Ich bin wieder da!

Es ist fast in jedem Herbst das gleiche. Wenn ich aus Spanien zurückkomme, fühlt es sich doch so an, als bliebe ein Teil von mir dort. Dort in der Sonne. Dort am Strand. Dort mit den Zehen im warmen Sand. Dort mit den Augen in der blauen Weite, wo Meer und Himmel sich begegnen. Dort mit dem Kopf in alter Geschichte, Architektur und Kultur.

Und in jedem Jahr ist da dieses seltsame Gefühl in mir, das alles noch ein bisschen länger festhalten zu können, wenn ich nur so tue als sei ich noch dort. Und dann stürze ich mich in den ersten Tagen in Geschäftigkeit, packe alles aus, wasche etliche Maschinen schmutziger Wäsche und räume die saubere Wäsche zurück in die Schränke, suche Platz für die neu mitgebrachten Dinge und vermeide fast alle Kommunikation. Kein Anruf bei der Familie, dass ich wieder da bin und zum Glück wissen die selten so genau, wann ich wieder zurück sein wollte. Kaum Zeit am Rechner, kaum Twitter, kein Blog.

Fast so als wäre ein „ich bin wieder da“ so lange nicht wahr bis es ausgesprochen ist. Als könnte ich Spanien, Sommer, Sonne, Meer und alles was dazu gehört, ein bisschen länger festhalten, wenn ich nur niemandem sage, dass ich wieder zurück bin.

Aber so richtig funktioniert das ja auch nicht, denn zB friere ich, seit wir Donnerstag Abend wieder zuhause angekommen sind. Trotz – dank programmierbarer Thermostate – vorgeheizter Wohnung, trotz warmer Klamotten. Mir fehlt die Sonne, mir fehlt die Helligkeit der Costa de la Luz, der Küste des Lichts, die nicht umsonst diesen Namen hat und mir fehlt die Wärme, auch wenn es in diesem Jahr mit teilweise an die 40°C-Marke ran eigentlich deutlich zu heiss für mich war.

Aber das ist auch so eine schräge Sache: bei solchen Temperaturen von 35°, 37°,… da würde ich zu Hause in der abgedunkelten Wohnung vorm Ventilator sitzen und mir wäre jede Bewegung zu viel und Rausgehen käme schon mal gar nicht in Frage. Anders in Spanien, da stapfe ich auch bei dieser Hitze den ganzen Tag draussen rum und fluche zwar auch ein bisschen über die Höllenglut, aber nichts würde mich dort drinnen halten.

Jetzt aber… lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin wieder da!

Und auch wenn der diesjährige Urlaub unser bisher unfall- und pannenträchtigster war und wir an Verletzungen einiges wegzustecken hatten und so ungeplant viel mehr am Strand rumlagen als dass wir uns, wie eigentlich geplant, Dinge angesehen hätten und auch wenn das, weil dauernd wieder etwas neues Blödes passiert ist, weniger erholsam war, als es hätte sein können und wir jetzt dringend ein bisschen Urlaub brauchen könnten, war es doch wieder eine sehr schöne Reise! Wir hatten ein Superferienhaus, so dermaßen direkt an einem phantastischen Strand, dass man bei geöffneten Fenstern Tag und Nacht das Wellenrauschen im Ohr hatte und ich (die ich seit vielen Jahren von Schlaflosigkeit geplagt bin) habe dort so gut geschlafen wie wohl seit über 10 Jahren nicht mehr. Und wenn ich irgendwann Zeit und Muße habe dann gibt es hier auch mehr über die Reise zu lesen und zu sehen!

Nochmals von Herzen ❤ vielen Dank an meine sämtlichen Gastblogger*innen! Ich lose auf jeden Fall in der kommenden Woche die/den Gewinner*in unter euch aus!

Meine Lieblingsbeschäftigung: Stundenlang auf's Meer gucken (Symbolbild)

Meine Lieblingsbeschäftigung: Stundenlang auf’s Meer gucken (Symbolbild)

Katja