~misty~

Manchmal fühlt es sich in diesen grauen Tagen an, als wäre der Nebel auch in mir drin. So viel im Kopf, aber ich bekomme keinen Gedanken richtig zu fassen, alles ist hinter einem diffusen Dunst verborgen. Wobei ich mir gar nicht so sicher bin, ob ich überhaupt so genau wissen will, was es ist, was da in mir rumort. Lieber ignorieren, wenigstens bis der November vorbei ist, damit er mich mit seinem Blues nicht zusätzlich einholen kann. Und doch fühlt sich auch das nicht richtig an, weil alles dumpf bleibt, ich ein bisschen das Gefühl habe, dadurch auch irgendwie von meinen Gefühlen abgeschnitten zu sein. Beim nochmaligen Lesen macht der vorherige Satz so gar keinen Sinn – das Gefühl haben, vom Gefühl abgeschnitten zu sein und doch beschreibt es ziemlich gut, wie sich dieses Nichtrichtigfühlen gerade anfühlt.

Nach dem Einkauf bin ich heute kurz im Nebel rumgestapft, das hat zwar den inneren Nebel nicht vertrieben – vielleicht waren dafür auch die Schritte im Laub zu dumpf gedämpft – aber immerhin hat es für ein paar Schlechtwetterfotos gelangt.

(Klick macht groß)

Katja

Hach Lesen

oder:

Wie ich einmal ein angefangenes Buch weglegte, weil ich mir total schwer damit tat und wie ich direkt danach ein Buch anfing, bei dem ich mir total schwer damit tat, es einmal wegzulegen.

Katja