wobei ich mich in letzter Zeit doch mehr über die Likes freue, da die Zeit zum Kommentare beantworten knapp bemessen ist und es sind viele Kommentare, aber ich versuche es zumindest und in anderen Blogs like ich und lese dann so um Mitternacht die Beiträge, da ist mehr Ruhe und Zeit.
    Selten schreibe ich viel, da ich vorwiegend Bilder zeige und so schaue ich mir auch viele Fotoblogs an.

    LG Mathilda

  5. Ich mag Kommentare. Da entsteht oft ein Gespräch, wie Du es ja so schön beschreibst.
    „Gefällt mir“ nutze ich im Grunde nicht, da mir das als FB-Abstinenzlerin sehr fremd ist. Bei Bildern kann ich mir das noch vorstellen, bei Texten schon nicht mehr.

    Wenn ich keinen großen Kommentar zu leisten habe, reicht es doch meist noch für einen Smiley, ein scheiß Herzchen oder einen hug.

  6. Hm…. So genau hab ich da noch garnicht drüber nachgedacht. Ich gucke ehrlich gesagt nie in die Statistiken oder sonstige Hinweise. Ich weiß auch garnicht, wo das mit dem Gefällt mir Klicks steht, bzw wie viel das geklickt wurde. Ist das nicht auch egal?

    Manchmal hat man was dazu zu sagen, manchmal eben nicht. Wie du oben schon selbst geschrieben hast.
    über Kommentare freue ich mich natürlich auch mehr, ist ja klar.

    Ein schönes Wocheende wünsche ich dir 😊

  7. Als von Natur aus kommentierfaules Stück habe ich mich über das von facebook losgelöste „Gefällt mir“ von WordPress sehr gefreut. Mir fällt oft einfach nichts Gescheites ein, und dann ist das eine gute Methode, trotzdem ein Lob für den Artikel auszusprechen. Aber Kommentare sind schon das Salz in der Suppe, ohne wäre die Bloggerei fad und öde wie ein Caipi, bei dem man vergessen hat, den Cachaca hinzuzufügen. Wie ein Einhorn ohne rosa Plüsch und Regenbogen. Wie der Körperzellensong ohne glückliche Körperzellen. 😉
    Liebe Grüße
    PS: Was hält der HSV-Fan von Olics Rückkehr?

  8. Ich mag eigentlich lieber kommentieren. Manchmal reicht aber ein Klick auf gefällt mir, wenn man nichts dazu beitragen kann. Ein „sehe ich genauso“ finde ich da flacher, und zeigt auch nur, dass ich da war und gelesen habe.
    Manchmal aber kommt es mir so vor, ich würde den Finger in die Wunde legen, würde ich bei einem eher negativen Eintrag gefällt anklicken. Dann gehe ich im Zweifel stumm wieder.
    Generell hast du Recht. „Früher“ … früher war das besser 😉

  9. Hat dies auf ickemich rebloggt und kommentierte:
    Ja, sicher überlegenswert, ob anstelle des Knöpfchenklickerns ein kurzer Kommentar wie „Schön!“ oder „Mist!“ nicht auch machbar ist. Und wenn ja, warum nicht.

    Statistiken gehen mir persönlich etwas ab, aber Katja hat ein paar Fakten zusammengetragen, die das Nachdenken darüber durchaus mal lohnen.

  10. Generell schließe ich beides nicht aus. Viele Beiträge brauchen keinen Kommentar, weil es inhaltlich eben schon da ist, oder ich keinen passenden Kommentar zur Hand habe. Der Like ist die schnelle Version von: „Ja, hey, ich hab es gelesen, gefällt mir.“ Finde ich auch nicht zu verachten. Ein geschriebenes Wort ist immer auch etwas Feedback in der Kommunikation. Und ja, mir auch sehr viel lieber.

  11. Glückwunsch, auch dafür, dass du schon so lange bloggst!
    Mein Blog ist klein und gerade mal 5 Monate alt. Daher freue ich mich über jedes Like, jeden Kommentar und jeden Follower, denn es zeigt mir, ich werde gelesen. Ähnlich kommentiere ich: oft ein Like (ich war da, ich mochte es, ich habe dazu nichts beizutragen, was nicht andere schon gesagt hätten), wenn es passt, ein Kommentar, der bei mir in der Regel über einen Gruß hinausgeht, es sei denn, man schreibt sich ständig. Natürlich mag ich Kommentare lieber, aber hey … siehe oben … 🙂

  12. Ich denke, es bringt nichts, zwanghaft einen Kommentar zu schreiben, obwohl einem gar nix Gescheites einfällt. Dann finde ich die Likes schon gut 🙂 Ich finde es aber schon wichtig, dass man Artikel, die man liked (liket? likt?) auch wirklich gelesen hat, sonst ist es schon Blödsinnn. Aber ich habe auch oft Lust, was zu sagen und dann tu ich das auch 🙂

  13. @Silencer: Stimmt, das mobile Lesen hat deutlich zugenommen in den letzten Jahren. Das hatte ich gar nicht so auf dem Schirm, weil ich es selber selten mache (haha! Weil mich das mobile Kommentieren nämlich irre macht. :D). Das ist vielleicht sogar noch ausschlaggebender als der Knopf, den ich im Verdacht hatte. 🙂
    Ich freue mich auch über beides, finde aber die Bekanntschaften, die sich ja nur über das Kommentieren irgendwie als etwas Gegenseitiges entwickeln können, sehr wertvoll. 🙂

    @Leonie: Danke. Der 14000. war übrigens von dir, falls du die Antwort gar nicht gesehen hattest. 🙂 So viel kürzer bloggst du doch auch nicht, oder?
    Man hat echt viel zu wenig Zeit, alles zu lesen, was man gerne würde…

    @Neko: *winkt fröhlich zurück* 😀

    @Svü: Da sagste was. Bei ‚Fremden‘ fällt es mir auch deutlich leichter auf ‚gefällt mir‘ zu klicken als einen Kommentar zu schreiben. Obwohl das ja eigentlich Blödsinn ist, irgendwann waren ja alle Fremde; auch die, die heutzutage meine Kaffeemaschine persönlich kennen. 🙂

    @Mathilda: Bei reinen oder überwiegenden Fotoblogs ist das sicher tatsächlich nochmal ganz anders. 🙂

    @WdW: Bei Facebook bin ich ja auch noch nicht lange angemeldet und nutze das auch kaum, den Klick kenne ich eher durch Twitter. Da ist das eigentlich die Standardreaktion, bei manchen Twitterern sind Antworten regelrecht verpönt…
    Ich fürchte, den Kommentaromaten kann man nur bei einem selbstgehosteten Blog haben. Den finde ich auch klasse! 😀

    @Suse: Klar ist das im Grunde bei uns Hobbybloggern ganz egal. Mich faszinieren Zahlen eben seit jeher, daher habe ich das mit den Kommentartausendern ebenso auf dem Schirm wie ich mich über Jubiläumszahlen bei meinem Nichtrauchen freue. 🙂
    Darauf Bezug genommen und genauer reingeguckt habe ich hier jetzt primär, weil ich mein gefühltes ‚früher haben wir mehr miteinander gequatscht‘ irgendwie verifizieren wollte und über die Ursache nachdenken, weswegen das heute weniger sein könnte.
    Was ich dabei allerdings tatsächlich total vergessen hatte ist was Silencer anführt – das mobile Lesen und das Generve beim mobilen Kommentieren…
    Und dankesehr! Wünsche auch ein schönes Wochenende gehabt zu haben.

    @Ralph: *zurückwink* 🙂

    @Aquasdemarco: Witzig! Das wusste ich auch noch nicht. Ich nutze Feedly, hab bei dem WordPress-Reader gar keine Ahnung. 🙂

    @Katrin: Ich würde das bei dir gar nicht als Kommentierfaulheit sehen… Ich habe den Eindruck, bei dir auf dem Blog wird unheimlich viel kommentiert und du beantwortest ja alle Kommentare und bist da sehr mit deinen Leser*innen im Gespräch und das ist sicher nicht zeitunaufwändig. Dass dann einfach auch nicht so sehr viel zusätzliche Zeit bleibt, um auf anderen Blogs auch noch sehr viel zu kommentieren, finde ich nachvollziehbar.
    Ein Einhorn ohne Regenbogen und rosa Plüsch wäre nicht auszudenken!
    (Der HSV-Fan hat da bisher gar nichts zu gesagt und ist heute auch den ersten Tag nach quasi 6 Wochen wieder im Büro, sodass ich gerade auch nicht nachfragen kann. Ist das denn gut? Also die Rückkehr, nicht das mit dem Büro des Mitdings. :D)

    @Rüdiger & Rabea: :)!

    @Jane: Bei traurigen / negativen Beiträgen geht mir das ähnlich. Ich kommentiere dann im Zweifel mit einem Punkt, statt ‚gefällt mir‘ zu klicken. Kennst du das mit dem Punkt? (hier: https://xrays.antville.org/stories/1640854/ )
    Ich wollte hier übrigens nicht auf einer ‚früher war alles besser‘-Welle rumreiten, sondern überlegen, was früher anders war, wo ich mich da sehe und womit ich mich wohlfühle. 🙂

    @ickemich: (Hab ich drüben geantwortet und paste hier nur mal:)
    Danke für’s Aufgreifen! 🙂

    Ich bin zwar Zahlenfreak, habe an der Stelle die Statistiken aber hauptsächlich bemüht, um mein Gefühl irgendwie zu überprüfen, dass wir Blogger*innen früher viel mehr miteinander gequatscht haben und nach einer möglichen Ursache dafür zu suchen, weswegen sich das so sehr verschoben hat.
    Für mich fühlt es sich mit Worten einfach näher an. Deswegen möchte ich wieder mehr davon bei anderen hinterlassen. 🙂

    @Herr Bock: „Viele Beiträge brauchen keinen Kommentar, weil es inhaltlich eben schon da ist […]“
    Danke, das ist total interessant! Ich kenne das Gefühl total gut, dass mir die passenden Worte fehlen, ich habe aber ehrlich gesagt bisher nie darauf geachtet, ob sie vielleicht deswegen fehlen, weil sie einfach schon vollständig da sind. Da werde ich in Zukunft mal drauf gucken!

    @Ruhrköpfe: Dankeschön. 🙂

    @Christiane: Och darüber freut man sich auch nach langer Zeit mit Blog noch genauso. 🙂 Insofern ein sehr herzliches Willkommen auf meinem Blog!

    @Anette: Auf die Idee blind zu liken ohne zu lesen wäre ich gar nicht gekommen. Das fände ich auch merkwürdig. Ich glaube, ich mache das auch sehr nach Lust und Laune.
    Ich weiss nur, dass ich heute schneller ‚aufgebe‘. Man hat das ja, dass man Artikel liest und dabei denkt ‚boah, hier musste irgendwie reagieren‘ (geht mir zumindest häufiger mal so). Als es die ‚gefällt mir‘ Knöpfe noch nicht gab, habe ich dann manchmal lange überlegt bis ich das Gefühl hatte, die passenden Worte gefunden zu haben. Manchmal hab ich auch ’ne halbe Stunde an einem Kommentar geschrieben und ihn dann doch wieder gelöscht und mit einem Punkt kommentiert oder gar nicht. Ich merke, dass ich das heute nur noch viel seltener so mache, sondern dann eher recht bald auf den Knopf ausweiche.
    Das will ich im Auge behalten, denn gerade um diese Art von Gesprächen, die bei so schwierigen Dingen manchmal entstanden sind, ist es schade.

    Bei dir finde ich auf jeden Fall schön, dass du oft Lust hast, was zu sagen. 🙂

    @alle: Vielen Dank, dass ihr hier so ausführlich mit mir geschwatzt habt! ❤

  14. @Katja: Armer HSV-Fan… Ich persönlich habe mich über Olics Rückkehr gefreut, weil er damals mein Lieblingsspieler war, andererseits sind Rückholaktionen beim HSV bisher oft schiefgegangen. Und seit dem Spiel gegen Köln bin ich ziemlich satt. 😦

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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